Revision of Federal Supreme Court non-entry judgment denied

4F_1/2008Federal Supreme Court / Civil Division IJan 14, 2008Dismissed

Summary

The applicant sought revision of a Federal Supreme Court judgment of 26 November 2007 that had refused to enter into his appeal for lack of adequate reasoning. He invoked Art. 121 lit. c and d BGG, arguing that the Court had left requests undecided and had overlooked an important fact. The Court held that his submissions did not constitute requests within the meaning of Art. 121 lit. c BGG and that no relevant fact had been overlooked under Art. 121 lit. d BGG. The revision request was therefore denied, and no court costs were charged.

Regest

Art. 121 lit. c, d BGG; revision of a Federal Supreme Court judgment: an application for revision fails where the party merely attacks the Court's non-entry decision by reasserting that its complaints were sufficiently reasoned, since isolated submissions are not 'requests' within the meaning of Art. 121 lit. c BGG. Revision under Art. 121 lit. d BGG requires that the Court actually overlooked a legally relevant fact contained in the file through inadvertence; facts that are irrelevant to the decision, or arguments concerning the assessment of admissibility, do not satisfy this ground. If no revision ground is established, the application is dismissed; costs may exceptionally be waived under Art. 66 Abs. 1 second sentence BGG (consid. 2).

Full text

{T 0/2}
4F_1/2008 /len

Urteil vom 14. Januar 2008
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Corboz, Präsident,
Bundesrichterin Rottenberg Liatowitsch,
Bundesrichter Kolly,
Gerichtsschreiber Huguenin.

Parteien
A.________,
Gesuchsteller,

gegen

X.________,
Y.________ SA,
Gesuchsgegnerinnen,
vertreten durch avvocato dott. Carlo Postizzi.

Gegenstand
Revision des bundesgerichtlichen Urteils
vom 26. November 2007 (4A_459/2007),

Revisionsgesuch gegen das Urteil der Seconda Camera civile del Tribunale d'appello del Cantone Ticino
vom 26. November 2007.

in Erwägung,
dass das Bundesgericht mit Urteil vom 26. November 2007 auf eine vom Gesuchsteller gegen das Urteil des Appellationsgerichts des Kantons Tessin vom 27. September 2007 erhobene Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht eintrat, weil die Beschwerdeschrift keine den gesetzlichen Anforderungen genügende Begründung enthielt;
dass der Gesuchsteller dem Bundesgericht eine vom 27. Dezember 2007 datierte Eingabe einreichte, in der er erklärte, gegen das Urteil des Bundesgerichts vom 26. November 2007 Revision nach Art. 121 BGG einzulegen;
dass der Gesuchsteller in seiner Eingabe vom 27. Dezember 2007 behauptet, es seien die Revisionsgründe von Art. 121 lit. c und d BGG gegeben;
dass gemäss Art. 121 BGG (Verletzung von Verfahrensvorschriften) die Revision eines Entscheides des Bundesgerichts verlangt werden kann, wenn einzelne Anträge unbeurteilt geblieben sind (lit. c) oder das Gericht in den Akten liegende erhebliche Tatsachen aus Versehen nicht berücksichtigt hat (lit. d);
dass weder der eine noch der andere angerufene Revisionsgrund gegeben ist, wie im Folgenden aufgezeigt wird;
dass nach der Praxis des Bundesgerichts einzelne Vorbringen der Parteien keine Anträge im Sinne von Art. 121 lit. c BGG bilden und nicht mittels Revision geltend gemacht werden kann, dass das Bundesgericht auf die Beschwerde hätte eintreten müssen, weil die vorgebrachten Rügen den Begründungsanforderungen genügt hätten (Urteil 7B.68/2001 E. 2 vom 30.3.2001 und Urteil 4F_1/2007 E. 5 vom 13.3.2007);
dass sich die Ausführungen des Gesuchstellers in solchen zum Nachweis des Revisionsgrundes von Art. 121 lit. c BGG untauglichen Vorwürfen erschöpft;
dass auch der Revisionsgrund von Art. 121 lit. d BGG nicht vorliegt, denn das Bundesgericht hat bei seinem Entscheid keine in den Akten liegenden erheblichen Tatsachen aus Versehen nicht berücksichtigt, wobei festzuhalten ist, dass der vom Gesuchsteller behauptete Umstand (kantonaler Prozess in Millionenhöhe) im gegebenen Zusammenhang von vornherein nicht unter Art. 121 lit. d BGG fallen kann;
dass aus diesen Gründen das Revisionsgesuch abzuweisen ist;
dass unter den gegebenen Umständen auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten ist (Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG);

erkennt das Bundesgericht:
1.
Das Revisionsgesuch wird abgewiesen.
2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien und der Seconda Camera civile del Tribunale d'appello del Cantone Ticino schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 14. Januar 2008
Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Corboz Huguenin

Keywords

revisionnon-entryinsufficient reasoningomitted requestoverlooked factcourt costs