Federal complaint inadmissible for insufficient reasoning

1C_402/2012Federal Supreme Court / Public Law Division IAug 31, 2012Inadmissible

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Omnilex summary

X. filed several criminal complaints against officials. The Staatsanwaltschaft Y. forwarded the matter to the Obergericht of Zurich for a decision on authorization to open a criminal investigation. The III. Strafkammer refused authorization, and X. brought the case to the Federal Supreme Court. The court held that the complaint failed to satisfy the required statement of reasons because it merely criticized the authorities in general terms and did not engage with the lower court’s reasoning. The complaint was therefore not admitted. No federal court costs were imposed.

Omnilex headnote

Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG; Anforderungen an die Begründung der Beschwerde an das Bundesgericht; eine Beschwerde genügt den Formerfordernissen nicht, wenn sie sich nur appellatorisch mit dem angefochtenen Entscheid bzw. den betroffenen Behörden auseinandersetzt, ohne im Einzelnen darzutun, inwiefern die Entscheidbegründung oder das Ergebnis Recht oder Verfassung verletzen soll. Ist der Mangel offensichtlich, kann im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG auf die Beschwerde nicht eingetreten werden (E. 1).

Full text

{T 0/2}
1C_402/2012

Urteil vom 31. August 2012
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Aemisegger, präsidierendes Mitglied,
Gerichtsschreiber Bopp.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft Y.________,
Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich.

Gegenstand
Ermächtigung zur Eröffnung einer Strafuntersuchung,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, III. Strafkammer, vom 25. Juli 2012.
In Erwägung,
dass X.________ mit verschiedenen Eingaben in der Zeit von 17. Februar bis 12. April 2012 Strafanzeige gegen mehrere Behördenmitglieder bzw. Beamte erstattete;

dass die Staatsanwaltschaft Y.________ die Sache zum Entscheid über die Erteilung bzw. Nichterteilung der Ermächtigung zur Durchführung einer Strafuntersuchung ans Obergericht des Kantons Zürich weiterleitete;

dass die III. Strafkammer des Obergerichts mit Beschluss vom 25. Juli 2012 der Staatsanwaltschaft die Ermächtigung zum Entscheid über die Untersuchungseröffnung bzw. die Nichtanhandnahme des verlangten Verfahrens nicht erteilte;

dass der Anzeiger mit Eingabe vom 22. August (Postaufgabe: 24. Juni) 2012 Beschwerde ans Bundesgericht führt;

dass das Bundesgericht davon abgesehen hat, Vernehmlassungen einzuholen;

dass der Beschwerdeführer den angefochtenen Beschluss bzw. die von ihm angezeigten Amtsstellen bzw. Beamten ganz allgemein kritisiert, dabei aber nicht im Einzelnen darlegt, inwiefern die dem Beschluss zugrunde liegende Begründung bzw. der Beschluss selber im Ergebnis rechts- bzw. verfassungswidrig sein soll;

dass die Beschwerde somit den gesetzlichen Formerfordernissen (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 136 I 49 E. 1.4.1 S. 53, 65 E. 1.3.1 S. 68 mit Hinweisen) nicht zu genügen vermag;

dass schon aus diesem Grund auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und es sich daher erübrigt, auch noch die weiteren Eintretensvoraussetzungen zu erörtern;

dass der genannte Mangel offensichtlich ist, weshalb über die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG entschieden werden kann;

dass es sich bei den gegebenen Verhältnissen rechtfertigt, für das bundesgerichtliche Verfahren keine Kosten zu erheben;
wird erkannt:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Kosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Staatsanwaltschaft Y.________, der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 31. August 2012

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Aemisegger

Der Gerichtsschreiber: Bopp

Keywords

inadmissibilityreasoning requirementcriminal complaintauthorizationsimplified procedure

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the federal complaint against the cantonal decision refusing authorization to open a criminal investigation was sufficiently reasoned.

Extracted holding

The complaint did not meet the statutory reasoning requirements because it only criticized the authorities in general terms and did not explain why the challenged decision was unlawful or unconstitutional.

Extracted reasoning

Under Art. 42(2) and Art. 106(2) BGG, an appellant must specifically address the reasoning of the challenged decision. That was not done here, so the court could not examine the merits.

Key legal question

Whether court costs should be charged in the federal proceedings.

Extracted holding

No costs were imposed in view of the circumstances.

Extracted reasoning

The court considered it justified not to levy costs for the federal proceedings.

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