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4D_11/2007 ΓÇó Non-entry on subsidiary constitutional complaint for insufficient reasoning
4D_11/2007Federal Supreme Court / Civil Division IMay 14, 2007Dismissed
The Federal Supreme Court held that the appellant's filing could not be heard as a civil appeal because the statutory threshold in dispute was not met and no legal question of fundamental importance was raised. Treated as a subsidiary constitutional complaint, the submission was still inadmissible because it did not identify any violated constitutional rights and did not engage with the reasoning of the cantonal decision. The complaint was therefore not entered into. The appellant was ordered to pay the federal court fee of CHF 500, while the respondent received no compensation for federal proceedings.
Art. 74 Abs. 1 lit. b and Abs. 2 lit. a BGG; Art. 42 Abs. 2, Art. 106 Abs. 2 in conjunction with Art. 117 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; admissibility and substantiation requirements of the civil appeal and the subsidiary constitutional complaint. A filing labelled as a civil appeal is inadmissible where the minimum dispute value is not reached and no question of fundamental importance is shown. If treated as a subsidiary constitutional complaint, the complainant must specifically assert and substantiate the violation of constitutional rights with reference to the challenged reasoning; a mere disagreement with the result is insufficient. Failure to meet these requirements justifies non-entry in simplified proceedings under Art. 108 BGG. Costs follow the outcome; no party compensation is due absent compensable expense.
{T 0/2}
4D_11/2007 /len
Urteil vom 14. Mai 2007
I. zivilrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Corboz, Präsident,
Gerichtsschreiber Huguenin.
Parteien
X.________ GmbH,
Beschwerdeführerin,
gegen
A.________,
Beschwerdegegner,
vertreten durch Rechtsanwalt Marcel Furrer,
Obergericht des Kantons Zug, Justizkommission.
Gegenstand
Bemessung der Parteientschädigung,
subsidiäre Verfassungsbeschwerde gegen das Urteil
des Obergerichts des Kantons Zug, Justizkommission, vom 9. März 2007.
Der Präsident hat in Erwägung,
dass das Kantonsgericht Zug die vom Beschwerdegegner gegen die Beschwerdeführerin erhobene negative Feststellungsklage mit Urteil vom 30. November 2006 guthiess, die gerichtlichen Kosten von Fr. 1'885.-- der Beschwerdeführerin auferlegte und diese verpflichtete, den Beschwerdegegner für die prozessualen Umtriebe mit Fr. 7'848.55 zu entschädigen;
dass die Beschwerdeführerin dieses Urteil hinsichtlich der Parteientschädigung mit Beschwerde anfocht, die von der Justizkommission des Obergerichts des Kantons Zug mit Urteil vom 9. März 2007 abgewiesen wurde;
dass die Beschwerdeführerin mit beim Bundesgericht eingereichter Beschwerdeschrift vom 16. April 2007 erklärte, sie erhebe gegen das Urteil der Justizkommission vom 9. März 2007 Beschwerde in Zivilsachen im Sinne der Art. 72 ff. BGG, eventuell subsidiäre Verfassungsbeschwerde im Sinne der Art. 113 ff. BGG;
dass keine Vernehmlassungen eingeholt worden sind;
dass die Beschwerde in Zivilsachen (Art. 72 ff. BGG) im vorliegenden Fall unzulässig ist, weil einerseits der gemäss Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG notwendige Mindeststreitwert von Fr. 30'000.-- nicht erreicht wird und sich andererseits keine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG stellt;
dass die Eingabe der Beschwerdeführerin unter diesen Umständen als subsidiäre Verfassungsbeschwerde im Sinne der Art. 113 ff. BGG zu behandeln ist;
dass in einer solchen Beschwerde dargelegt werden muss, welche Grundrechte durch das kantonale Gericht verletzt worden sind, und solche Rügen unter Bezugnahme auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids zu begründen sind (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 117 BGG);
dass die Eingabe der Beschwerdeführerin vom 16. April 2007, in der keine verfassungsmässigen Grundrechte als verletzt bezeichnet werden, diesen Begründungsanforderungen nicht genügt, weshalb darauf in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist;
dass die Gerichtsgebühr dem Ausgang des Verfahrens entsprechend der Beschwerdeführerin aufzuerlegen ist (Art. 66 Abs. 1 BGG);
dass der Beschwerdegegner keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung hat, weil ihm aus dem bundesgerichtlichen Verfahren kein Aufwand erwachsen ist;
im Verfahren nach Art. 108 BGG erkannt:
1.
Auf die subsidiäre Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird der Beschwerdeführerin auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zug, Justizkommission, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 14. Mai 2007
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: