Appeal against deportation detention dismissed

2C_512/2008Federal Supreme Court / Public Law Division IIJul 15, 2008Dismissed

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Omnilex summary

The Federal Supreme Court dismissed the detainee’s appeal against cantonal deportation detention, insofar as it could be examined. It held that the statutory requirements for detention were met and that the appellant had not shown any argument undermining its legality. The Court emphasized that he had not produced travel documents and had previously absconded, so voluntary departure was not assured. It also decided the case under the simplified procedure and waived court costs.

Omnilex headnote

Art. 76 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 AuG; Art. 42 Abs. 2, 54 Abs. 1, 65 Abs. 2, 82, 109 BGG: deportation detention and appellate review. A complaint against approved deportation detention must be sufficiently reasoned; the Federal Supreme Court examines only substantiated grievances. Where the person concerned has not produced identity or travel documents and has previously gone into hiding, the risk that voluntary departure will not occur may justify detention. In manifestly unmeritorious cases the Court may decide in simplified procedure under Art. 109 BGG and may waive costs under Art. 65 Abs. 2 BGG.

Full text

{T 0/2}
2C_512/2008/leb

Urteil vom 15. Juli 2008
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Hungerbühler, präsidierendes Mitglied,
Bundesrichter Müller, Karlen,
Gerichtsschreiber Merz.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Amt für öffentliche Sicherheit, Ausländerfragen, des Kantons Solothurn, Ambassadorenhof, 4509 Solothurn.

Gegenstand
Ausschaffungshaft (Art. 76 AuG),

Beschwerde gegen das Urteil des Haftgerichts
des Kantons Solothurn vom 2. Juni 2008.

Nach Einsicht
in das Urteil des Haftgerichts des Kantons Solothurn vom 2. Juni 2008, mit dem die vom Amt für öffentliche Sicherheit des Kantons Solothurn gegenüber X.________ gestützt auf Art. 76 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 AuG (SR 142.20) wegen Untertauchensgefahr am 30. Mai 2008 verfügte Ausschaffungshaft bis zum 28. August 2008 bewilligt wird,

in die an die Haftrichterin adressierte, auf Französisch abgefasste Eingabe von X.________ vom 29. Juni 2008, welche das Haftgericht samt ihren Akten mit Schreiben vom 11. Juli 2008 zuständigkeitshalber an das Bundesgericht weitergeleitet hat,

in Erwägung,
dass auf die Eingabe des Beschwerdeführers als Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen das Urteil des Haftgerichts einzutreten ist, soweit sie überhaupt rechtsgenüglich begründet ist (vgl. Art. 42 Abs. 2 und Art. 82 BGG),

dass kein Anlass besteht, von der Regel des Art. 54 Abs. 1 BGG abzuweichen, wonach das bundesgerichtliche Verfahren in der Sprache des angefochtenen Entscheids geführt wird,

dass die gesetzlichen Voraussetzungen für die verfügte Ausschaffungshaft aus den im Urteil des Haftgerichts umfassend dargelegten Gründen, auf die hier verwiesen werden kann (vgl. Art. 109 Abs. 3 BGG), gegeben sind,

dass der Beschwerdeführer nichts vorbringt, was die Rechtmässigkeit der verfügten Haft in Frage stellen könnte,

dass insbesondere eine selbständige legale Ausreise des Beschwerdeführers, der bisher keine Ausweispapiere präsentiert hat und zeitweise untergetaucht war, bei seiner Freilassung nicht als gewährleistet erscheint,

dass über die vorliegende, offensichtlich unbegründete Beschwerde im vereinfachten Verfahren gemäss Art. 109 BGG mit summarischer Begründung und ohne Weiterungen zu befinden ist,
dass es sich rechtfertigt, auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten (Art. 65 Abs. 2 BGG),

dass das Amt für öffentliche Sicherheit des Kantons Solothurn dafür zu sorgen hat, dass dem Beschwerdeführer der vorliegende Entscheid des Bundesgerichts verständlich gemacht wird,

erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Amt für öffentliche Sicherheit, Ausländerfragen, und dem Haftgericht des Kantons Solothurn sowie dem Bundesamt für Migration schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 15. Juli 2008
Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Das präsidierende Mitglied: Der Gerichtsschreiber:

Hungerbühler Merz

Keywords

deportation detentionrisk of abscondingadmissibilitysummary procedurecourt costs

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the appeal against the approved deportation detention was admissible and sufficiently reasoned

Extracted holding

The appeal was admissible only to the extent it was properly reasoned; otherwise it could not be examined.

Extracted reasoning

The Court applied the general requirements of Art. 42(2) and Art. 82 BGG and found the submission largely unsubstantiated.

Key legal question

Whether the statutory requirements for deportation detention were met

Extracted holding

Yes. The conditions for detention were fulfilled, and nothing raised by the appellant cast doubt on its lawfulness.

Extracted reasoning

The Court relied on the reasoning of the detention court and noted that the appellant had produced no identity documents and had previously gone into hiding, so voluntary departure was not secured.

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