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1C_220/2014 ΓÇó Inadmissibility of abstract review of the BÜPF
1C_220/2014Federal Supreme Court / Public Law Division IMay 23, 2014Inadmissible
The association filed a direct constitutional challenge to Arts. 12(2) and 15(3) BÜPF. The Federal Supreme Court held the filing to be manifestly late under Art. 101 BGG and noted that federal statutes are not subject to abstract review under Art. 82 BGG and Art. 190 BV. The complaint was therefore not entered into. The Court waived court costs under Art. 66(1) BGG.
Art. 101 BGG; Art. 82 BGG; Art. 190 BV; abstract review of federal statutes and time limit for challenges to enactments. A complaint seeking abstract review of federal legislation is inadmissible. Such a challenge must be lodged within 30 days of the relevant publication; if this period is missed, the Federal Supreme Court will not enter into the matter. Independently thereof, federal statutes are excluded from abstract constitutional review because they bind the courts under Art. 190 BV. Where the Court does not enter into the matter, it may waive court costs pursuant to Art. 66 Abs. 1 BGG (consid. 1).
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1C_220/2014
Urteil vom 23. Mai 2014
I. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Fonjallaz, Präsident,
Bundesrichter Aemisegger, Karlen,
Gerichtsschreiber Pfäffli.
Verfahrensbeteiligte
Verein A.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Bundesversammlung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, Parlamentsgebäude, 3003 Bern.
Gegenstand
Art. 12 Abs. 2 und Art. 15 Abs. 3 des Bundesgesetzes betreffend die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs (BüPF).
In Erwägung,
dass der Verein A.________ mit Eingabe vom 24. April 2014 (Postaufgabe 25. April 2014) Beschwerde beim Bundesgericht mit dem Rechtsbegehren eingereicht hat, "es sei festzustellen, dass Art. 12 Abs. 2 und Art. 15 Abs. 3 BüPF (Bundesgesetz betreffend die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs) die Verfassung und/oder die EMRK verletzen";
dass der Beschwerdeführer damit eine abstrakte Normenkontrolle der besagten Artikel des Bundesgesetzes betreffend die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs vom 6. Oktober 2000 (BÜPF; SR 780.1) verlangt;
dass die Beschwerde gegen einen Erlass innert 30 Tagen nach der massgebenden Veröffentlichung des Erlasses beim Bundesgericht einzureichen ist (Art. 101 BGG), weshalb die vorliegende Beschwerde offensichtlich verspätet erfolgt ist;
dass im Übrigen Bundesgesetze der abstrakten Normenkontrolle nicht unterliegen (Art. 82 BGG, vgl. auch Art. 190 BV);
dass demnach auf die Beschwerde nicht einzutreten ist;
dass auf eine Kostenauflage verzichtet werden kann (Art. 66 Abs. 1 BGG);
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
Es werden keine Kosten erhoben.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer und der Bundesversammlung der Schweizerischen Eidgenossenschaft schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 23. Mai 2014
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Fonjallaz
Der Gerichtsschreiber: Pfäffli