Lack of standing in complaint against delay

4D_19/2013Federal Supreme Court / Civil Division IMay 7, 2013Dismissed

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Omnilex summary

The Federal Supreme Court held that the appellant lacked a legally protected interest to challenge the cantonal dismissal of his delay complaint, because the reasoned first-instance decision had already been served and no costs had been imposed below. The complaint was therefore manifestly inadmissible and not entered into. As the filing had no prospects of success, the request for free legal aid was rejected. The appellant was ordered to pay court costs of CHF 300.

Omnilex headnote

Art. 115 BGG; admissibility of subsidiary constitutional complaint requires a legally protected interest in setting aside or amending the challenged decision. Such interest is lacking where the reasoned lower-court decision has already been served and the complainant suffered no adverse costs consequences below; absent exceptional circumstances, the complaint is not treated. Art. 64 BGG: legal aid is denied where the proceeding lacks prospects of success. Art. 66 BGG: costs are allocated according to the outcome.

Full text

{T 0/2}
4D_19/2013

Urteil vom 7. Mai 2013
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Klett, Präsidentin,
Gerichtsschreiberin Schreier.

Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Bezirksgericht Uster,
Gerichtsstrasse 17, 8610 Uster,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Rechtsverzögerung,

Verfassungsbeschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich, I. Zivilkammer,
vom 24. April 2013.

In Erwägung,
dass das Einzelgericht im vereinfachten Verfahren des Bezirksgerichts Uster mit unbegründetem Urteil und unbegründeter Verfügung vom 31. Januar 2013 die Klage des Beschwerdeführers über eine Forderung von Fr. 7'558.25 und sein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege abwies;
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 11. Februar 2013 die Begründung des Urteils und der Verfügung verlangte;
dass der Beschwerdeführer am 8. April 2013 beim Obergericht des Kantons Zürich Rechtsverzögerungsbeschwerde gegen das Einzelgericht im vereinfachten Verfahren des Bezirksgerichts Uster erhob und um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ersuchte;
dass das begründete Urteil und die begründete Verfügung vom 31. Januar 2013 dem Beschwerdeführer am 10. April 2013 zugestellt wurden;
dass das Obergericht des Kantons Zürich die Rechtsverzögerungsbeschwerde mit Urteil vom 24. April 2013 abwies und auf die Erhebung von Kosten verzichtete;
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 28. April 2013 an das Bundesgericht gelangte und sinngemäss erklärte, das Urteil des Obergerichts anfechten sowie ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege stellen zu wollen;
dass das Bundesgericht von Amtes wegen prüft, ob ein Rechtsmittel zulässig ist (BGE 138 III 471 E. 1; 137 III 417 E. 1; 136 II 101 E. 1);
dass zur subsidiären Verfassungsbeschwerde nur berechtigt ist, wer ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids hat (Art. 115 BGG);
dass die Begründungen des Urteils und der Verfügung vom 31. Januar 2013 vorliegen und dem Beschwerdeführer im vorinstanzlichen Verfahren keine Kosten auferlegt wurden;
dass mithin kein schutzwürdiges Aufhebungsinteresse ersichtlich ist und auch die Voraussetzungen nicht gegeben sind, unter welchen die Beschwerde trotzdem zu behandeln wäre (vgl. BGE 137 I 296 E. 4 mit Hinweisen);
dass aus diesen Gründen auf die offensichtlich unzulässige Beschwerde im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG nicht einzutreten ist;
dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege, über das unter den gegebenen Umständen nicht vorgängig separat entschieden werden musste (vgl. Urteil 4A_20/2011 vom 11. April 2011 E. 7.2.2), wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde abzuweisen ist (Art. 64 Abs. 1 BGG);
dass die Gerichtskosten dem Verfahrensausgang entsprechend dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG);

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für das bundesgerichtliche Verfahren wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, I. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 7. Mai 2013

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Klett

Die Gerichtsschreiberin: Schreier

Keywords

admissibilitylegal interestconstitutional complaintlegal aidcourt costsdelay complaint

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the federal complaint against the cantonal dismissal of the delay complaint was admissible despite lack of a legally protected interest.

Extracted holding

The complaint was inadmissible because the appellant had no protectable interest in setting aside or changing the challenged decision.

Extracted reasoning

The reasoned first-instance judgment and order were already available, and no costs had been imposed on the appellant below. No exceptional grounds made the complaint reviewable nonetheless.

Key legal question

Whether the request for free legal aid in the federal proceedings should be granted.

Extracted holding

Free legal aid was denied because the complaint had no prospects of success.

Extracted reasoning

Under Art. 64 BGG, legal aid requires a non-frivolous application; since the complaint was obviously inadmissible, the request had to be rejected.

Key legal question

Who bears the federal court costs.

Extracted holding

The appellant had to bear the court costs in accordance with the outcome.

Extracted reasoning

Costs follow the result under Art. 66 BGG.

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