Non-entry on inadmissible debt-enforcement complaint

5A_524/2008Federal Supreme Court / Civil Division IIAug 12, 2008Dismissed

Summary

The appellant sought federal review of a cantonal supervisory decision in debt-enforcement matters and requested legal aid. The Federal Supreme Court held that only the decision of 15 July 2008 could be challenged, that the complaint failed to meet the duty of substantiation because it did not address the reasoning of the lower decision, and that the filing was therefore obviously inadmissible. The court refused legal aid and ordered the appellant to pay court costs of CHF 1,000.

Regest

Art. 75 Abs. 1, Art. 42 Abs. 2, Art. 64 Abs. 1 and Art. 108 Abs. 1 lit. a and b BGG; admissibility and substantiation of a federal complaint, and denial of legal aid in manifestly hopeless proceedings. A complaint is inadmissible insofar as it does not attack the only appealable decision. It must engage with the grounds of the challenged judgment and show, in a reasoned manner, how federal law was violated; merely citing provisions, invoking the self-executing character of the ECHR, or referring to ECtHR case law is insufficient. Where the complaint is manifestly inadmissible, the president may decline entry in simplified procedure, and legal aid must be refused if the proceeding lacked any prospect of success from the outset (consid. 2-5).

Full text

{T 0/2}
5A_524/2008/don

Urteil vom 12. August 2008
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Raselli, Präsident,
Gerichtsschreiber Zbinden.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Y.________,
Beschwerdegegner,
vertreten durch Rechtsanwalt Bernhard Rüdy,
Betreibungsamt A.________.

Gegenstand
Rückweisung eines Betreibungsbegehrens,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, als oberer kantonaler Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen, vom 15. Juli 2008.

Erwägungen:

1.
Der Beschwerdeführer erhebt beim Bundesgericht Beschwerde in Zivilsachen gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, obere kantonale Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen, vom 15. Juli 2008 und verlangt namentlich die Aufhebung dieses Beschlusses und anderer Beschlüsse und Verfügungen. Zudem ersucht er um unentgeltliche Rechtspflege.

2.
Auf die Beschwerde ist von vornherein nicht einzutreten, soweit sie sich nicht gegen den Beschluss des Obergerichts vom 15. Juli 2008 richtet, stellt doch nur dieser Anfechtungsobjekt der Beschwerde dar (Art. 75 Abs. 1 BGG).

3.
Der Beschwerdeführer setzt sich in seiner Eingabe nicht den Anforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG entsprechend mit den Erwägungen des angefochtenen Beschlusses auseinander und zeigt nicht auf, inwiefern der Beschluss Bundesrecht verletzt. Er begnügt sich vielmehr im Wesentlichen damit, eine Reihe von Gesetzes- und Konventionsbestimmungen zu zitieren, auf den self-executing-Charakter der EMRK und auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte hinzuweisen.

4.
Auf die offensichtlich unzulässige Beschwerde ist somit im vereinfachten Verfahren (Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG) durch den Präsidenten der Abteilung unter Kostenfolge für den Beschwerdeführer (Art. 66 Abs. 1 BGG) nicht einzutreten.

5.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist abzuweisen, da sich die Beschwerde von Anfang an als aussichtslos erwiesen hat (Art. 64 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, als oberer kantonaler Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 12. August 2008
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Raselli Zbinden

Keywords

debt enforcementinadmissibilitysubstantiationlegal aidcourt costs