Tax appeal for 1993 held inadmissible

2A.731/2006Federal Supreme Court / Public Law Division IIDec 12, 2006Inadmissible

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Omnilex summary

X.________ AG challenged Basel-Stadt tax assessment for 1993 after the cantonal courts upheld the taxation based on disallowing a claimed loss from an intra-company real estate sale. The Federal Supreme Court, deciding under the summary procedure of Art. 36a OG, held that an administrative law appeal was unavailable for tax periods before 1 January 2001. It also refused to recharacterize the filing as a constitutional complaint because the constitutional grievances were insufficiently substantiated. The appeal was therefore not entered into, and the company was ordered to pay court costs of CHF 1,000.

Omnilex headnote

Art. 97 ff. OG; Art. 73 StHG; art. 90 al. 1 let. b OG; admissibility of the administrative law appeal in cantonal tax matters concerning periods before 1 January 2001. For such tax periods, the administrative law appeal is excluded because the cantonal tax law was not yet subject to harmonization requirements under the StHG and no violation of federal administrative law can be invoked in this respect. A pleading cannot be transformed into a constitutional complaint unless the requirements of Art. 90(1)(b) OG are met; mere incidental constitutional criticism or appellatory assertions do not suffice. An obviously inadmissible appeal may be decided summarily under Art. 36a OG.

Full text

{T 0/2}
2A.731/2006 /fco

Urteil vom 12. Dezember 2006
II. Öffentlichrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Merkli, Präsident,
Bundesrichter Betschart, Hungerbühler,
Gerichtsschreiber Häberli.

Parteien
X.________ AG,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Advokat Andreas Waldmann,

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Basel-Stadt,
Postfach, 4001 Basel,
Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt
als Verwaltungsgericht, Bäumleingasse 1, 4051 Basel.

Gegenstand
Kantonale Steuern 1993,

Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen das Urteil
des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt
als Verwaltungsgericht vom 13. Juni 2006.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:

1.
Die X.________ AG deklarierte in der Steuererklärung 1993 einen Verlust von 101'866 Franken. Dieses Geschäftsergebnis ging auf den Verkauf einer Liegenschaft unter Buchwert an den Verwaltungsratspräsidenten und Hauptaktionär der X.________ AG zurück. Die Steuerverwaltung des Kantons Basel-Stadt anerkannte den daraus resultierenden Veräusserungsverlust nicht und veranlagte die X.________ AG für die kantonalen Steuern 1993 mit einem steuerbaren Reinertrag von 278'320 Franken (Verfügung vom 31. August 1995). Das Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt schützte diese Veranlagung kantonal letztinstanzlich (Urteil vom 13. Juni 2006).
2.
Am 30. November 2006 hat die X.________ AG beim Bundesgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht mit dem Antrag, den angefochtenen Entscheid aufzuheben und die Sache zu neuem Entscheid an das Appellationsgericht zurückzuweisen. Die Beschwerde ist offensichtlich unzulässig, so dass auf sie im vereinfachten Verfahren nach Art. 36a OG (summarische Begründung; Verzicht auf die Einholung von Akten und Vernehmlassungen) nicht einzutreten ist.
3.
3.1 Für Streitigkeiten, welche Steuerperioden vor dem 1. Januar 2001 betreffen (vorliegend das Steuerjahr 1993), steht die Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht zur Verfügung. Das kantonale Steuerrecht musste bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht dem Bundesgesetz vom 14. Dezember 1990 über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (StHG; SR 642.14) entsprechen, weshalb insoweit nicht die Verletzung von Bundesverwaltungsrecht in Frage steht (Art. 97 ff. OG und Art. 73 StHG; vgl. BGE 123 II 588 E. 2d/e S. 593 f.; 128 II 56 E. 1a/b S. 58 f.). Dass das angefochtene Urteil in seiner Rechtsmittelbelehrung versehentlich auf die Möglichkeit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde verweist, ändert nichts. Die anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin hätte aufgrund der gesetzlichen Ordnung und der erwähnten publizierten Rechtsprechung die offensichtliche Unrichtigkeit dieser Rechtsmittelbelehrung bemerken müssen.
3.2 Die Eingabe der Beschwerdeführerin kann nicht in eine staatsrechtliche Beschwerde umgedeutet werden. Zwar werden am Rande auch Verletzungen von Bundesverfassungsrecht gerügt, doch genügen die diesbezüglichen Ausführungen den gesetzlichen Begründungsanforderungen gemäss Art. 90 Abs. 1 lit. b OG offensichtlich nicht (vgl. BGE 110 Ia 1 E. 2 S. 3 f.; 119 Ia 197 E. 1d S. 201). Dies gilt zunächst insoweit, als eine Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV (recte: Art. 29 Abs. 1 BV) und Art. 6 Ziff. 1 EMRK geltend gemacht wird: Das Appellationsgericht hat ausdrücklich festgehalten, dass sich die kantonale Steuerrekurskommission eine Rechtsverzögerung habe zu Schulden kommen lassen; es hat lediglich verneint, dass dieser Umstand zu einer "Verjährung" der Steuerforderung führen könne. Inwiefern diese letztere Schlussfolgerung verfassungswidrig sein soll, wird von der Beschwerdeführerin nicht in rechtsgenüglicher Weise dargetan. Gleiches gilt für den in diesem Zusammenhang ebenfalls erwähnten Grundsatz von Treu und Glauben (Art. 9 BV). Soweit die Beschwerdeführerin schliesslich eine Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) rügt, setzt sie sich nicht substantiiert mit den Erwägungen des Appellationsgerichts auseinander, so dass ihre Vorbringen rein appellatorischer Natur sind.
4.
Bei diesem Verfahrensausgang wird die Beschwerdeführerin kostenpflichtig (vgl. Art. 156 OG). Parteientschädigung ist keine auszurichten (vgl. Art. 159 OG).

Demnach erkennt das Bundesgericht
im Verfahren nach Art. 36a OG:
1.
Auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.-- wird der Beschwerdeführerin auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, der Steuerverwaltung und dem Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt sowie der Eidgenössischen Steuerverwaltung schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 12. Dezember 2006
Im Namen der II. öffentlichrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber

Keywords

tax assessmentinadmissibilityconstitutional complaintsubstantiationcourt costssummary procedure

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Key legal question

Whether the administrative law appeal was available for a 1993 cantonal tax period.

Extracted holding

No; for tax periods before 1 January 2001, administrative law appeal was not available.

Extracted reasoning

Because cantonal tax law for that period did not yet have to conform to the Tax Harmonization Act, the case did not concern a violation of federal administrative law within Art. 97 ff. OG and Art. 73 StHG.

Key legal question

Whether the filing could be treated as a constitutional complaint.

Extracted holding

No; the pleading did not satisfy the substantiation requirements for a constitutional complaint.

Extracted reasoning

The alleged violations of constitutional rights were raised only marginally and were insufficiently reasoned under Art. 90(1)(b) OG; the arguments on delay, good faith, and hearing rights were merely appellatory.

Key legal question

Court costs and party compensation.

Extracted holding

Costs were imposed on the appellant, and no party compensation was awarded.

Extracted reasoning

The appellant was unsuccessful in the proceedings.

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