Non-entry for unpaid advance on taxi permit appeal

2C_755/2011Federal Supreme Court / Public Law Division IIJan 5, 2012Inadmissible

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Omnilex summary

The Federal Supreme Court, sitting as a single judge in simplified procedure, refused to enter into an appeal against the non-renewal of a taxi operating permit because the appellant did not pay the advance on costs within the extended deadline. He neither demonstrated unforeseeable impediments nor filed a properly substantiated request for legal aid. The court therefore issued a non-entry decision and ordered the appellant to pay CHF 500 in court costs.

Omnilex headnote

Art. 62 Abs. 1 und 3 BGG; Art. 108 BGG; effect of failure to pay the advance on costs within the prescribed grace period. The appellant must provide the advance corresponding to the expected court costs. A grace period set for payment cannot ordinarily be extended; a second extension is only conceivable in the presence of special, unforeseeable impediments that are specifically alleged and substantiated. The grace period is also preserved by a duly reasoned application for legal aid supported by sufficient evidence of financial circumstances. If neither payment nor a valid legal-aid request is filed by the end of the grace period, the Federal Supreme Court does not enter into the appeal; costs follow the outcome under Art. 66 BGG.

Full text

{T 0/2}
2C_755/2011

Urteil vom 5. Januar 2012
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Zünd, Präsident,
Gerichtsschreiber Feller.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt Alexander Weber,

gegen

Stadtrat von Zürich,
Statthalteramt des Bezirkes Zürich.

Gegenstand
Taxibetriebsbewilligung,

Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich, 3. Kammer, vom 30. Juni 2011.

Nach Einsicht
in die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten von X.________ vom 14. September 2011 gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich vom 30. Juni 2011 betreffend Nichterneuerung der Taxibetriebsbewilligung,
in die Verfügung vom 22. September 2011, womit der Beschwerdeführer aufgefordert wurde, bis spätestens am 14. Oktober 2011 einen Kostenvorschuss von Fr. 3'000.-- einzuzahlen,
in die Eingabe des Beschwerdeführers vom 12. Oktober 2011, womit er unter Hinweis auf seine finanzielle Lage um Gewährung von monatlichen Teilzahlungen von Fr. 300.-- ersuchte,
in die Verfügung des Präsidenten der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung, womit dem Beschwerdeführer erläutert wurde, dass Ratenzahlungen im von ihm beantragten Sinn zu einer ungebührlichen Verfahrensverzögerung führen würden, ihm indessen im Sinne einer Nachfristansetzung gestattet wurde, den Kostenvorschuss von Fr. 3'000.-- in drei Raten à Fr. 1'000.-- (per 31. Oktober 2011, 30. November 2011 und 3. Januar 2012) zu bezahlen, unter Hinweis darauf, dass weitere Nachfristen nicht angesetzt bzw. andere Zahlungserleichterungen nicht gewährt würden und dass auf die Beschwerde nicht einzutreten wäre, wenn der Totalbetrag des Vorschusses nicht bis spätestens am 3. Januar 2012 (Frist für die Bezahlung der letzten Rate) nachweisbar geleistet sei,
in das Schreiben des Beschwerdeführers vom 2./3. Januar 2012, worin er erklärt, es sei ihm nicht möglich, einen Betrag von Fr. 3'000.-- (bzw. von Fr. 1'000.-- monatlich) zu bezahlen, weshalb er um Gewährung eines Fristaufschubs zur Bezahlung des Gesamtbetrags von Fr. 3'000.-- um weitere sechs Monate, bis Ende Juni 2012, ersucht,

in Erwägung,
dass die Partei, die das Bundesgericht anruft, einen Kostenvorschuss in der Höhe der mutmasslichen Gerichtskosten zu leisten hat (Art. 62 Abs. 1 BGG),
dass der Instruktionsrichter bzw. der Abteilungspräsident (vgl. Art. 32 Abs. 1 BGG) zur Leistung des Kostenvorschusses eine angemessene Frist und bei deren unbenütztem Ablauf eine Nachfrist ansetzt, wobei das Bundesgericht auf die Eingabe nicht eintritt, wenn der Kostenvorschuss innert der Nachfrist nicht geleistet wird (Art. 62 Abs. 3 BGG),
dass es dem Wesen einer Nachfrist entspricht, dass sie nicht erstreckt werden kann, weshalb der Betroffene mit einer zusätzlichen Fristerstreckung nicht rechnen kann, es sei denn, es lägen ganz besondere, nicht voraussehbare Hinderungsgründe vor, die von ihm in seinem Gesuch um Einräumung einer zweiten Nachfrist spezifisch darzulegen sind (Urteil 2C_361/2009 vom 20. Juli 2009 E. 2.2 mit Hinweisen),
dass die (Nach-)Frist nebst durch Bezahlung des vollständigen Vorschusses auch durch Stellung eines Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege gewahrt werden kann, aber nur dann, wenn dieses korrekt begründet wird und mit ausreichenden Belegen zur wirtschaftlichen Situation der Partei versehen ist (Urteil 2C_568/2010 vom 27. September 2010 E. 2 mit Hinweisen),
dass der (anwaltlich vertretene) Beschwerdeführer bis zum 3. Januar 2012, d. h. bis zum Ablauf der zwecks Leistung der letzten Rate und damit des vollständigen Vorschusses angesetzten (Nach-)Frist, den Vorschuss nicht bezahlt hat (selbst nicht teilweise), ohne dass er unvorhersehbare Hinderungsgründe nennen würde, die eine ausnahmsweise zusätzliche Fristerstreckung rechtfertigten, oder ein vollständiges, gehörig begründetes Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege nachgereicht hätte,
dass unter diesen Umständen - wie für den Säumnisfall angedroht - gestützt auf Art. 62 Abs. 3 BGG mit Entscheid des Einzelrichters im vereinfachten Verfahren gemäss Art.108 BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist,
dass die Gerichtskosten (Art. 65 BGG) entsprechend dem Verfahrensausgang dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 erster Satz und Abs. 3 BGG),

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten und dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, 3. Kammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 5. Januar 2012

Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Zünd

Der Gerichtsschreiber: Feller

Keywords

advance on costsnon-entrytaxi permitlegal aiddeadlinesimplified procedurecourt costs

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the appeal should be entered into despite non-payment of the court advance within the deadline.

Extracted holding

No. The appellant failed to pay the full advance, did not show unforeseeable impediments, and did not submit a properly substantiated legal-aid request.

Extracted reasoning

Under Art. 62 BGG, a party must pay the advance; if the advance is not paid within the set and extended time limit, the court must not enter into the appeal. No further extension of a grace period is available absent special unforeseeable reasons specifically substantiated, and the appellant provided neither payment nor a valid legal-aid application.

Key legal question

Allocation of court costs after non-entry.

Extracted holding

Court costs are charged to the appellant in light of the procedural outcome.

Extracted reasoning

Costs follow the outcome of the proceedings under Art. 66 BGG.

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