No entry due to lack of jurisdiction and insufficient constitutional complaint

4A_193/2007Federal Supreme Court / Civil Division IJul 16, 2007Dismissed

Extracted by Omnilex

Omnilex summary

The Federal Supreme Court did not enter into either the ordinary civil law appeal or the subsidiary constitutional complaint against the Solothurn Cantonal Court judgment. The civil appeal was inadmissible because the amount in dispute was below CHF 30,000 and no fundamental legal question was demonstrated. The constitutional complaint failed because it did not meet the federal substantiation requirements and largely challenged the first-instance justice of the peace judgment, which was not directly appealable. Costs of CHF 500 were charged to the appellants.

Omnilex headnote

Art. 74 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 lit. a BGG; Art. 42 Abs. 2, Art. 106 Abs. 2, Art. 113 und Art. 117 BGG; Admissibility of a civil law appeal and of a subsidiary constitutional complaint. The ordinary civil law appeal is excluded where the value in dispute does not reach the statutory threshold and no legal question of fundamental importance is sufficiently demonstrated. A subsidiary constitutional complaint requires a clear designation of the constitutional rights allegedly violated and an argument directed against the reasoning of the cantonal decision; submissions attacking a non-appealable first-instance judgment are ineffective. Failure to comply with these pleading requirements leads to non-entry under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG. Costs are borne by the unsuccessful party under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Full text

{T 0/2}
4A_193/2007 /len

Urteil vom 16. Juli 2007
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Corboz, Präsident,
Gerichtsschreiber Huguenin.

Parteien
A.________,
B.________,
Beschwerdeführer,

gegen

C.________,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Werkvertrag,

Beschwerde in Zivilsachen gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Solothurn, Zivilkammer,
vom 26. April 2007.

Der Präsident hat in Erwägung,
dass der Friedensrichter von Balsthal die Beschwerdeführer mit Urteil vom 18. Januar 2007 verpflichtete, dem Beschwerdegegner unter solidarischer Haftbarkeit Fr. 174.05 nebst Zins und Betreibungskosten zu bezahlen, und er für diese Forderung den Rechtsvorschlag beseitigte und den Beschwerdeführern die Gerichtskosten von Fr. 120.-- sowie eine Parteientschädigung zu Gunsten des Beschwerdegegners von Fr. 195.-- auferlegte;
dass das Obergericht des Kantons Solothurn die gegen diesen Entscheid erhobene Nichtigkeitsbeschwerde der Beschwerdeführer mit Urteil vom 26. April 2007 abwies, wobei es darauf hinwies, dass gemäss § 306 ZPO SO die Nichtigkeitsbeschwerde gegen ein Urteil des Friedensrichters einzig dann zulässig sei, wenn dieser "seine Kompetenz überschritten hat";
dass das Obergericht in seinem Urteil festhielt, dass der Friedensrichter von Balsthal seine Kompetenz nicht überschritten habe und der gemäss § 306 ZPO SO einzig mögliche Nichtigkeitsgrund nicht gegeben sei, weshalb die Nichtigkeitsbeschwerde als unbegründet abgewiesen werden müsse;
dass die Beschwerdeführer mit zwei beim Bundesgericht eingereichten Eingaben vom 30. Mai 2007 erklärten, subsidiäre Verfassungsbeschwerde und Beschwerde in Zivilsachen gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Solothurn vom 26. April 2007 zu erheben;
dass der Streitwert im kantonalen Verfahren den Betrag von Fr. 30'000.-- nicht erreichte, weshalb das Urteil des Obergerichts gemäss Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG nicht mit Beschwerde in Zivilsachen angefochten werden konnte;
dass die Beschwerde in Zivilsachen auch darum ausgeschlossen ist, weil die Beschwerdeführer nicht darlegen und auch nicht ersichtlich ist, dass sich im vorliegenden Fall eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG stellt;
dass aus diesen Gründen auf die von den Beschwerdeführern erhobene Beschwerde in Zivilsachen nicht eingetreten werden kann;
dass in einer subsidiären Verfassungsbeschwerde dargelegt werden muss, welche Grundrechte durch das kantonale Gericht verletzt worden sind, und solche Rügen unter Bezugnahme auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheides zu begründen sind (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 117 BGG);
dass die von den Beschwerdeführern als subsidiäre Verfassungsbeschwerde bezeichnete Eingabe vom 30. Mai 2007 diesen Begründungsanforderungen offensichtlich nicht genügt;
dass die Beschwerdeführer in dieser Eingabe im Übrigen zum grössten Teil das erstinstanzliche Urteil des Friedensrichters vom 18. Januar 2007 kritisieren, obschon dieser Entscheid gemäss Art. 113 BGG nicht beim Bundesgericht angefochten werden kann;
dass demnach auf die subsidiäre Verfassungsbeschwerde mangels hinreichender Begründung nicht eingetreten werden kann (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG);
dass die Gerichtsgebühr dem Verfahrensausgang entsprechend den Beschwerdeführern aufzuerlegen ist (Art. 66 Abs. 1 BGG);

erkannt:
1.
Auf die Beschwerde in Zivilsachen und die subsidiäre Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden den Beschwerdeführern auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Solothurn, Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 16. Juli 2007
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Keywords

admissibilityamount in disputefundamental legal questionconstitutional complaintsubstantiation requirementnon-entrycourt costs

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the civil law appeal was admissible despite the amount in dispute and absence of a fundamental legal question.

Extracted holding

The civil law appeal was inadmissible because the amount in dispute did not reach CHF 30,000 and no legal question of fundamental importance was shown.

Extracted reasoning

Art. 74 BGG barred ordinary civil appeal; neither the threshold nor the exceptional ground under Art. 74(2)(a) BGG was satisfied.

Key legal question

Whether the subsidiary constitutional complaint was sufficiently reasoned.

Extracted holding

The complaint was inadmissible because it did not identify the constitutional rights allegedly violated or engage with the reasoning of the cantonal judgment.

Extracted reasoning

The appellants failed to meet the substantiation requirements of Arts. 42(2) and 106(2) in conjunction with Art. 117 BGG; parts of the submission improperly attacked the first-instance judgment, which is not directly challengeable under Art. 113 BGG.

Key legal question

Allocation of court costs.

Extracted holding

Court costs were imposed on the appellants according to the outcome of the proceedings.

Extracted reasoning

Costs follow the result under Art. 66(1) BGG.

Continue your research in ChatGPT or Claude

Connect Omnilex to search the legal corpus from your AI assistant.