Revision of Federal Supreme Court judgment inadmissible

1F_17/2008Federal Supreme Court / Public Law Division IAug 14, 2008Inadmissible

Summary

The applicants sought revision of a Federal Supreme Court judgment of 17 July 2008 that had not entered into their complaint. They argued, in substance, that the Court had been biased. The Court held that a final federal judgment can be reopened only on a statutory revision ground, and that the applicants neither substantiated nor made apparent any disqualification ground under Art. 34 BGG. As no other revision ground was invoked, the request was not admitted without exchange of written submissions. The Court waived costs.

Regest

Art. 121 lit. a, Art. 127 BGG; revision of a final Federal Supreme Court judgment on the ground of alleged bias: a revision request is admissible only if a statutory ground is invoked and substantiated. Mere assertion that the deciding judges were biased or prejudiced does not suffice; the applicant must indicate concrete circumstances establishing a disqualification ground under Art. 34 BGG. If no other revision ground is pleaded, the Court may refuse to enter without exchange of submissions. Costs may be waived under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Full text

{T 0/2}
1F_17/2008 /daa

Urteil vom 14. August 2008
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Féraud, Präsident,
Bundesrichter Aeschlimann, Fonjallaz,
Gerichtsschreiber Pfäffli.

Parteien
Ehepaar X.________, Gesuchsteller,

gegen

Y.________, Gesuchsgegner, vertreten durch Fürsprecher Andreas Bandi,
Einwohnergemeinde Roggwil, vertreten durch die Baubewilligungsbehörde, Bahnhofstrasse 8,
Postfach 164, 4914 Roggwil,
Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern, Rechtsamt, Reiterstrasse 11, 3011 Bern,
Verwaltungsgericht des Kantons Bern,
Speichergasse 12, 3011 Bern.

Gegenstand
Revision des bundesgerichtlichen Urteils
vom 17. Juli 2008 1C_319/2008.

In Erwägung,
dass das Bundesgericht mit Urteil vom 17. Juli 2008 auf die Beschwerde der Eheleute X.________ mangels einer genügenden Begründung nicht eingetreten ist (Verfahren 1C_319/2008);

dass die Eheleute X.________ mit Eingabe vom 5. August 2008 um Aufhebung des bundesgerichtlichen Urteils vom 17. Juli 2008 ersucht haben;
dass die Aufhebung oder Abänderung eines nach Art. 61 BGG in Rechtskraft erwachsenen Bundesgerichtsurteils nur bei Vorliegen eines Revisionsgrundes (Art. 121 ff. BGG) möglich ist;
dass die Eingabe der Gesuchsteller somit als Revisionsgesuch zu behandeln ist;
dass die Gesuchsteller sinngemäss den Revisionsgrund von Art. 121 a BGG anrufen, da sie das Bundesgericht beim Urteil vom 17. Juli 2008 als "befangen und voreingenommen" erachten;
dass die Gesuchsteller indessen nicht darlegen - und auch nicht ersichtlich ist -, inwiefern ein Ausstandsgrund im Sinne von Art. 34 BGG gegeben sein sollte;
dass somit nicht ersichtlich ist, inwiefern der Revisionsgrund von Art. 121 a BGG erfüllt sein sollte,
dass die Gesuchsteller in ihrer Eingabe keinen weiteren Revisionsgrund anrufen, an welchem der beanstandete bundesgerichtliche Nichteintretensentscheid leiden sollte;
dass somit auf das Revisionsgesuch ohne Schriftenwechsel nicht einzutreten ist (Art. 127 BGG);
dass auf eine Kostenauflage verzichtet werden kann (Art. 66 Abs. 1 BGG);

erkennt das Bundesgericht:

1.
Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Kosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, der Einwohnergemeinde Roggwil sowie der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion und dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 14. August 2008
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Féraud Pfäffli

Keywords

revisioninadmissibilitybiasdisqualificationcourt costsnon-entry