Revision of inadmissibility judgment rejected

4F_5/2011Federal Supreme Court / Civil Division IApr 5, 2011Dismissed

Extracted by Omnilex

Omnilex summary

The applicants sought revision of a Federal Supreme Court judgment of 17 February 2011 that had refused to enter into their earlier complaint. They alleged bias, overlooked facts, and unanswered requests under Art. 121 BGG, and also challenged the refusal of recusal. The Court held that the accusations against the judges were entirely unfounded, that non-entry on the complaint had disposed of all requests, and that the alleged facts were irrelevant. It therefore did not enter into the recusal request, denied legal aid for lack of prospects, rejected the revision request, and imposed court costs of CHF 1,000 on the applicants jointly and severally.

Omnilex headnote

Art. 121 lit. a, c, d BGG; revision of a Federal Supreme Court judgment refusing to enter into a complaint. Revision presupposes a genuine defect in the composition of the court or recusal, an omitted request, or an overlooked decisive fact. Purely invented accusations, irrelevant facts, or complaints that have already been disposed of by a non-entry judgment do not satisfy Art. 121 BGG. A recusal request may be dealt with within the summary procedure under Art. 108 BGG. Legal aid under Art. 64 BGG is excluded where the revision application is manifestly hopeless; costs follow Art. 66 Abs. 1 BGG.

Full text

{T 0/2}
4F_5/2011

Urteil vom 5. April 2011
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Klett, Präsidentin,
Bundesrichterin Rottenberg Liatowitsch
Bundesrichterin Kiss,
Gerichtsschreiber Huguenin.

Verfahrensbeteiligte
A. und B.X.________,
Gesuchsteller,

gegen

Y.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Beat Rohrer,
Gesuchsgegnerin.

Gegenstand
Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts 4A_682/2010 vom 17. Februar 2011.
In Erwägung,
dass das Bundesgericht mit Urteil vom 17. Februar 2011 auf die von den Gesuchstellern gegen den Zirkular-Erledigungsbeschluss des Obergerichts des Kantons Zürich vom 12. November 2010 und die Verfügungen der Einzelrichterin im summarischen Verfahren des Bezirksgerichts Zürich vom 30. Juni und 16. September 2010 erhobene Beschwerde nicht eintrat, weil die Beschwerde offensichtlich keine hinreichende Begründung enthielt bzw. sie querulatorisch oder rechtsmissbräuchlich war (Art. 108 Abs. 1 lit. b und c BGG);

dass das Bundesgericht in der gleichen Sache bereits vorher zweimal entschieden hatte (Urteile vom 15. März 2010 und vom 29. Juni 2010);

dass die Gesuchsteller mit Rechtsschrift vom 9. März 2011 ein Revisionsgesuch gegen das Urteil des Bundesgerichts vom 17. Februar 2011 einreichten;

dass ihr Antrag, der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen und vorsorgliche Massnahmen anzuordnen, mit Präsidialverfügung vom 17. März 2011 abgewiesen wurde;

dass die Gesuchsteller am 28. März 2011 eine weitere, ebenfalls als Revisionsgesuch bezeichnete Rechtsschrift einreichten, in der sie nicht nur das Urteil vom 17. Februar 2011, sondern auch die Präsidialverfügung vom 17. März 2011 kritisierten;

dass die Gesuchsteller das Vorliegen der Revisionsgründe von Art. 121 lit. a (Verletzung von Vorschriften über die Besetzung des Gerichts oder über den Ausstand) und lit. c (unbeurteilte Anträge) sowie lit. d (versehentlich nicht berücksichtigte, in den Akten liegende erhebliche Tatsachen) behaupteten;

dass die Gesuchsteller im Zusammenhang mit den behaupteten Ausstandsgründen vorbrachten, die Mitglieder der I. zivilrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts hätten im Rahmen der Beurteilung der früheren Beschwerden Straftaten begangen bzw. einzelne Mitglieder hätten die anderen bei der Begehung der Straftaten beobachtet und es hätten Absprachen mit Mitgliedern der kantonalen Gerichte bestanden, insbesondere mit Mietgerichtspräsident Hediger;

dass diese Behauptungen völlig aus der Luft gegriffen sind und keinen Bezug zur Wirklichkeit aufweisen, weshalb ein Revisionsgrund im Sinne von Art. 121 lit. a BGG nicht gegeben und auf die in diesem Zusammenhang gestellten Verfahrensanträge nicht einzutreten ist;

dass ebenfalls kein Revisionsgrund im Umstand liegt, dass die Abteilungspräsidentin mit dem Urteil vom 17. Februar 2011 auf das gegen sie erhobene Ausstandsbegehren ohne Zuzug von zwei anderen Gerichtsmitgliedern nicht eingetreten ist, da ein solches Vorgehen im Rahmen des Verfahrens gemäss Art. 108 BGG zulässig ist;

dass sodann mit dem Nichteintreten auf die Beschwerde alle Anträge beurteilt wurden, welche die Sache betrafen, weshalb auch der Revisionsgrund von Art. 121 lit. c BGG nicht gegeben ist (vgl. Urteil 1F_16/2008 vom 11. August 2008 E. 3);

dass schliesslich die von den Gesuchstellern erwähnten, angeblich in den Akten liegenden Tatsachen für den Nichteintretensentscheid offensichtlich unerheblich waren, womit auch der Revisionsgrund von Art. 121 lit. d BGG ausser Betracht fällt;

dass auf das Ausstandsbegehren gegen alle Mitglieder der urteilenden Abteilung aus den Gründen, welche das Bundesgericht den Gesuchstellern bereits dreimal erörtert hat (Urteile vom 29. Juni 2010 und vom 17. Februar 2011 sowie Präsidialverfügung vom 17. März 2011), nicht einzutreten ist;

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wegen Aussichtslosigkeit des Revisionsgesuchs abzuweisen ist (Art. 64 BGG);

dass die Gerichtskosten den Gesuchstellern aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG);
erkennt das Bundesgericht:

1.
Auf das Ausstandsbegehren wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Das Revisionsgesuch wird abgewiesen.

4.
Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden den Gesuchstellern unter solidarischer Haftung auferlegt.

5.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Zivilkammer, und dem Bezirksgericht Zürich, Audienzrichteramt, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 5. April 2011

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Klett Huguenin

Keywords

revisionrecusalnon-entrylegal aidcourt costsinadmissibilityoverlooked facts

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the judges of the deciding division were disqualified under Art. 121 lit. a BGG

Extracted holding

The alleged facts were entirely unfounded; no revision ground based on improper composition or bias was shown.

Extracted reasoning

The applicants' accusations of criminal conduct and collusion were purely invented and had no connection to reality.

Key legal question

Whether the prior judgment failed to decide all requests under Art. 121 lit. c BGG

Extracted holding

No revision ground existed because dismissal of the complaint disposed of all requests concerning the matter.

Extracted reasoning

By refusing to enter into the complaint, the court necessarily decided all claims relating to the case.

Key legal question

Whether legally relevant facts had been overlooked under Art. 121 lit. d BGG

Extracted holding

No overlooked relevant facts were shown.

Extracted reasoning

The facts invoked by the applicants were manifestly irrelevant to the non-entry judgment.

Key legal question

Whether the revision request was admissible as a challenge to the recusal refusal

Extracted holding

No separate challenge could be entertained against the recusal-related complaint.

Extracted reasoning

The court had already explained this point in earlier decisions and the request did not establish a revisable defect.

Key legal question

Whether legal aid should be granted

Extracted holding

Legal aid was refused because the revision request had no prospects of success.

Extracted reasoning

An unsuccessful and hopeless revision request does not justify free legal aid under Art. 64 BGG.

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