Non-entry on appeal against property auction in debt enforcement

5A_669/2009Federal Supreme Court / Civil Division IIOct 19, 2009Dismissed

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Omnilex summary

The appellant challenged a cantonal supervisory decision concerning debt enforcement steps toward the auction of his property. The Federal Court held that the appeal did not engage with the reasons of the cantonal decision and did not satisfy the federal pleading requirements. It therefore did not enter into the appeal in summary proceedings. Because the appeal was hopeless, the request for free legal aid was denied. Court costs of CHF 500 were imposed on the appellant.

Omnilex headnote

Art. 42 Abs. 2, Art. 106 Abs. 2 and Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; admissibility of an appeal and non-entry in summary proceedings: the appellant must, by specific and concise argumentation, address the reasoning of the challenged decision and show in what respect federal law was violated. General assertions or mere repetition of the prior submissions do not suffice. Constitutional grievances are examined only if specifically invoked and duly substantiated. An appeal that manifestly fails these requirements is inadmissible; in such a case, legal aid is refused for want of prospects of success (Art. 64 Abs. 1 BGG), and costs are borne by the appellant (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Full text

{T 0/2}
5A_669/2009

Urteil vom 19. Oktober 2009
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Zbinden.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Betreibungs- und Konkursamt Y.________, Dienststelle Z.________,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Liegenschaftssteigerung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern, Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen, vom 24. September 2009.

Erwägungen:

1.
Der Beschwerdeführer hat mit Eingabe vom 6. Oktober 2009 einen Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern, Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen vom 24. September 2009 angefochten. Er beantragt die Aufhebung dieses Entscheids und die Feststellung, dass das Betreibungsamt Y.________ willkürlich keine Verfügung erlassen habe, um die Schätzung der Liegenschaft des Beschwerdeführers in Z.________ zu veranlassen und um die Liegenschaft zu versteigern.
Nachdem der Beschwerdeführer zur Leistung eines Kostenvorschusses von Fr. 500.-- innert einer Frist von 10 Tagen ab Erhalt der Verfügung angehalten worden war, ersuchte er mit Eingabe vom 11. Oktober 2009 um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege.

2.
2.1 Die Beschwerde hat einen Antrag zu enthalten, wobei neue Begehren unzulässig sind (Art. 99 Abs. 2 BGG). Die Beschwerde ist zu begründen (Art. 42 Abs. 2 BGG). Mit ihr ist in gedrängter Form durch Auseinandersetzung mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids darzulegen, welche Vorschriften und warum sie vom Obergericht verletzt worden sein sollen. Allgemein gehaltene Einwände, die ohne aufgezeigten oder erkennbaren Zusammenhang mit bestimmten Entscheidungsgründen vorgebracht werden, genügen nicht (BGE 116 II 745 E. 3 S. 749; 5A_92/2008 vom 25. Juni 2008 E. 2.3). Verfassungsverletzungen werden nur geprüft, wenn sie gerügt und gehörig begründet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 133 IV 286 E. 1.4 S. 287; BGE 134 I 83 E. 3.2. S. 88 mit Hinweisen). Aufgrund des für behauptete Verfassungsverletzungen geltenden Rügeprinzips sind neue rechtliche Vorbringen unzulässig (BGE 133 III 638 E. 2 S. 640).

2.2 Das Obergericht hat erwogen, der Beschwerdeführer habe im obergerichtlichen Verfahren in seinem Hauptbegehren beantragt, es seien weitere Betreibungshandlungen zu unterlassen, die zur Versteigerung seiner gepfändeten Liegenschaft führen können. Er führe indes nicht aus, dass die Pfändung an sich gegen eine betreibungsrechtliche Vorschrift verstosse, sondern belasse als Begründung den Hinweis, die Steuerveranlagungen der letzten Jahre seien jeweils zu hoch ausgefallen und er werde strafrechtliche Schritte gegen die Steuerbehörden einleiten. Die Beschwerde sei daher mangelhaft substanziiert; überdies diene das Beschwerdeverfahren nicht der Vermittlung zwischen Schuldner und Gläubiger, weshalb auf die Beschwerde nicht einzutreten sei.

2.3 Der Beschwerdeführer setzt sich mit diesen Erwägungen nicht auseinander und zeigt nicht auf, inwiefern das Obergericht mit seinen Ausführungen Bundesrecht verletzt hat. Auf die offensichtlich unzulässige Beschwerde ist somit im vereinfachten Verfahren (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG) durch die Präsidentin der Abteilung unter Kostenfolge für den Beschwerdeführer (Art. 66 Abs. 1 BGG) nicht einzutreten.

3.
Die Beschwerde hat sich von Anfang an als aussichtslos erwiesen, sodass dem Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege nicht entsprochen werden kann (Art. 64 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 19. Oktober 2009
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Hohl Zbinden

Keywords

debt enforcementproperty auctionadmissibilityreasoned appeallegal aidcosts

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the appeal against the cantonal supervisory decision was sufficiently reasoned and admissible.

Extracted holding

The appeal did not address the cantonal court's reasoning and failed to show any breach of federal law; the Federal Court therefore would not enter into it.

Extracted reasoning

The appellant merely repeated general allegations and did not engage with the reasons for non-entry given by the Obergericht. The pleading requirements under the Federal Supreme Court Act were not met.

Key legal question

Whether the appellant was entitled to free legal aid in the federal proceedings.

Extracted holding

Legal aid was refused because the appeal had no prospect of success from the outset.

Extracted reasoning

An appeal that is manifestly inadmissible is not arguable, so the condition of non-obvious lack of prospects is not satisfied.

Key legal question

Allocation of court costs.

Extracted holding

Court costs of CHF 500 were imposed on the appellant.

Extracted reasoning

Costs follow the losing party in the non-entry decision.

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