Mootness and costs after jurisdiction dispute

1C_496/2008Federal Supreme Court / Public Law Division IOct 6, 2009Modified

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Omnilex summary

The appellants challenged the initiation of the Brandschänki quarter-plan procedure in Uster and simultaneously disputed the federal court's jurisdiction. After the Zurich Administrative Court upheld its own jurisdiction for appellants 1-7, the federal appeal became moot in part and was otherwise withdrawn. The Federal Supreme Court therefore removed the case from the docket, charged no court fees, and ordered the Canton of Zurich to pay CHF 2,000 in party compensation to appellants 1-7.

Omnilex headnote

Art. 72 BZP in Verbindung mit Art. 71 BGG; Kostenfolgen bei Gegenstandslosigkeit und Rückzug einer Beschwerde: Wird das bundesgerichtliche Verfahren infolge Erledigung gegenstandslos oder teilweise zurückgezogen, ist über die Kosten summarisch nach mutmasslichem Prozesserfolg zu entscheiden. Massgebend ist, welche Partei bei materieller Beurteilung voraussichtlich unterlegen wäre; in diesem Fall können Gerichtskosten erlassen und eine Parteientschädigung zugesprochen werden (Art. 68 BGG).

Full text

{T 0/2}
1C_496/2008

Verfügung vom 6. Oktober 2009
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Féraud, Präsident,
Gerichtsschreiber Bopp.

  1. Parteien
    A.________,
  2. B.________,
  3. C.________,
  4. D.________,
  5. E.________,
  6. F.________,
  7. G.________,
  8. H.________,
  9. J.________,
  10. K.________,
  11. L.________,
  12. M.________,
  13. N.________,
  14. O.________,
  15. P.________,
    alle vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Hans Maurer,
    Beschwerdeführer,

gegen

Stadt Uster,
handelnd durch den Stadtrat Uster,

Gegenstand
Einleitung des Quartierplanverfahrens Brandschänki,

Beschwerde gegen die Verfügung der Baudirektion des Kantons Zürich vom 19. September 2008.
In Erwägung,
dass A.________ und Mitbeteiligte gegen die am 19. September 2008 betreffend Einleitung des Quartierplanverfahrens Brandschänki, Uster, ergangene Verfügung der Baudirektion des Kantons Zürich, der dieser Verfügung beigefügten Rechtsmittelbelehrung entsprechend, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ans Bundesgericht führten, sich dabei aber gleichzeitig auch ans kantonale Verwaltungsgericht wandten;
dass sie im bundesgerichtlichen Verfahren insbesondere den Antrag stellten, es sei entgegen der Rechtsmittelbelehrung zunächst die Zuständigkeit des Zürcher Verwaltungsgerichts zu bejahen;
dass die 3. Kammer der 3. Abteilung des Verwaltungsgerichts mit Entscheid vom 20. Mai 2009 die Beschwerde der Beschwerdeführer 1-7 gutgeheissen und die verwaltungsgerichtliche Zuständigkeit insoweit bejaht hat, während sie die Beschwerde im Übrigen abgewiesen hat;
dass damit die vorliegende Beschwerde insoweit gegenstandslos geworden und im Übrigen gemäss Schreiben vom 3. September 2009 zurückgezogen worden ist;
dass gemäss Art. 72 BZP in Verbindung mit Art. 71 BGG über die Kostenfolgen mit summarischer Begründung zu entscheiden ist;
dass danach die Kosten im Regelfall derjenigen Partei aufzuerlegen sind, die sich bei der Beurteilung des Rechtsstreites materiell im Unrecht befunden hätte;
dass die Beschwerdeführer 1-7 eine angemessene Parteientschädigung verlangen, während die Zürcher Behörden darauf verzichtet haben, sich zu den Kostenfolgen zu äussern;
dass die Beschwerde jedenfalls hinsichtlich der Beschwerdeführer 1-7 mit Blick auf den ergangenen verwaltungsgerichtlichen Entscheid voraussichtlich erfolgreich gewesen wäre;
dass daher der Kanton Zürich diese Beschwerdeführer angemessen zu entschädigen hat (Art. 68 BGG), während es sich bei den gegebenen Verhältnissen rechtfertigt, für das bundesgerichtliche Verfahren keine Kosten zu erheben;

wird verfügt:

1.
Die Beschwerde im Verfahren 1C_496/2008 wird, soweit sie nicht zurückgezogen worden ist, als gegenstandslos geworden abgeschrieben.

2.
Es werden keine Kosten erhoben.

3.
Der Kanton Zürich hat den Beschwerdeführern 1 bis 7 eine Parteientschädigung von Fr. 2'000.-- zu bezahlen.

4.
Diese Verfügung wird den Beschwerdeführern, der Stadt Uster sowie der Baudirektion und dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, 3. Abteilung, 3. Kammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 6. Oktober 2009

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Féraud Bopp

Keywords

mootnesswithdrawalcostsparty compensationjurisdictionquarter plan procedure

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the federal appeal had become moot or withdrawn

Extracted holding

The appeal was struck off as moot to the extent it had not been withdrawn.

Extracted reasoning

A cantonal administrative court decision resolved the jurisdiction question, and the remaining part of the federal appeal had been withdrawn by letter.

Key legal question

Allocation of costs and party compensation

Extracted holding

No court costs were charged, and the Canton of Zurich had to pay the first seven appellants CHF 2,000 in party compensation.

Extracted reasoning

Under the summary cost rules, costs normally follow the likely substantive outcome; the appeal by appellants 1-7 would probably have succeeded, so they were entitled to compensation.

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