Non-entry due to insufficiently reasoned complaint

1B_426/2011Federal Supreme Court / Public Law Division IAug 31, 2011Inadmissible

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Omnilex summary

The complainant challenged a cantonal decision upholding a non-prosecution order issued by the Zurich public prosecutor. Before the Federal Supreme Court, she merely criticized the decision in general terms and did not substantiate in detail how it violated law or the constitution. The court held that the complaint did not meet the reasoning requirements and, in simplified proceedings, declined to enter into the matter. Given the circumstances, it ordered no court costs.

Omnilex headnote

Art. 42 Abs. 2 et 106 al. 2 LTF; motivation du recours en matière pénale; le recourant doit discuter, de manière claire et circonstanciée, les considérants déterminants de la décision attaquée et démontrer en quoi elle viole le droit. Une critique appellatoire ou générale est insuffisante. Lorsque le défaut de motivation est manifeste, le Tribunal fédéral peut statuer selon la procédure simplifiée de l'art. 108 al. 1 LTF et refuser d'entrer en matière; il peut renoncer à percevoir des frais selon l'art. 66 al. 1 LTF en fonction des circonstances.

Full text

{T 0/2}
1B_426/2011

Urteil vom 31. August 2011
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Fonjallaz, Präsident,
Gerichtsschreiber Bopp.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Staatsanwaltschaft See/Oberland, Weiherallee 15, Postfach, 8610 Uster.

Gegenstand
Nichtanhandnahmeverfügung; Kosten/Entschädigung sowie Genugtuung,

Beschwerde gegen die Verfügung vom 28. Juni 2011
des Obergerichts des Kantons Zürich, III. Strafkammer, Präsident.

In Erwägung,
dass die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich am 27. April 2011 Anklage gegen X.________ erhoben hatte;

dass die Staatsanwaltschaft See/Oberland die Untersuchung in verschiedenen Sachverhalten mit dem selben Hintergrund (mit dem früheren Ehemann der Beschuldigten als mutmasslichem Geschädigten) aus Opportunitätsgründen und in Anwendung von Art. 8 Abs. 2 StPO mit Verfügung vom 16. Mai 2011 nicht anhand nahm, wobei sie die Kosten der Beschuldigten auferlegte, jedoch einstweilen nicht einforderte;

dass sie gemäss dieser letztgenannten Verfügung weder Entschädigungen noch Genugtuungen ausrichtete;

dass X.________ hiergegen Beschwerde erhob und namentlich eine Genugtuung verlangte;

dass der Präsident der III. Strafkammer die Beschwerde mit Verfügung vom 28. Juni 2011 abgewiesen hat;

dass X.________ gegen diese Verfügung mit Eingabe vom 23. August 2011 der Sache nach Beschwerde in Strafsachen ans Bundesgericht führt;

dass das Bundesgericht davon abgesehen hat, Vernehmlassungen zur Beschwerde einzuholen;

dass die Beschwerdeführerin die angefochtene Verfügung nur ganz allgemein beanstandet, dabei aber nicht im Einzelnen darlegt, inwiefern die Begründung der Verfügung bzw. diese im Ergebnis rechts- bzw. verfassungswidrig sein soll;

dass die Beschwerde daher den gesetzlichen Formerfordernissen (Art. 42 Abs. 2 sowie Art. 106 Abs. 2 BGG; s. in diesem Zusammenhang BGE 136 I 49 E. 1.4.1 S. 53 und 65 E. 1.3.1 S. 68 mit Hinweisen) nicht zu genügen vermag;

dass daher schon aus diesem Grund auf die Beschwerde nicht einzutreten ist;
dass es sich somit erübrigt, die weiteren Eintretensvoraussetzungen zu erörtern;

dass der genannte Mangel offensichtlich ist, weshalb über die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG entschieden werden kann;

dass es sich bei den gegebenen Verhältnissen rechtfertigt, keine Kosten zu erheben (s. Art. 66 Abs. 1 BGG);

wird erkannt:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Kosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, der Staatsanwaltschaft See/Oberland und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, Präsident, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 31. August 2011
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Fonjallaz

Der Gerichtsschreiber: Bopp

Keywords

non-prosecutioninadmissibilityreasoned complaintsimplified procedurecourt costssatisfaction

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the federal complaint met the required reasoning standards.

Extracted holding

No. The complaint only raised general criticism and did not explain in detail why the challenged decision was unlawful or unconstitutional.

Extracted reasoning

The pleading failed to satisfy Art. 42(2) and Art. 106(2) BGG; the deficiency was obvious, so the court could decide in simplified procedure under Art. 108(1) BGG.

Key legal question

Whether court costs should be charged in the federal proceedings.

Extracted holding

No costs were charged in view of the circumstances.

Extracted reasoning

The court found it appropriate not to impose costs given the situation.

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