Detention appeal against refusal of release from deportation custody

2C_210/2008Federal Supreme Court / Public Law Division IIMar 11, 2008Dismissed

Extracted by Omnilex

Omnilex summary

X., an Angolan national in deportation custody, challenged the Thurgau authorities' refusal to release him. The Federal Supreme Court, sitting in simplified procedure, found the complaint manifestly unfounded and dismissed it insofar as it was admissible. It held that the earlier judgment confirming the lawfulness of the custody remained decisive, that removal/asylum reconsideration issues were not part of the detention review, and that damages claims were outside its competence. Owing to the circumstances, no court costs were imposed.

Omnilex headnote

Art. 109 BGG; deportation custody and release request: a complaint is dismissed in simplified procedure where the legality of custody has already been confirmed and the appellant raises no new argument capable of altering that assessment. Questions concerning the underlying removal or asylum decision fall outside the scope of detention review; a reconsideration request does not affect the validity of the removal order. Claims for damages are not adjudicated in this proceeding. Under Art. 66 Abs. 1 BGG, costs may exceptionally be waived in view of the circumstances.

Full text

{T 0/2}
2C_210/2008/leb

Urteil vom 11. März 2008
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Merkli, Präsident,
Bundesrichter Hungerbühler, Karlen,
Gerichtsschreiber Hugi Yar.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Migrationsamt des Kantons Thurgau, Schlossmühlestrasse 7, 8510 Frauenfeld.

Gegenstand
Haftentlassung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau
vom 28. Februar 2008.

Erwägungen:

1.
X.________ stammt aus Angola. Das Migrationsamt des Kantons Thurgau nahm ihn am 16. Januar 2008 in Ausschaffungshaft. Das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau genehmigte diese am 18. Januar 2008 für drei Monate. Am 28. Februar 2008 lehnte es ein Haftentlassungsgesuch ab, wogegen X.________ am 6. März 2008 mit dem Antrag an das Bundesgericht gelangt ist, er sei aus der Haft zu entlassen.

2.
Seine Eingabe erweist sich als offensichtlich unbegründet und kann ohne Weiterungen im vereinfachten Verfahren nach Art. 109 BGG erledigt werden; es erübrigt sich deshalb, zu prüfen, ob sie den Begründungsanforderungen von Art. 42 BGG genügt: Das Bundesgericht hat mit Urteil vom 25. Januar 2008 die Ausschaffungshaft des Beschwerdeführers als rechtmässig bezeichnet (Urteil 2C_64/2008); dieser bringt gegen die Abweisung seines Haftentlassungsgesuchs nichts vor, was eine andere Beurteilung geböte: Der Beschwerdeführer konnte bereits einmal nach Angola ausgeschafft werden. Im März 2001 wurde er erneut asylrechtlich weggewiesen, doch kam er der Aufforderung, das Land zu verlassen, nicht nach. Die Wegweisungs- bzw. Asylfrage bildet nicht Gegenstand des Haftprüfungsverfahrens; soweit der Beschwerdeführer um deren Wiedererwägung ersucht hat, ist sein Schreiben an das Bundesamt für Migration weitergeleitet worden. Ein entsprechendes Gesuch lässt den erstinstanzlichen Wegweisungsentscheid nicht dahinfallen, weshalb die Ausschaffungshaft, die zur Sicherung von dessen Vollzug dient, fortgesetzt werden darf. Der Beschwerdeführer hat es jederzeit in der Hand, seine Haft zu beenden, indem er mit den Behörden kooperiert. Sollten es ihm die Papiere erlauben, legal in einen Drittstaat auszureisen, wird er die Schweiz gegebenenfalls dorthin verlassen können (Art. 69 Abs. 2 AuG). Falls er seine hier lebende Freundin heiraten will, kann er dies bei einem besuchsweisen Aufenthalt in der Schweiz oder in seinem Heimatland tun; den Ausgang eines allfälligen Bewilligungsverfahrens hat er auf jeden Fall dort abzuwarten, nachdem er in der Schweiz straffällig geworden ist (Drogenhandel; vgl. Art. 17 AuG). Soweit der Beschwerdeführer Schadenersatzansprüche geltend macht, ist das Bundesgericht zu deren Beurteilung unzuständig. Für alles Weitere wird auf das Urteil vom 25. Januar 2008 und den angefochtenen Entscheid verwiesen (Art. 109 Abs. 3 BGG).

3.
Aufgrund der besonderen Umstände (Bedürftigkeit, absehbarer Wegweisungsvollzug usw.) kann davon abgesehen werden, Kosten zu erheben (vgl. Art. 66 Abs. 1 BGG). Das Migrationsamt des Kantons Thurgau wird ersucht, dafür besorgt zu sein, dass das vorliegende Urteil dem Beschwerdeführer korrekt eröffnet und nötigenfalls verständlich gemacht wird.

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Es werden keine Kosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Migrationsamt des Kantons Thurgau, dem Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau sowie dem Bundesamt für Migration schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 11. März 2008
Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Merkli Hugi Yar

Keywords

deportation custodyrelease from detentionsimplified procedureadmissibilityremoval orderasylum reconsiderationcourt costs

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the complaint against the refusal to release the appellant from deportation custody was admissible and well-founded

Extracted holding

The complaint was manifestly unfounded and was dismissed insofar as it was admissible.

Extracted reasoning

The Federal Supreme Court relied on its earlier judgment upholding the lawfulness of the custody. The appellant raised nothing that required a different assessment; the underlying removal order remained in force and the custody served to secure its execution.

Key legal question

Whether the Federal Supreme Court could address the appellant's requests concerning reconsideration of removal/asylum issues and damages

Extracted holding

The court did not examine the removal/asylum reconsideration request and was not competent to decide damages claims.

Extracted reasoning

The removal and asylum questions were not part of the detention review. Any reconsideration request had been forwarded to the Federal Office for Migration; damages claims fell outside the court's competence in this proceeding.

Continue your research in ChatGPT or Claude

Connect Omnilex to search the legal corpus from your AI assistant.