Non-entry for insufficiently reasoned appeal; legal aid refused

5A_404/2010Federal Supreme Court / Civil Division IIMay 27, 2010Inadmissible

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Omnilex summary

The Federal Supreme Court held that the appellant's complaint against the cantonal refusal of free legal aid in a neighbor-law dispute did not meet the strict reasoning requirements for a federal appeal. Because he failed to engage with the decisive reasoning of the cantonal court and did not substantiate any violation of federal or constitutional law, the appeal was not entered upon. As the appeal had no prospects of success, the request for free legal aid before the Federal Supreme Court was denied, and court costs of CHF 500 were imposed on the appellant.

Omnilex headnote

Art. 42 Abs. 1 and 2 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; admissibility of the appeal depends on a reasoned challenge to the contested grounds and, for constitutional complaints, on clear and detailed substantiation of the alleged rights violations. Where the appellant merely makes generic assertions without engaging with the decisive reasoning of the cantonal judgment, the Federal Supreme Court does not enter upon the appeal. If the appeal is hopeless, free legal aid is refused under Art. 64 Abs. 1 BGG; costs follow the outcome under Art. 66 Abs. 1 BGG. In summary proceedings under Art. 108 BGG, the divisional president may decide alone.

Full text

{T 0/2}
5A_404/2010

Urteil vom 27. Mai 2010
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Amtsgerichtspräsidentin von A.________,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Unentgeltliche Rechtspflege (Nachbarrecht).

Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG gegen das Urteil vom 4. Mai 2010 des Obergerichts des Kantons Solothurn (Zivilkammer).

Nach Einsicht
in die Beschwerde gemäss Art. 72 ff. BGG gegen das Urteil vom 4. Mai 2010 des Obergerichts des Kantons Solothurn, das einen Rekurs des Beschwerdeführers gegen die erstinstanzliche Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege (wegen Aussichtslosigkeit) im vom Beschwerdeführer eingeleiteten Prozess aus Nachbarrecht abgewiesen hat,

in Erwägung,
dass das Obergericht erwog, zu Recht habe die erstinstanzliche Richterin die Klage des Beschwerdeführers als aussichtslos qualifiziert, weil auf Grund der bisherigen Feststellungen der Vorinstanz nicht von übermässigen Immissionen durch Laubfall von den Bäumen des Beklagten beim Beschwerdeführer auszugehen sei, zumal zwischen den Liegenschaften der Parteien eine Strasse liege, die wöchentlich einmal durch die Gemeinde gereinigt werde, die Einwirkungen als ortsüblich zu gelten hätten und sich auf die Zeit von Ende September bis Mitte November beschränkten und Laubfall einen natürlichen Vorgang darstelle, der im Herbst hingenommen werden müsse (BGE 131 III 505),
dass die Beschwerde nach Art. 72ff. BGG nebst einem Antrag eine Begründung zu enthalten hat, in welcher in gedrängter Form dargelegt wird, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95f. BGG) verletzt (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG),
dass m.a.W. in der Beschwerdeschrift auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids einzugehen und im Einzelnen zu zeigen ist, welche Vorschriften und warum sie von der Vorinstanz verletzt worden sind (BGE 133 IV 286 E. 1.4 S. 287),
dass auch Verfassungsrügen in der Beschwerdeschrift vorzubringen und zu begründen sind (Art. 106 Abs. 2 BGG), dass m.a.W. in der Beschwerdeschrift klar und detailliert anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids darzulegen ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch den kantonalen Entscheid verletzt sind (BGE 134 I 83 E. 3.2 S. 88 mit Hinweisen; 133 IV 286 E. 1.4 S. 287f.),

dass im vorliegenden Fall der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an das Bundesgericht nicht nach den erwähnten Anforderungen auf die entscheidenden Erwägungen des Obergerichts eingeht,
dass er erst recht nicht nach den gesetzlichen Anforderungen anhand dieser Erwägungen aufzeigt, inwiefern das Urteil des Obergerichts des Kantons Solothurn vom 4. Mai 2010 rechts- oder verfassungswidrig sein soll,
dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende - Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist,
dass das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege in Anbetracht der Aussichtslosigkeit der Beschwerde abzuweisen ist (Art. 64 Abs. 1 BGG),
dass der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und die Abteilungspräsidentin zuständig ist,
erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Solothurn schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 27. Mai 2010
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Hohl Füllemann

Keywords

free legal aidinadmissibilityreasoned appealconstitutional complaintcourt costsneighbor lawsummary procedure

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the federal appeal was sufficiently reasoned to be admissible.

Extracted holding

No. The appellant did not address the decisive reasons of the cantonal judgment or show any violation of federal or constitutional law.

Extracted reasoning

An appeal under Art. 72 ff. BGG must identify the challenged reasoning and explain specifically which legal rules were violated; constitutional complaints require detailed argument under Art. 106(2) BGG. These requirements were not met.

Key legal question

Whether the appellant was entitled to free legal aid before the Federal Supreme Court.

Extracted holding

No. The request was denied because the appeal was hopeless.

Extracted reasoning

Since the appeal was manifestly insufficiently reasoned and therefore had no prospects of success, Art. 64(1) BGG was not satisfied.

Key legal question

Who bears the court costs.

Extracted holding

The appellant must bear the costs as the losing party.

Extracted reasoning

Under Art. 66(1) BGG, the unsuccessful party is liable for costs.

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