Complaint inadmissible for insufficient reasoning

1C_141/2012Federal Supreme Court / Public Law Division IMar 9, 2012Inadmissible

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Omnilex summary

X. appealed to the Federal Supreme Court against a Zurich Obergericht decision refusing authorization to open a criminal investigation for extortion against Y. The Federal Supreme Court held that the complaint did not comply with the statutory reasoning requirements because it did not identify a permissible ground of appeal or address the lower court's reasoning. It therefore did not enter into the complaint in simplified proceedings. The court waived costs.

Omnilex headnote

Art. 42 Abs. 2, Art. 106 Abs. 2, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; inadmissibility for insufficient reasoning of the complaint. The appellant must, in concise form, show in what respect the challenged decision violates law; mere disagreement with the result is insufficient. The Federal Supreme Court examines only adequately substantiated grievances and may, where the deficiency is manifest, decline to enter in simplified procedure. The complaint must engage with the determinative reasoning of the cantonal decision; failure to do so entails non-entry without examination of the merits (consid. 3).

Full text

{T 0/2}
1C_141/2012

Urteil vom 9. März 2012
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Fonjallaz, Präsident,
Gerichtsschreiber Pfäffli.

Verfahrensbeteiligte
X.________, Beschwerdeführerin,

gegen

Y.________, Beschwerdegegner,

Staatsanwaltschaft See/Oberland, Weiherallee 15, Postfach, 8610 Uster,
Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Florhofgasse 2, Postfach, 8090 Zürich.

Gegenstand
Ermächtigung zur Eröffnung einer Strafuntersuchung,

Beschwerde gegen den Beschluss vom 24. Februar 2012 des Obergerichts des Kantons Zürich, III. Strafkammer.

Erwägungen:

1.
Am 2. Februar 2012 überwies die Staatsanwaltschaft See/Oberland die von X.________ gegen Y.________ erhobene Strafanzeige wegen Erpressung dem Obergericht des Kantons Zürich, um über die Ermächtigung zur Eröffnung einer Strafuntersuchung zu entscheiden. Die III. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich erteilte der Staatsanwaltschaft mit Beschluss vom 24. Februar 2012 die Ermächtigung zum Entscheid über die Untersuchungseröffnung bzw. die Nichtanhandnahme des Verfahrens gegen den Gesuchsgegner nicht. Die Strafkammer führte zusammenfassend aus, dass jeglicher Anfangsverdacht gegen den angezeigten Sozialarbeiter fehle.

2.
X.________ führt mit Eingabe vom 4. März 2012 (Postaufgabe 5. März 2012) Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen den Beschluss der III. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich. Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen.

3.
Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begründung einer Beschwerde in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Bestimmungen von Art. 95 ff. BGG nennen die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe.
Die Beschwerdeführerin nennt keinen zulässigen Beschwerdegrund und setzt sich mit der Begründung des angefochtenen Beschlusses nicht auseinander. Aus ihrer Beschwerde ergibt sich nicht, inwiefern die Begründung, die zur Verweigerung der Ermächtigung zur Eröffnung einer Strafuntersuchung führte, bzw. der Beschluss selber im Ergebnis rechts- bzw. verfassungswidrig sein soll. Die Beschwerde genügt daher den gesetzlichen Formerfordernissen (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG; vgl. in diesem Zusammenhang BGE 136 I 49 E. 1.4.1 S. 53, 65 E. 1.3.1 S. 68 mit Hinweisen) nicht, weshalb auf sie nicht einzutreten ist. Der Begründungsmangel ist offensichtlich, weshalb über die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG entschieden werden kann.

4.
Auf eine Kostenauflage kann verzichtet werden (Art. 66 Abs. 1 BGG).
Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Kosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, der Staatsanwaltschaft See/Oberland sowie der Oberstaatsanwaltschaft und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 9. März 2012
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Fonjallaz

Der Gerichtsschreiber: Pfäffli

Keywords

inadmissibilityreasoning requirementscriminal investigation authorizationnon-entrysimplified procedurecourt costs

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the public law complaint met the Federal Supreme Court's reasoning requirements.

Extracted holding

The complaint did not state any admissible ground and did not engage with the cantonal court's reasoning; it was therefore inadmissible.

Extracted reasoning

Under Arts. 42(2) and 106(2) BGG, the appellant must briefly explain how the challenged decision violates federal law. This was not done, and the defect was obvious, allowing simplified non-entry under Art. 108(1)(b) BGG.

Key legal question

Whether court costs should be charged to the appellant.

Extracted holding

No costs were charged.

Extracted reasoning

The court exercised its discretion to waive costs under Art. 66(1) BGG.

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