Recusal of Federal Administrative Court judge upheld

2C_282/2007Federal Supreme Court / Public Law Division IIOct 24, 2007Granted

Summary

The Federal Banking Commission appealed a Federal Administrative Court interlocutory decision rejecting its recusal request against Judge Hans-Jacob Heitz in proceedings concerning liquidation and bankruptcy measures against X. Relying on its parallel judgment of 19 October 2007, the Federal Supreme Court held that the same grounds for recusal applied because the case was directly connected in subject matter and time to matters already decided. The appeal was therefore granted in simplified procedure, the interlocutory order was annulled, and no costs or compensation were awarded.

Regest

Art. 109 BGG; recusal of a judge in proceedings materially and temporally connected with earlier decided liquidation proceedings. Where the disputed proceedings concern solely questions that fall within the same direct substantive and temporal nexus as matters previously adjudicated, the requirements for recusal are met; the appeal may be allowed in simplified procedure. If the appeal is upheld in such interlocutory recusal matters, no court costs and no party compensation are ordinarily due (Art. 66 and 68 BGG).

Full text

{T 0/2}
2C_282/2007 /bru

Urteil vom 24. Oktober 2007
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Merkli, Präsident,
Bundesrichter Hungerbühler, Müller,
Gerichtsschreiber Hugi Yar.

Parteien
Eidgenössische Bankenkommission,
Beschwerdeführerin,

gegen

X._______,
Beschwerdegegner,
vertreten durch Rechtsanwalt Adriel Caro,
Bundesverwaltungsgericht, Abteilung II.

Gegenstand
Ausstandsbegehren,

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen die Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts, Abteilung II, vom 21. Mai 2007.

Das Bundesgericht hat in Erwägung,

dass die Eidgenössische Bankenkommission (EBK) am 27. April 2007 im Beschwerdeverfahren gegen ihre Verfügung vom 28. März 2007 (betreffend X._______ [bankenrechtliche Liquidation und Konkurs]) gegen Bundesverwaltungsrichter Hans-Jacob Heitz ein Ausstandsbegehren gestellt hat,
dass die Abteilung II des Bundesverwaltungsgerichts dieses am 21. Mai 2007 abwies, soweit sie darauf eintrat,
dass die EBK hiergegen am 8. Juni 2007 mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht gelangt ist,
dass das Bundesgericht am 19. Oktober 2007 eine entsprechende Eingabe der EBK im Parallelverfahren 2C_283/2007 gutgeheissen, den angefochtenen, mit dem vorliegenden identischen Zwischenentscheid des Bundesverwaltungsgerichts aufgehoben und festgestellt hat, dass Bundesverwaltungsrichter Hans-Jacob Heitz in Verfahren der Bankenkommission, die in sachlicher und zeitlicher Hinsicht in einem unmittelbaren Zusammenhang mit den im Urteil BGE 132 II 382 ff. beurteilten Fragen bzw. dem entsprechenden Liquidationsverfahren stehen, in den Ausstand zu treten hat (Urteil 2C_71/2007 und 2C_283/2007),
dass sich im Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht im vorliegenden Fall ausschliesslich solche Fragen stellen,
dass die Beschwerde deshalb offensichtlich begründet und im vereinfachten Verfahren nach Art. 109 BGG gutzuheissen ist, wobei zur Begründung auf die Erwägungen im erwähnten Parallelverfahren verwiesen werden kann,
dass weder Kosten noch Parteientschädigungen geschuldet sind (vgl. Art. 66 und Art. 68 BGG),

im Verfahren nach Art. 109 BGG erkannt:
1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen, und die angefochtene Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 21. Mai 2007 wird aufgehoben.
2.
Es werden keine Kosten erhoben und keine Entschädigungen zugesprochen.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Bundesverwaltungsgericht, Abteilung II, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 24. Oktober 2007
Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Keywords

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