Non-entry on appeal against involuntary commitment

5A_309/2011Federal Supreme Court / Civil Division IIMay 5, 2011Inadmissible

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Omnilex summary

The Federal Supreme Court dealt with an appeal against a Basel-Stadt decision upholding involuntary psychiatric commitment and continued placement. The appellant’s submissions did not address the reasoning of the cantonal decision and did not explain any breach of federal law. The Court therefore held the appeal to be obviously inadmissible and declined to enter into it in simplified procedure. In light of the circumstances, it waived court costs.

Omnilex headnote

Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; inadmissibility of an appeal that does not engage with the contested reasoning or substantiate a violation of federal or constitutional rights. The appellant must, in a manner corresponding to the reasoning of the lower decision, explain which legal norms were infringed; bare assertions or unreasoned submissions are insufficient. Constitutional grievances are examined only if expressly raised and properly reasoned. Where these requirements are manifestly unmet, the presiding judge may decline to enter into the matter in simplified procedure (consid. 2).

Full text

{T 0/2}
5A_309/2011

Urteil vom 5. Mai 2011
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Zbinden.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Gesundheitsdienste Basel-Stadt.

Gegenstand
fürsorgerische Freiheitsentziehung,

Beschwerde gegen den Entscheid der Psychiatrie-Rekurskommission Basel-Stadt vom 15. April 2011.

Erwägungen:

1.
Angefochten ist ein Entscheid der Psychiatrie-Rekurskommission Basel-Stadt vom 15. April 2011, mit dem die Kommission einen Rekurs des Beschwerdeführers gegen die am 4. April 2011 verfügte fürsorgerische Freiheitsentziehung und die damit verbundene Zurückbehaltung des Beschwerdeführers in der Psychiatrischen Klinik der UPK abgewiesen hat. Die Rekurskommission hat im Wesentlichen erwogen, der Beschwerdeführer leide seit Jahren an einer bipolaren affektiven Störung und weise heute ein fortgesetzt manisches Zustandsbild mit gesteigertem Antrieb und einer gewissen Distanzlosigkeit auf. Die Geschehnisse im Vorfeld der aktuellen Klinikeinweisung zeigten auf, dass der Beschwerdeführer im Rahmen der gegenwärtigen manischen Episode mit der Alltagsführung überfordert gewesen sei. Der Beschwerdeführer befinde sich fortgesetzt in einem manischen Zustand, der es ihm verunmögliche, angemessen für sich zu sorgen. Im Fall eines Austrittes aus der klink drohten dem Beschwerdeführer eine Reizüberflutung und eine Überforderung im Alltag, sodass erneut mit einem allfällig selbst- und fremdgefährdenden Verhalten zu rechnen sei. Während des fortgesetzten Klinikaufenthalts könne unter konsequenter medikamentöser Behandlung eine nachhaltige Verbesserung des Zustandes erreicht werden. Die Erfahrungen der letzten Hospitalisation hätten gezeigt, dass der Beschwerdeführer im Anschluss an eine länger dauernde Hospitalisation im Jahr 2008 fast drei Jahre ausserhalb der Klinik habe leben können.
Der Beschwerdeführer hat seine ursprüngliche Eingabe vom 27. April 2011 mit einem am 2. Mai 2011 der Post übergebenen Schriftstück ergänzt.

2.
2.1 In der Beschwerde ist in Auseinandersetzung mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids darzulegen, welche Rechte der beschwerdeführenden Partei durch das kantonale Gericht verletzt worden sind (Art. 42 Abs. 2 BGG; BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 245), wobei eine allfällige Verletzung verfassungsmässiger Rechte vom Bundesgericht nicht von Amtes wegen geprüft wird, sondern nur dann, wenn solche Rügen in der Beschwerdeschrift ausdrücklich erhoben und begründet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 135 III 232 E. 1.2 S. 234).

2.2 Der Beschwerdeführer geht weder in seiner Eingabe vom 27. April 2011 noch in jener vom 2. Mai 2011 auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids ein und legt nicht dar, inwiefern die Vorinstanz Bundesrecht verletzt hat. Auf die offensichtlich unzulässige Beschwerde ist somit im vereinfachten Verfahren (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG) durch die Präsidentin nicht einzutreten. Aufgrund der konkreten Verhältnisse werden keine Kosten erhoben (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Kosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, den Gesundheitsdiensten Basel-Stadt und der Psychiatrie-Rekurskommission Basel-Stadt schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 5. Mai 2011
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Hohl Zbinden

Keywords

involuntary commitmentinadmissible appealreasoned appealsimplified procedurecourt costspsychiatric detention

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the appeal sufficiently challenged the cantonal decision under Art. 42(2) and Art. 106(2) BGG.

Extracted holding

The appellant did not engage with the reasoning of the lower decision or show any violation of federal law; the appeal was obviously inadmissible.

Extracted reasoning

A federal appeal must state, in light of the contested reasoning, which rights were violated; constitutional rights are reviewed only if expressly raised and substantiated. The submissions contained no such reasoning.

Key legal question

Whether court costs should be charged despite non-entry.

Extracted holding

No costs were imposed because of the concrete circumstances.

Extracted reasoning

Under Art. 66(1) BGG, the court waived costs in view of the specific situation.

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