Federal complaint inadmissible for insufficient reasoning

5A_653/2009Federal Supreme Court / Civil Division IIOct 19, 2009Inadmissible

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Omnilex summary

The Federal Supreme Court dismissed the complaint in summary procedure because the appellant failed to substantiate it properly. She did not engage with the cantonal court’s reasoning on the non-entry decision concerning the seizure notice and did not explain any violation of federal law. Constitutional arguments were likewise not considered because they were not sufficiently pleaded. The complaint was therefore declared inadmissible, and court costs of CHF 500 were charged to the appellant.

Omnilex headnote

Art. 42 Abs. 2 BGG; Art. 106 Abs. 2 BGG; inadmissibility of a federal complaint for insufficient reasoning. A complaint must, in concise form and by reference to the challenged grounds, explain which legal rules were violated and why; mere general objections are insufficient. Constitutional grievances are examined only if expressly invoked and duly substantiated. If the appellant does not engage with the decisive reasoning of the cantonal judgment, the Federal Supreme Court may decline to enter in simplified procedure under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG, with costs borne by the unsuccessful party under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Full text

{T 0/2}
5A_653/2009

Urteil vom 19. Oktober 2009
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Zbinden.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Z.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Franz Ruppen,
Beschwerdegegner,
Betreibungs- und Konkursamt Brig,
Nordstrasse 6, Postfach, 3900 Brig,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Pfändungsankündigung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Kantonsgerichts Wallis, Oberer Beschwerdebehörde in Schuldbetreibung und Konkurs, vom 17. September 2009.

Erwägungen:

1.
1.1 Angefochten ist ein Urteil vom 17. September 2009 des Kantonsgerichts des Kantons Wallis, oberer Beschwerdebehörde in Schuldbetreibung und Konkurs, mit dem die Beschwerdebehörde auf eine gegen die Pfändungsankündigung eingereichte Beschwerde nicht eingetreten ist. Die Beschwerdebehörde hat erwogen, aus der Eingabe der Beschwerdeführerin vom 14./15. September 2009 sei insgesamt nicht ersichtlich, inwiefern und warum die Beschwerdeführerin mit der Pfändungsankündigung bzw. mit dem vorinstanzlichen Entscheid nicht einverstanden sei, zumal sich die Beschwerdeführerin mit dem erstinstanzlichen Entscheid nicht auseinandersetze.

1.2 Die Beschwerde ist zu begründen (Art. 42 Abs. 2 BGG). Mit ihr ist in gedrängter Form durch Auseinandersetzung mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids darzulegen, welche Vorschriften und warum sie vom Obergericht verletzt worden sein sollen. Allgemein gehaltene Einwände, die ohne aufgezeigten oder erkennbaren Zusammenhang mit bestimmten Entscheidungsgründen vorgebracht werden, genügen nicht (BGE 116 II 745 E. 3 S. 749; 5A_92/2008 vom 25. Juni 2008 E. 2.3). Verfassungsverletzungen werden nur geprüft, wenn sie gerügt und gehörig begründet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 133 IV 286 E. 1.4 S. 287; BGE 134 I 83 E. 3.2. S. 88 mit Hinweisen).

1.3 Die Beschwerdeführerin setzt sich mit der Erwägung des angefochtenen Urteils der Beschwerdebehörde nicht auseinander und erörtert nicht, inwiefern der vorinstanzliche Entscheid Bundesrecht verletzt. Auf die offensichtlich unzulässige Beschwerde ist somit im vereinfachten Verfahren (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG) durch die Präsidentin der Abteilung unter Kostenfolge für die Beschwerdeführerin (Art. 66 Abs.1 BGG) nicht einzutreten.

Demnach erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht Wallis, Oberer Beschwerdebehörde in Schuldbetreibung und Konkurs, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 19. Oktober 2009
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Hohl Zbinden

Keywords

debt enforcementseizure noticeinadmissibilityreasoned complaintconstitutional grievancescourt costs

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the federal complaint was sufficiently reasoned under Art. 42(2) BGG

Extracted holding

No. The complaint did not engage with the cantonal reasoning and failed to explain any violation of federal law.

Extracted reasoning

General or unsupported objections are insufficient; the appellant must address the challenged decision specifically and show why it is unlawful.

Key legal question

Whether alleged constitutional violations could be examined

Extracted holding

No. Constitutional grievances are examined only if expressly raised and properly substantiated.

Extracted reasoning

The appellant did not meet the special substantiation requirement of Art. 106(2) BGG.

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