Non-entry on complaint for lack of reasoning

1C_361/2013Federal Supreme Court / Public Law Division IMay 7, 2013Inadmissible

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Omnilex summary

X. filed a public law complaint against the Zurich cantonal decision refusing authorization to initiate criminal proceedings against four persons. The Federal Supreme Court held that the submission did not comply with the mandatory reasoning requirements of Art. 42(2) and Art. 106(2) BGG because it failed to identify an admissible ground of complaint or to engage with the lower court's reasoning. In simplified procedure, the court therefore declined to enter into the matter and waived court costs.

Omnilex headnote

Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG; ungenügende Beschwerdebegründung als Nichteintretensgrund. Die Beschwerde hat in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt; bei Rüge der Verletzung verfassungsmässiger Rechte gilt eine qualifizierte Begründungspflicht. Fehlt es an einer sachbezogenen Auseinandersetzung mit den tragenden Erwägungen des angefochtenen Entscheids und wird kein zulässiger Beschwerdegrund bezeichnet, ist auf die Eingabe im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten (vgl. E. 1). Eine Kostenauflage kann bei den Umständen entfallen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Full text

{T 0/2}

1C_361/2013

Urteil vom 7. Mai 2013

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Fonjallaz, Präsident,
Gerichtsschreiber Pfäffli.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

A.________, c/o Vormundschaftsbehörde Stadt Zürich, Stauffacherstr. 45, 8004 Zürich,
2. B.________, c/o Vormundschaftsbehörde Stadt Zürich, Stauffacherstr. 45, 8004 Zürich,
3. C.________, Polizeibeamter, c/o Stadtpolizei Zürich, Bahnhofquai 3, 8001 Zürich,
4. D.________, Polizeibeamtin, c/o Stadtpolizei Zürich, Bahnhofquai 3, 8001 Zürich,
Beschwerdegegner,

Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl, Stauffacherstrasse 55, Postfach, 8026 Zürich,
Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Florhofgasse 2, Postfach, 8090 Zürich.

Gegenstand
Ermächtigung zur Eröffnung einer Strafuntersuchung,

Beschwerde gegen den Beschluss vom 31. Januar 2013 des Obergerichts des Kantons Zürich, III. Strafkammer.

In Erwägung,
dass X.________ mit Eingabe vom 19. April 2013 (Postaufgabe 21. April 2013) Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen den Beschluss der III. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich vom 31. Januar 2013 in Sachen Verweigerung der Ermächtigung zur Strafverfolgung erhoben hat;
dass nach Art. 42 Abs. 2 BGG in der Begründung einer Beschwerde in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt;
dass die Beschwerdeführerin, die keinen zulässigen Beschwerdegrund nennt, sich mit der Begründung des angefochtenen Beschlusses nicht auseinandersetzt und nicht darlegt, inwiefern die Begründung bzw. der Beschluss selber im Ergebnis rechts- bzw. verfassungswidrig sein soll;
dass die Beschwerde den gesetzlichen Formerfordernissen (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG; vgl. in diesem Zusammenhang BGE 136 I 49 E. 1.4.1 S. 53, 65 E. 1.3.1 S. 68 mit Hinweisen) offensichtlich nicht genügt, weshalb auf sie im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist;
dass auf eine Kostenauflage verzichtet werden kann (Art. 66 Abs. 1 BGG);

erkennt der Präsident:

1.

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.

Es werden keine Kosten erhoben.

3.

Dieses Urteil wird den Parteien, der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl, der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 7. Mai 2013
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Fonjallaz

Der Gerichtsschreiber: Pfäffli

Keywords

non-entryreasoning requirementscriminal prosecution authorizationsimplified procedurecourt costs

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the complaint satisfied the reasoning requirements under the Federal Supreme Court Act.

Extracted holding

No. The complainant did not identify any admissible ground of appeal, did not engage with the challenged reasoning, and failed to show how the decision was unlawful or unconstitutional.

Extracted reasoning

Under Art. 42(2) and Art. 106(2) BGG, an appeal must concisely explain how the challenged decision violates law. Because this was not done, the court could not examine the merits.

Key legal question

Whether court costs should be charged.

Extracted holding

No costs were imposed.

Extracted reasoning

The court exercised its discretion to waive costs.

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