Withdrawal of appeal; costs split equally

2C_482/2010Federal Supreme Court / Public Law Division IIJan 17, 2011Withdrawn

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Omnilex summary

The appellant withdrew its public-law appeal to the Federal Supreme Court after the parties reached an out-of-court settlement concerning an IT procurement dispute linked to the Glarus municipal reform. The President of the II. Public Law Division discontinued the proceedings. Consistent with the parties’ settlement, the CHF 600 court costs were split equally between the appellant and the Arbeitsgruppe Organisationsform. No party compensation was granted, in particular because Y.________ AG did not participate before the Federal Supreme Court and incurred no compensable expense.

Omnilex headnote

Art. 32 Abs. 1 und 2 BGG; Abschreibung des Verfahrens nach Rückzug der Beschwerde durch Präsidialverfügung. Bei Abschreibung infolge Rückzugs sind die Gerichtskosten nach den Kostenregeln des BGG zu verlegen; die Kosten- und Entschädigungsfolgen können sich am von den Parteien mitgeteilten Vergleichsinhalt orientieren (Art. 66 Abs. 2 und 5 BGG; Art. 5 Abs. 2 BZP i.V.m. Art. 71 BGG). Eine Parteientschädigung setzt einen entschädigungspflichtigen Aufwand voraus; fehlt ein solcher, ist keine Entschädigung auszurichten (consid. 1).

Full text

{T 0/2}
2C_482/2010

Verfügung vom 17. Januar 2011
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Zünd, Präsident,
Gerichtsschreiber Feller.

Verfahrensbeteiligte
X.________ AG,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Teddy S. Stojan,

gegen

Arbeitsgruppe Organisationsform,
vertreten durch Landammann des Kantons Glarus Marianne Dürst und Rechtsanwalt Matthias Hauser,

Y.________ AG.

Gegenstand
Vergabe Umsetzungspartnerschaft Abacus, Projekt GL2011 und Widerruf,

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Glarus, I. Kammer,
vom 28. April 2010.

Nach Einsicht
in die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten der X.________ AG vom 31. Mai 2010 gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Glarus vom 28. April 2010 betreffend die Vergabe von Aufträgen im Bereich Informatik im Zusammenhang mit der Reform der Gemeindestruktur im Kanton Glarus,
in die Verfügungen vom 6. Oktober bzw. 15. Dezember 2010, womit das bundesgerichtliche Verfahren mit Rücksicht auf Vergleichsverhandlungen zuletzt bis zum 31. Januar 2011 sistiert wurde,
in die elektronisch zugestellte Mitteilung der Beschwerdeführerin vom 12. Januar 2011, womit sie erklärt, dass die Parteien einen aussergerichtlichen Vergleich geschlossen haben, gestützt worauf die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten zurückgezogen und darum ersucht wird, die Gerichtskosten den Parteien je zur Hälfte aufzuerlegen und die Parteikosten wettzuschlagen,
in das Schreiben der Arbeitsgruppe Organisationsform vom 12. Januar 2011, welche bestätigt, dass die Vergleichsgespräche erfolgreich verlaufen sind sowie die Parteien vereinbart haben, die Gerichtskosten je zur Hälfte zu tragen und die Parteikosten wettzuschlagen,

in Erwägung,
dass das Verfahren gestützt auf Art. 32 Abs. 1 und 2 BGG mit Verfügung des Abteilungspräsidenten abgeschrieben werden kann, wobei über die Gerichtskosten zu entscheiden und die Höhe einer (allfälligen) Parteientschädigung zu bestimmen ist (Art. 5 Abs. 2 BZP in Verbindung mit Art. 71 BGG),
dass die Kosten- und Entschädigungsfolgen nach Massgabe des von den Parteien geschilderten Vergleichsinhalts zu regeln und für die Gerichtskosten Art. 66 Abs. 2 und 5 BGG zu beachten sind,
dass sich sodann die Frage der Ausrichtung einer Entschädigung an die Y.________ AG schon darum nicht stellt, weil sie sich vor Bundesgericht nicht hat vernehmen lassen und ihr kein Aufwand entstanden ist,

verfügt der Präsident:

1.
Das Verfahren wird infolge Rückzugs der Beschwerde abgeschrieben.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden der Beschwerdeführerin und der Arbeitsgruppe Organisationsform je zur Hälfte auferlegt.

3.
Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

4.
Diese Verfügung wird der Beschwerdeführerin, der Arbeitsgruppe Organisationsform, der Y.________ AG und dem Verwaltungsgericht des Kantons Glarus, I. Kammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 17. Januar 2011

Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Zünd Feller

Keywords

public procurementwithdrawalsettlementcost allocationparty compensationdiscontinuance

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the federal appeal should be removed from the docket after withdrawal following settlement.

Extracted holding

The proceedings were discontinued and struck from the docket because the appeal was withdrawn.

Extracted reasoning

Under the Federal Supreme Court Act, the president may file the case away by order once the withdrawal has been declared; the parties reported an out-of-court settlement.

Key legal question

How the court costs should be allocated after the withdrawal.

Extracted holding

Court costs of CHF 600 were split equally between the appellant and the Arbeitsgruppe Organisationsform.

Extracted reasoning

The cost allocation follows the settlement content reported by the parties and the applicable rules on court costs.

Key legal question

Whether any party compensation should be awarded.

Extracted holding

No party compensation was awarded, including because Y.________ AG did not submit any observations and incurred no expense.

Extracted reasoning

The court found no basis for compensation in the circumstances and the non-participating company had no recoverable expense.

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