Revision of Federal Court judgment inadmissible for lack of grounds

2F_3/2012Federal Supreme Court / Public Law Division IIMar 7, 2012Dismissed

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Omnilex summary

The Federal Supreme Court treated the applicant’s filing of 1 March 2012 as a request for revision of its judgment of 5 January 2012 concerning non-renewal of a taxi operating permit. It held that the submission did not invoke any statutory ground for revision and was therefore inadequately reasoned. The court further observed that any revision based on Article 121 BGG would in any event be late. Without written exchange or further instructions, the court did not enter into the request, denied free legal aid as hopeless, and ordered court costs of CHF 300 against the applicant.

Omnilex headnote

Art. 121-123, 124 Abs. 1 lit. a und b, 127, 64, 65 und 66 BGG; Revision eines bundesgerichtlichen Entscheids: Der Revisionsgesuchsteller hat einen gesetzlichen Revisionsgrund substantiiert darzutun. Fehlt es an der Bezeichnung eines zulässigen Revisionsgrundes, ist auf das Gesuch mangels genügender Begründung nicht einzutreten (Art. 42 Abs. 2 BGG). Revisionsgesuche, die sich auf die in Art. 121 BGG geregelten Gründe stützen, unterliegen der gesetzlichen Frist von Art. 124 Abs. 1 BGG. Auf ein offensichtlich unzulässiges oder ungenügend begründetes Gesuch kann ohne Schriftenwechsel verzichtet werden (Art. 127 BGG). Aussichtslosigkeit schliesst unentgeltliche Rechtspflege aus (Art. 64 BGG).

Full text

{T 0/2}
2F_3/2012

Urteil vom 7. März 2012
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Zünd, Präsident,
Bundesrichter Karlen, Stadelmann,
Gerichtsschreiber Feller.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Gesuchsteller,

gegen

Stadtrat von Zürich, Stadthaus, 8022 Zürich,
Statthalteramt des Bezirks Zürich,
Selnaustrasse 32, Postfach, 8090 Zürich,

Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, 3. Kammer, Militärstrasse 36, Postfach, 8090 Zürich.

Gegenstand
Taxibetriebsbewilligung,

Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts 2C_755/2011 vom 5. Januar 2012.

Nach Einsicht
in das Urteil 2C_755/2011 des Bundesgerichts vom 5. Januar 2012, womit dieses auf die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten von X.________ gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich vom 30. Juni 2011 betreffend Nichterneuerung der Taxibewilligung gestützt auf Art. 62 Abs. 3 BGG nicht eingetreten ist, weil der Kostenvorschuss auch innert der in Form der Gewährung von Ratenzahlungen eingeräumten Nachfrist nicht bezahlt worden war,
in die vom 1. März 2012 datierte "Einsprache" von X.________ gegen das Urteil 2C_755/2011, dessen Aufhebung beantragt wird,
in Erwägung,
dass Entscheide des Bundesgerichts am Tag ihrer Ausfällung in Rechtskraft erwachsen (Art. 61 BGG), gegen sie mithin kein ordentliches Rechtsmittel gegeben ist und sie auch keine Rechtsmittelbelehrung zu enthalten haben,
dass hingegen nach Massgabe von Art. 121 ff. BGG die Revision eines Entscheids des Bundesgerichts verlangt werden kann,
dass die Eingabe vom 1. März 2012 als Revisionsgesuch zu betrachten ist,
dass, wer die Revision eines Entscheids des Bundesgerichts verlangt, aufzuzeigen hat, dass einer der vom Gesetz in Art. 121 - 123 BGG abschliessend genannten Revisionsgründe vorliegt,
dass sich den Vorbringen des Gesuchstellers nicht entnehmen lässt und auch sonst nicht ersichtlich ist, welchen Revisionsgrund das Bundesgericht mit dem angefochtenen Urteil gesetzt haben soll,
dass das Revisionsgesuch mithin einer tauglichen Begründung entbehrt (Art. 42 Abs. 2 BGG),
dass das Gesuch zudem zumindest in Bezug auf die Revisionsgründe von Art. 121 BGG verspätet wäre (vgl. Art. 124 Abs. 1 lit. a und b BGG),
dass darauf ohne Schriftenwechsel oder andere Instruktionsmassnahmen (vgl. Art. 127 BGG) nicht einzutreten ist,
dass das Revisionsgesuch aussichtslos erschien, weshalb dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege nicht zu entsprechen ist (Art. 64 BGG),
dass die Gerichtskosten (Art. 65 BGG) dem Gesuchsteller als unterliegende Partei aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 und 3 BGG),

erkennt das Bundesgericht:

1.
Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden dem Gesuchsteller auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten und dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 7. März 2012

Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Zünd

Der Gerichtsschreiber: Feller

Keywords

revisioninadmissibilitylegal aidcourt coststaxi permittimelinessreasoning requirement

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the filing of 1 March 2012 stated any admissible ground for revision of the Federal Supreme Court judgment.

Extracted holding

No admissible revision ground was shown; the request was insufficiently reasoned and therefore could not be entertained.

Extracted reasoning

Revision under Arts. 121-123 BGG requires the applicant to invoke one of the statutory grounds. The filing did not identify any such ground, so it failed to meet the reasoning requirement of Art. 42(2) BGG.

Key legal question

Whether the revision request was timely, at least as to the grounds under Art. 121 BGG.

Extracted holding

At least with respect to the grounds under Art. 121 BGG, the request would in any event have been late.

Extracted reasoning

The court noted lateness under Art. 124(1)(a) and (b) BGG.

Key legal question

Whether the applicant was entitled to free legal aid.

Extracted holding

No, because the revision request appeared hopeless.

Extracted reasoning

Under Art. 64 BGG, legal aid is denied when the request lacks prospects of success.

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