Non-entry for insufficiently reasoned appeal against building permit

1C_20/2010Federal Supreme Court / Public Law Division IJan 20, 2010Inadmissible

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Omnilex summary

The Federal Supreme Court did not enter into the appeal of two liquidated companies against a Zurich administrative court judgment concerning a building permit. It held that the appellants failed to satisfy the reasoning requirement of Art. 42(2) BGG because they only made general allegations of legal violations without showing specifically why the challenged decision was unlawful. The request for suspensive effect became moot. Court costs of CHF 500 were imposed jointly and severally on the appellants, and the respondent received no party compensation.

Omnilex headnote

Art. 42 Abs. 2 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; requirements for admissibility of a federal appeal: the appellant must, in concise but specific terms, indicate how the contested decision violates law. General, unspecific allegations of legal violations are insufficient. Where the deficiency is manifest, the appeal may be dealt with in simplified procedure by non-entry. Ancillary requests, such as suspensive effect, fall away as moot once non-entry is ordered. Costs follow the outcome under Art. 66 BGG; a private respondent is not entitled to compensation absent compensable expenses.

Full text

{T 0/2}
1C_20/2010

Urteil vom 20. Januar 2010
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Féraud, Präsident,
Gerichtsschreiber Bopp.

Verfahrensbeteiligte

  1. X.________ AG in Liquidation,
  2. Y.________ AG in Liquidation,
    Beschwerdeführerinnen,

gegen

Baugenossenschaft A.________,
Beschwerdegegnerin,
Bausektion der Stadt Zürich, Amtshaus IV, Lindenhofstrasse 19, Postfach, 8021 Zürich.

Gegenstand
Baubewilligung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich, 1. Abteilung, 1. Kammer,
vom 7. Oktober 2009.

Erwägungen:

1.
Mit Entscheid vom 7. Oktober 2009 hat die 1. Kammer der 1. Abteilung des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich eine von der X.________ AG in Liquidation und der Y.________ AG in Liquidation erhobene Beschwerde abgewiesen, soweit sie darauf eingetreten ist.

2.
Hiergegen führen die X.________ AG in Liquidation und die Y.________ AG in Liquidation der Sache nach Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Art. 82 ff. BGG) ans Bundesgericht.
Das Bundesgericht hat davon abgesehen, Vernehmlassungen einzuholen.

3.
Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Beschwerdebegründung - unabhängig von der Art des nach BGG offenstehenden Rechtsmittels - in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (s. in diesem Zusammenhang auch BGE 134 I 313 E. 2 S. 315 sowie 134 II 349 E. 3 S. 351 f.; 133 II 249 insb. E. 1.4 S. 254). Die Bestimmungen von Art. 95 ff. BGG nennen die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe.
Die Beschwerdeführerinnen machen auf ganz allgemeine Weise zahlreiche Rechtsverletzungen geltend, die sie über den angefochtenen Entscheid hinaus einer Vielzahl von Behördemitgliedern namentlich der Kantone Zürich und Schwyz zur Last legen. Sie führen jedoch nicht im Einzelnen aus, inwiefern die dem angefochtenen Entscheid zugrunde liegende Begründung bzw. dieser im Ergebnis im Sinn der oben erwähnten Bestimmungen rechts- bzw. verfassungswidrig sein soll. Schon mangels einer hinreichenden Begründung ist daher auf die Beschwerde nicht weiter einzutreten. Mit dem vorliegenden Urteil wird das Gesuch, der Beschwerde sei aufschiebende Wirkung beizulegen, gegenstandslos.
Der Begründungsmangel ist offensichtlich, weshalb über die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG entschieden werden kann.
Ergibt sich das Nichteintreten bereits aus dem genannten Grunde, sind die von den Beschwerdeführerinnen nebst dem (sinngemässen) Hauptbegehren um Aufhebung des verwaltungsgerichtlichen Entscheids vom 7. Oktober 2009 gestellten Zusatzbegehren nicht weiter zu erörtern.

4.
Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die bundesgerichtlichen Kosten den Beschwerdeführerinnen unter solidarischer Haftbarkeit aufzuerlegen (Art. 66 BGG). Der privaten Beschwerdegegnerin ist durch das vorliegende Verfahren kein Aufwand entstanden, weshalb ihr keine Parteientschädigung zusteht.

Demnach wird erkannt:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden den Beschwerdeführerinnen unter solidarischer Haftbarkeit auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, der Bausektion der Stadt Zürich und dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, 1. Abteilung, 1. Kammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 20. Januar 2010

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Féraud Bopp

Keywords

building permitadmissibilityreasoning requirementnon-entrysimplified procedurecourt costssuspensive effect

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the appeal met the Federal Supreme Court's reasoning requirements.

Extracted holding

No. The appellants did not explain concretely how the challenged judgment violated law or the Constitution.

Extracted reasoning

Under Art. 42(2) BGG, the appeal must concisely show how the decision infringes law. General allegations against many authorities are insufficient.

Key legal question

Whether the request for suspensive effect remained to be decided.

Extracted holding

No. The request became moot once the appeal was not entered into.

Extracted reasoning

The non-entry decision rendered the interim request devoid of purpose.

Key legal question

Costs and party compensation.

Extracted holding

Court costs were imposed on the appellants jointly and severally; no party compensation was awarded to the respondent.

Extracted reasoning

Costs follow the outcome of the proceedings; the respondent incurred no compensable expense.

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