Withdrawal of appeal; no costs or compensation

2C_183/2009Federal Supreme Court / Public Law Division IIJul 2, 2009Withdrawn

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Omnilex summary

The Federal Office for Social Insurance withdrew its public-law appeal to the Federal Supreme Court after the parties reached a comprehensive settlement in the dispute over the procurement of hearing aids. The Court therefore struck the case off the docket. In light of the withdrawal and the parties' request that costs be set off, the Court ordered that no court costs be charged and no party compensation be awarded.

Omnilex headnote

Art. 32 Abs. 2 BGG; Rückzug der Beschwerde und Abschreibung des Verfahrens; Kosten- und Entschädigungsfolgen. Wird eine Beschwerde zurückgezogen, so wird das Verfahren durch Verfügung des Instruktionsrichters bzw. Abteilungspräsidenten abgeschrieben. Über die Kosten ist nach Massgabe von Art. 66 BGG zu befinden; bei entsprechendem Antrag und fehlendem Anlass zur Kostenauflage kann von der Erhebung von Gerichtskosten abgesehen und eine Parteientschädigung verweigert werden (Art. 66 Abs. 4 BGG; Art. 5 Abs. 2 BZP i.V.m. Art. 71 BGG).

Full text

{T 1/2}
2C_183/2009

Verfügung vom 2. Juli 2009
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Müller, Präsident,
Gerichtsschreiber Feller.

Parteien
Bundesamt für Sozialversicherungen, 3003 Bern, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Wolfgang Straub, Fürsprecher, Dr. Fridolin Walther (Walther Leuch Howald), c/o Deutsch Wyss und Partner, Effingerstrasse 17, Postfach 5860, 3001 Bern,

gegen

  1. Hearing systems manufacturers (HSM) Genossenschaft, p.A. Herrn Rudolf Weiss, Huttenstrasse 36, 8006 Zürich,
  2. AKUSTIKA Schweizerischer Fachverband für Hörgeräteakustik (Akustika), Zugerstrasse 25, 6314 Unterägeri,
  3. HZV Hörzentralen-Verband, Sandrainstrasse 3, 3001 Bern,
  4. Phonak AG, Laubisrütistrasse 28, 8712 Stäfa,
  5. Oticon SA, Wengistrasse 17, 4502 Solothurn,
  6. Siemens Audiologie AG, Soodstrasse 57, 8134 Adliswil,
  7. Ansavox AG, Sihltalstrasse 74, 8135 Langnau am Albis,
  8. Bernafon AG, Morgenstrasse 131, 3018 Bern,
  9. Fimic, Kurz Fierz, Ringstrasse 40, 8107 Buchs ZH,
  10. GN ReSound AG, Schützenstrasse 1, 8800 Thalwil,
  11. Widex Hörgeräte AG, Hertistrasse 21, 8304 Wallisellen,
    Beschwerdegegner
    alle vertreten durch Dr. Thomas Eichenberger und Dr. Andreas Güngerich, Rechtsanwälte,
    Kellerhals Anwälte, Kapellenstrasse 14, 3001 Bern,
  12. Audifon GmbH & Co. KG, Werner-von-Siemens-Strasse 2, DE-99625 Kölleda, Deutschland,
  13. KIND Hörgeräte GmbH & Co. KG, Kokenhorststrasse 3-5, DE-30938 Grossburgwedel/Hannover, Deutschland,
  14. KIND Hörzentralen AG, Marktgasse 39, 4600 Olten,
  15. KIND Hörzentralen Wil AG, Obere Bahnhofstrasse 38, 9500 Wil SG,
  16. Akustimed GmbH, Otto-Hahn-Strasse 35, DE-44227 Dortmund, Deutschland,
  17. GEERS Hörakustik AG & Co. KG, Otto-Hahn-Strasse 35, DE-44227 Dortmund, Deutschland,
  18. Beltone Hörberatung AG, Hodlerstrasse 2, 9008 St. Gallen,
    Beschwerdegegner,
    alle vertreten durch Hubert Rüedi und Christian Leupi, Rechtsanwälte, Kaufmann Rüedi Rechtsanwälte, Löwenplatz/Zürichstrasse 12, 6004 Luzern.

Gegenstand
Beschaffung von Hörgeräten,

Beschwerde gegen das Urteil des Bundesverwaltungsgericht, Abteilung II, vom 13. Februar 2009.

Nach Einsicht
in die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten des Bundesamtes für Sozialversicherungen vom 16. März 2009 gegen das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 13. Februar 2009 betreffend Beschaffung von Hörgeräten,
in das Schreiben des Beschwerdeführers vom 30. Juni 2009, womit unter Hinweis auf eine gleichentags zwischen den Parteien zustande gekommene umfassende Einigung und gestützt auf die Zusagen der Gegenparteien, die von ihnen beim Bundesgericht und beim Bundesverwaltungsgericht anhängig gemachten Beschwerden zurückzuziehen, die Beschwerde vom 16. März 2009 zurückgezogen und darum ersucht wird, das Verfahren 2C_183/2009 als erledigt abzuschreiben, unter Tragung der Gerichtskosten durch den Beschwerdeführer und Wettschlagung der Parteikosten,

in Erwägung,
dass das Verfahren gestützt auf Art. 32 Abs. 2 BGG mit Verfügung des Instruktionsrichters bzw. des Abteilungspräsidenten (vgl. Art. 32 Abs. 1 BGG) abgeschrieben werden kann, wobei über die Gerichtskosten zu entscheiden und die Höhe einer (allfälligen) Parteientschädigung zu bestimmen ist (Art. 5 Abs. 2 BZP in Verbindung mit Art. 71 BGG),
dass auf die Erhebung von Kosten zu verzichten (vgl. Art. 66 Abs. 4 BGG) und angesichts des Antrags auf Wettschlagung der Parteikosten (s. dazu auch die Eingaben der Beschwerdegegner 1 - 11 vom 29. Juni 2009 und der Beschwerdegegner 12 - 18 vom 30. Juni 2009) keine Parteientschädigung zuzusprechen ist,

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Das Verfahren wird infolge Rückzugs der Beschwerde abgeschrieben.

2.
Es werden weder Kosten erhoben noch eine Parteientschädigung zugesprochen.

3.
Diese Verfügung wird den Parteien und dem Bundesverwaltungsgericht, Abteilung II, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 2. Juli 2009
Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Müller Feller

Keywords

withdrawalstriking offcourt costsparty compensationsettlementappeal withdrawal

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Key legal question

Whether the appeal proceedings should be struck off following withdrawal of the appeal.

Extracted holding

The proceedings were struck off because the appeal had been withdrawn.

Extracted reasoning

The appellant expressly withdrew the appeal after the parties reached a comprehensive settlement and asked for the case to be closed.

Key legal question

How court costs and party compensation should be allocated after withdrawal.

Extracted holding

No court costs were charged and no party compensation was awarded.

Extracted reasoning

The court relied on the withdrawal, the request for cost waiver, and the parties' agreement on set-off of party costs; it therefore refrained from imposing costs or compensation.

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