Federal Supreme Court refuses complaint for insufficient reasoning

1B_90/2010Federal Supreme Court / Public Law Division IApr 6, 2010Inadmissible

Summary

The appellant challenged the continuation of pre-trial detention before the Federal Supreme Court. The court held that the complaint merely criticized the challenged decision in general terms and did not satisfy the federal substantiation requirements. It therefore did not enter into the matter in simplified proceedings. Given the obvious defect, it waived court costs.

Regest

Art. 42 Abs. 2 and Art. 106 Abs. 2 BGG; admissibility of a criminal-law complaint before the Federal Supreme Court; a mere general criticism of the challenged decision is insufficient. The appellant must, in a reasoned manner, address the decisive considerations and show why the decision is unlawful or unconstitutional. Failure to do so leads to non-entry under Art. 108 Abs. 1 BGG. Where the defect is manifest, the court may decide in simplified proceedings and waive costs pursuant to Art. 66 Abs. 1 BGG (consid. 1-2).

Full text

{T 0/2}
1B_90/2010

Urteil vom 6. April 2010
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Féraud, Präsident,
Gerichtsschreiber Bopp.

Verfahrensbeteiligte
X.________, Beschwerdeführer,

gegen

Bezirksamt Aarau, Laurenzenvorstadt 12, 5001 Aarau,
Staatsanwaltschaft des Kantons Aargau,
Frey-Herosé-Strasse 12, 5001 Aarau.

Gegenstand
Untersuchungshaft,

Beschwerde gegen die Verfügung vom 1. März 2010
des Obergerichts des Kantons Aargau,
Präsidium der Beschwerdekammer.
In Erwägung,
dass X.________ gegen die am 1. März 2010 betreffend Fortsetzung der Untersuchungshaft ergangene Verfügung des Präsidiums der Beschwerdekammer des Obergerichts des Kantons Aargau der Sache nach Beschwerde in Strafsachen (Art. 78 ff. BGG) ans Bundesgericht führt;
dass das Bundesgericht davon abgesehen hat, Vernehmlassungen zur Beschwerde einzuholen;
dass der Beschwerdeführer die angefochtene Verfügung ganz allgemein kritisiert, dabei aber nicht darlegt, inwiefern die ihr zugrunde liegende Begründung bzw. die Verfügung im Ergebnis rechts- bzw. verfassungswidrig sein soll;
dass die Beschwerde somit den gesetzlichen Formerfordernissen (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG, s. in diesem Zusammenhang BGE 134 II 349 E. 3 S. 351 f. sowie 133 II 249 insb. E. 1.4 S. 254) nicht zu genügen vermag;
dass daher schon aus diesem Grund auf die Beschwerde nicht einzutreten ist;
dass der genannte Mangel offensichtlich ist, weshalb über die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG entschieden werden kann;
dass es sich unter den gegebenen Umständen rechtfertigt, keine Kosten zu erheben (s. Art. 66 Abs. 1 BGG);
wird erkannt:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Kosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Bezirksamt Aarau, der Staatsanwaltschaft und dem Obergericht des Kantons Aargau, Präsidium der Beschwerdekammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 6. April 2010

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Féraud Bopp

Keywords

pre-trial detentioninadmissibilitysubstantiationsimplified proceedingscourt costs