No entry on appeal; legal aid refused in state liability case

2C_312/2013Federal Supreme Court / Public Law Division IIMay 20, 2013Inadmissible

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Omnilex summary

The Federal Supreme Court declined to enter into the appeal against the Aargau Administrative Court’s refusal of legal aid in a state liability action. It held that the appellant failed to challenge the cantonal court’s two independent grounds for rejecting legal aid, namely lack of proof of indigence and the action’s lack of prospects. Because the appeal was manifestly insufficiently reasoned, the court also refused legal aid for the federal proceedings. The appellant was ordered to pay CHF 500 in court costs.

Omnilex headnote

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; the appeal must specifically address each independent alternative ground of the challenged decision, failing which no entry is possible for insufficient reasoning. A submission that does not engage in a targeted manner with all decisive considerations is inadmissible. Legal aid under Art. 64 BGG requires that the proceeding not be devoid of any prospect of success; if the appeal is manifestly hopeless, the request must be refused. Costs follow the losing party under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Full text

{T 0/2}
2C_312/2013

Urteil vom 20. Mai 2013
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Zünd, Präsident,
Gerichtsschreiber Feller.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Kanton Aargau, handelnd durch das Departement Finanzen und Ressourcen, Kompetenzstelle für Haftungsrecht, Telli-Hochhaus, Tellistrasse 67, 5004 Aarau.

Gegenstand
Klageverfahren betr. Staatshaftung / Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege,

Beschwerde gegen die Verfügung des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau, 3. Kammer, vom 20. März 2013.

Nach Einsicht
in die Verfügung des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau vom 20. März 2013, womit das von X.________ gestellte Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege im von ihm angestrengten Klageverfahren betreffend Staatshaftung abgewiesen wird,
in verschiedene Eingaben von X.________ vom 8. April, 12. April und 6. Mai 2013, womit er Beschwerde gegen die Verfügung des Verwaltungsgerichts erhebt,

in Erwägung,
dass Rechtsschriften gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG die Begehren und deren Begründung zu enthalten haben und in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt schweizerisches Recht verletze, was eine gezielte Auseinandersetzung mit den massgeblichen Erwägungen der Vorinstanz erfordert, wobei jede Erwägung der Vorinstanz, die für sich allein das Ergebnis von deren Entscheid zu rechtfertigen vermag, formgültig gerügt werden muss (vgl. BGE 133 IV 119 E. 6.3 S. 120 f.),
dass das Verwaltungsgericht das Begehren um unentgeltliche Rechtspflege abgewiesen hat, weil einerseits der Beschwerdeführer seine prozessuale Bedürftigkeit nicht belegt habe (E. 2) und andererseits die Klage aussichtslos erscheine (E. 3),
dass jede dieser beiden Begründungen für sich allein die Abweisung des Gesuchs rechtfertigte, dass sich aber der Beschwerdeführer mit seinen weitschweifigen Ausführungen weder mit der einen noch mit der anderen gezielt auseinandersetzt,
dass im Übrigen, gemessen am einzig zulässigen Prozessgegenstand, die am 8. April 2013 gestellten Rechtsbegehren (s. Ziff. 1 der Anträge) weitgehend nicht zulässig sind,
dass die Beschwerde, soweit sich überhaupt - implizit - ein zulässiges Rechtsbegehren erkennen lässt, offensichtlich keine hinreichende Begründung enthält (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG), weshalb darauf mit Entscheid des Einzelrichters im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten ist,
dass dem auch für das bundesgerichtliche Verfahren gestellten Gesuch schon darum nicht entsprochen werden kann, weil die Beschwerde von vornherein aussichtslos erschien (Art. 64 BGG),
dass die Gerichtskosten (Art. 65 BGG) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 erster Satz BGG),

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Verwaltungsgericht des Kantons Aargau, 3. Kammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 20. Mai 2013

Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Zünd

Der Gerichtsschreiber: Feller

Keywords

legal aidinadmissibilityinsufficient reasoninghopeless appealcourt costsstate liability

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the appeal met the Federal Supreme Court’s pleading requirements and was admissible

Extracted holding

The appeal did not sufficiently engage with the lower court’s independent reasons and was therefore not admissible for lack of sufficient reasoning.

Extracted reasoning

Under Art. 42 BGG, the appellant had to specifically address each independent ground of the cantonal decision. His submissions did not do so, and the permitted scope of review was not properly challenged.

Key legal question

Whether legal aid should be granted for the federal proceedings

Extracted holding

Legal aid was denied because the appeal was manifestly hopeless.

Extracted reasoning

Since the appeal was clearly without prospects of success, the prerequisite of non-frivolous claims under Art. 64 BGG was absent.

Key legal question

Allocation of court costs

Extracted holding

Court costs of CHF 500 were imposed on the appellant.

Extracted reasoning

Costs follow the losing party under Art. 66(1) BGG.

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