Non-entry for failure to pay advance costs in arbitration appeal

4A_711/2011Federal Supreme Court / Civil Division IFeb 8, 2012Inadmissible

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Omnilex summary

The Swiss Federal Supreme Court did not enter into the appeal against the ICC partial award on jurisdiction because the appellant failed to pay the advance on costs even within the extended deadline set under Art. 62(3) BGG. The court therefore left the merits unexamined. It imposed CHF 1,000 in court costs on the appellant and ordered it to pay the respondent CHF 800 in reduced party compensation.

Omnilex headnote

Art. 62 Abs. 3 BGG; non-payment of the advance on costs after expiry of the additional time limit results in non-entry into the appeal. The court may set a final grace period with an express warning; if the advance remains unpaid, the appeal is inadmissible without examination of the merits. Costs are borne by the party causing the proceedings to fail under Art. 66 Abs. 3 BGG, and the successful party is entitled to reduced party compensation under Art. 68 Abs. 2 and 4 BGG and the applicable compensation regulations.

Full text

{T 0/2}
4A_711/2011

Urteil vom 8. Februar 2012
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Klett, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Huguenin.

Verfahrensbeteiligte
X.________ mbH,
vertreten durch Maître Pierre-Alain Recordon,
Beschwerdeführerin,

gegen

Y.________ GmbH,
vertreten durch Rechtsanwälte Dr. Gregor Bühler und Roman Bächler,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Teilschiedsspruch; Zuständigkeit,

Beschwerde gegen den Teilschiedsspruch des ICC Schiedsgerichts Zürich vom 18. Oktober 2011.
In Erwägung,
dass das Schiedsgericht mit Teilschiedsspruch vom 18. Oktober 2011 die Einreden der Beschwerdeführerin betreffend mangelnder Aktivlegitimation der Beschwerdegegnerin zur Geltendmachung aus Ansprüchen des Vertrages Z.________ resp. betreffend mangelnder Zuständigkeit des Schiedsgerichts zur Behandlung der Ansprüche der Beschwerdegegnerin aus dem Vertrag Q.________ vollumfänglich abwies und sich ausdrücklich als zuständig erklärte, auch die von der Beschwerdegegnerin aus dem Vertrag Q.________ geltend gemachten Ansprüche zu beurteilen;

dass die Beschwerdeführerin am 21. November 2011 gegen den Teilschiedsspruch Beschwerde beim Bundesgericht einreichte und um Gewährung der aufschiebenden Wirkung ersuchte;

dass die Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 25. November 2011 aufgefordert wurde, bis zum 12. Dezember 2011 einen Kostenvorschuss von Fr. 12'000.-- einzuzahlen, und die Frist auf Gesuch der Beschwerdeführerin bis zum 9. Januar 2012 erstreckt wurde;

dass die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 29. November 2011 aufgefordert wurde, bis zum 12. Dezember 2011 zum Gesuch um aufschiebende Wirkung Stellung zu nehmen;

dass die Beschwerdegegnerin mit Stellungnahme vom 9. Dezember 2011 die Abweisung des Gesuchs um aufschiebende Wirkung beantragte;

dass der Beschwerde mit Verfügung vom 14. Dezember 2011 aufschiebende Wirkung erteilt wurde;

dass der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 11. Januar 2012 gestützt auf Art. 62 Abs. 3 BGG eine Nachfrist zur Zahlung des Kostenvorschusses bis 26. Januar 2012 angesetzt wurde, mit dem Hinweis, dass auf die Beschwerde nicht eingetreten werde, falls der Kostenvorschuss nicht fristgemäss bezahlt werde;

dass die Beschwerdeführerin den Kostenvorschuss auch innerhalb der Nachfrist nicht bezahlt hat, weshalb in Anwendung von Art. 62 Abs. 3 BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist;

dass die Gerichtskosten gemäss dem Verursacherprinzip der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 3 BGG);

dass die Beschwerdeführerin der Beschwerdegegnerin für den dieser im Zusammenhang mit dem bundesgerichtlichen Verfahren erwachsenen Aufwand eine reduzierte Parteientschädigung zu zahlen hat (Art. 68 Abs. 2 und 4 BGG; Art. 8 Abs. 3 des Reglementes über die Parteientschädigung [SR 173.110.210.3]);

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Die Beschwerdeführerin hat die Beschwerdegegnerin für das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 800.-- zu entschädigen.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem ICC Schiedsgericht Zürich schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 8. Februar 2012

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Klett

Der Gerichtsschreiber: Huguenin

Keywords

arbitrationjurisdictionadvance on costsnon-entryparty compensationcourt costs

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the appeal against the partial arbitral award was admissible despite non-payment of the advance on costs.

Extracted holding

The appeal could not be entered into because the appellant failed to pay the court advance even after the additional deadline under Art. 62(3) BGG.

Extracted reasoning

After the advance was ordered and a final extension warned of non-entry, the appellant still did not pay; non-entry therefore followed under Art. 62(3) BGG.

Key legal question

Allocation of court costs and party compensation after non-entry.

Extracted holding

Court costs were imposed on the appellant under the causal principle, and the respondent received reduced compensation for its federal proceedings expenses.

Extracted reasoning

Because the appellant caused the proceedings to fail by not paying the advance, it must bear the costs and compensate the respondent on a reduced basis.

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