Non-entry due to insufficient substantiation of appeal

4A_121/2013Federal Supreme Court / Civil Division IApr 22, 2013Dismissed

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Omnilex summary

The tenant company challenged an appellate judgment ordering it to vacate leased office space. The Federal Supreme Court held that the appeal did not address the appellate court’s main reasoning and therefore lacked the required substantiation. It declined to enter into the appeal, refused legal aid because the matter had no prospects of success, and charged court costs of CHF 500 to the appellant.

Omnilex headnote

Art. 42 Abs. 1 und 2, Art. 106 Abs. 2, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; an appeal to the Federal Supreme Court must, by reference to the contested reasoning, indicate which rights were violated and in what respect. Constitutional complaints are examined only if expressly invoked and substantiated. If the appellant fails to engage with the decisive reasoning of the cantonal decision, the appeal is not entered into for insufficient reasoning; an application for legal aid must be refused if the appeal is hopeless.

Full text

{T 0/2}
4A_121/2013

Urteil vom 22. April 2013
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Klett, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Huguenin.

Verfahrensbeteiligte
X.________, Kommanditgesellschaft,
Beschwerdeführerin,

gegen

Y.________ AG,
vertreten durch Advokat Lukas Polivka,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Mietvertrag,

Beschwerde gegen den Entscheid des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt, Ausschuss, vom 18. Februar 2013.

In Erwägung,
dass das Zivilgericht des Kantons Basel-Stadt die Beschwerdeführerin mit Entscheid vom 2. November 2012 anwies, die bei der Beschwerdegegnerin gemieteten Räumlichkeiten (Büroräumlichkeit, 5. OG) bis spätestens 15. November 2012, 12:00 Uhr, zu verlassen;
dass das Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt mit Entscheid vom 18. Februar 2013 die Berufung der Beschwerdeführerin abwies und diese anwies, die bei der Beschwerdegegnerin gemieteten Räumlichkeiten (Büroräumlichkeit, 5. OG) bis spätestens 7. März 2013, 12:00 Uhr, zu verlassen, und im Übrigen den Entscheid des Zivilgerichts vom 2. November 2012 bestätigte;
dass das Appellationsgericht in der Hauptbegründung des Entscheides zum Ergebnis kam, dass die neu vorgebrachte Behauptung der Beschwerdeführerin, sie habe den Mietausstand rechtzeitig bezahlt, und die dafür neu eingereichten Belege, unzulässige Noven darstellten, die gemäss Art. 317 Abs. 1 ZPO nicht berücksichtigt werden könnten;
dass die Beschwerdeführerin den Entscheid des Appellationsgerichts mit Rechtsschrift vom 4. März 2013 mit Beschwerde beim Bundesgericht anfocht;
dass in einer Beschwerde an das Bundesgericht unter Bezugnahme auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheides dargelegt werden muss, welche Rechte der beschwerdeführenden Partei durch das kantonale Gericht verletzt worden sind (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), wobei eine allfällige Verletzung der bundesrechtlichen Verfassungsrechte vom Bundesgericht nicht von Amtes wegen geprüft wird, sondern nur dann, wenn solche Rügen in der Beschwerdeschrift ausdrücklich erhoben und begründet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG);
dass sich die Beschwerdeführerin in der Beschwerdeschrift vom 4. März 2013 mit keinem Wort zur Hauptbegründung des Appellationsgerichts äussert, weshalb auf die Beschwerde mangels hinreichender Begründung nicht einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG);
dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde abzuweisen ist (Art. 64 Abs. 1 BGG);

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt, Ausschuss, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 22. April 2013

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Klett

Der Gerichtsschreiber: Huguenin

Keywords

lease terminationevictionappeal admissibilitysubstantiationnovel allegationslegal aidcourt costs

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the federal appeal was sufficiently reasoned under the Federal Supreme Court Act.

Extracted holding

No. The appellant did not address the appellate court’s main reasoning, so the appeal could not be examined.

Extracted reasoning

A federal appeal must show which rights were violated and, for constitutional rights, must raise and substantiate the complaints expressly; mere reference to the lower decision is insufficient.

Key legal question

Whether legal aid should be granted for the federal appeal.

Extracted holding

No, because the appeal was hopeless.

Extracted reasoning

Since the appeal was inadmissible for lack of substantiation, it had no prospects of success.

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