Non-entry due to insufficient reasoning in eviction appeal

4D_126/2008Federal Supreme Court / Civil Division INov 20, 2008Inadmissible

Summary

The tenants appealed a cantonal eviction judgment ordering them to vacate a four-room apartment. The Federal Supreme Court held that their submission did not satisfy the mandatory reasoning requirements because it failed to identify, with reference to the challenged decision, which rights had been violated. Since constitutional rights are examined only when properly raised and substantiated, the Court did not entertain the appeal. It also waived court costs.

Regest

Art. 42 Abs. 2, Art. 106 Abs. 2 and Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; requirements of reasoning in appeals and constitutional complaints. A submission to the Federal Supreme Court must, by reference to the reasoning of the challenged decision, set out in a substantiated manner which rights were violated. Alleged breaches of constitutional rights are examined only if expressly invoked and duly reasoned; otherwise, the appeal is not entertained. Where these requirements are manifestly unmet, non-entry under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG is admissible. Cost allocation may be waived in the circumstances pursuant to Art. 66 Abs. 1 BGG.

Full text

{T 0/2}
4D_126/2008 /len

Urteil vom 20. November 2008
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Corboz, Präsident,
Gerichtsschreiber Huguenin.

Parteien
A.C.________,
B.C.________,
Beschwerdeführer,

gegen

X.________ AG,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Mieterausweisung,

Verfassungsbeschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Aargau, Zivilgericht, 4. Kammer, vom 11. September 2008.

In Erwägung,
dass der Präsident des Bezirksgerichts Brugg mit Urteil vom 28. Mai 2008 feststellte, dass das Mietverhältnis der Parteien betreffend die 4-Zimmerwohnung, im Erdgeschoss rechts, der Liegenschaft D.________, auf den 29. Februar 2008 hin rechtmässig aufgelöst worden sei, und die Beschwerdeführer anwies, die erwähnte Wohnung innert zehn Tagen seit Rechtskraft seines Urteils zu räumen;
dass die Beschwerdeführer gegen dieses Urteil Beschwerde erhoben, die vom Obergericht des Kantons Aargau mit Entscheid vom 11. September 2008 abgewiesen wurde;
dass die Beschwerdeführer dem Bundesgericht eine vom 26. Oktober 2008 datierte Eingabe einreichten, in der sie erklärten, den Entscheid des Obergerichts vom 11. September 2008 mit Beschwerde anzufechten;
dass in den Rechtsmitteln an das Bundesgericht unter Bezugnahme auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids dargelegt werden muss, welche Rechte der beschwerdeführenden Partei durch die kantonale Instanz verletzt worden sind (Art. 42 Abs. 2 BGG), wobei eine allfällige Verletzung der bundesrechtlichen Grundrechte oder kantonaler verfassungsmässiger Rechte vom Bundesgericht nicht von Amtes wegen geprüft wird, sondern nur dann, wenn entsprechende Rügen in der Beschwerdeschrift ausdrücklich erhoben und begründet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG);
dass die Eingabe der Beschwerdeführer vom 26. Oktober 2008 diesen Begründungsanforderungen offensichtlich nicht genügt, weshalb auf die Beschwerde mangels hinreichender Begründung nicht einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG);
dass unter den gegebenen Umständen auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten ist (Art. 66 Abs. 1 BGG);

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau, Zivilgericht, 4. Kammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 20. November 2008
Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Corboz Huguenin

Keywords

evictionadmissibilityreasoned appealconstitutional complaintcourt costsnon-entry