Revision of federal judgment denied for lack of grounds

4F_9/2007Federal Supreme Court / Civil Division IFeb 4, 2008Dismissed

Summary

The Federal Supreme Court considered a request to revise its own judgment of 24 September 2007. The applicant invoked Arts. 121, 122 and 123 BGG, but failed to substantiate any procedural violation, could not rely on Art. 122 BGG because no ECtHR judgment existed, and did not show criminal influence or newly discovered decisive facts or evidence under Art. 123 BGG. The revision request was therefore dismissed insofar as it was admissible. In light of the circumstances, the court waived court costs.

Regest

Art. 121–123 BGG; revision of a Federal Supreme Court judgment; the requesting party must concretely substantiate the statutory revision ground invoked. Art. 122 BGG is applicable only where a judgment of the European Court of Human Rights exists in the case. Under Art. 123 BGG, revision requires either criminal influence on the decision or newly discovered decisive facts or evidence that could not have been produced earlier with due diligence. Mere assertions or a repetition of statutory language are insufficient. Costs may be waived under Art. 66 Abs. 1 BGG in appropriate circumstances.

Full text

{T 0/2}
4F_9/2007 /len

Urteil vom 4. Februar 2008
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Corboz, Präsident,
Bundesrichterinnen Klett, Kiss,
Gerichtsschreiber Huguenin.

Parteien
A.________,
Gesuchsteller,

gegen

X.________ AG,
Gesuchsgegnerin,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Hans-Ulrich Stooss.

Gegenstand
Revision des bundesgerichtlichen Urteils
vom 24. September 2007 (4A_208/2007),

In Erwägung,
dass das Bundesgericht mit Urteil vom 24. September 2007 die vom Gesuchsteller gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Luzern vom 27. April 2007 eingereichte Beschwerde in Zivilsachen abwies, soweit darauf eingetreten werden konnte;
dass der Gesuchsteller dem Bundesgericht eine vom 24. Dezember 2007 datierte Eingabe einreichte, in der er erklärte, gegen das Urteil des Bundesgerichts vom 24. September 2007 Revision einzulegen;
dass der Gesuchsteller dem Bundesgericht am 24. Januar 2008 eine weitere Eingabe einreichte, in welcher er die Begründung seines Revisionsgesuchs ergänzte;
dass der Gesuchsteller in seiner Eingabe vom 24. September 2007 die Revisionsgründe von Art. 121, 122 und 123 BGG anruft;
dass der Revisionsgrund von Art. 122 BGG von vornherein ausser Betracht fällt, weil in dieser Sache kein Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte ergangen ist;
dass der Gesuchsteller sodann nicht darlegt, inwiefern ein Revisionsgrund im Sinne von Art. 121 BGG (Verletzung von Verfahrensvorschriften) vorliegen soll;
dass schliesslich entgegen den vom Gesuchsteller vorgebrachten Behauptungen nicht ersichtlich ist, dass im Sinne von Art. 123 BGG durch eine Straftat zum Nachteil des Gesuchstellers auf den Entscheid eingewirkt wurde oder der Gesuchsteller nachträglich erhebliche Tatsachen erfahren oder entscheidende Beweismittel aufgefunden hat, die er im früheren Verfahren nicht beibringen konnte;
dass aus diesen Gründen das Revisionsgesuch abzuweisen ist, soweit darauf eingetreten werden kann;
dass unter den gegebenen Umständen auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten ist (Art. 66 Abs. 1 BGG);

erkennt das Bundesgericht:

1.
Das Revisionsgesuch wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Luzern, I. Kammer als Appellationsinstanz, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 4. Februar 2008
Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Corboz Huguenin

Keywords

revisionrevision groundsnewly discovered evidenceprocedural violationcost waiver