Non-entry for insufficiently reasoned criminal appeal

1B_271/2009Federal Supreme Court / Public Law Division ISep 30, 2009Inadmissible

Extracted by Omnilex

Omnilex summary

X.________ challenged a decision of the president of the Criminal Chamber of the Cantonal Court of St. Gallen concerning criminal proceedings and legal aid. The Federal Supreme Court held that the filing did not satisfy the statutory reasoning requirements because it contained only general criticism and no concrete showing of constitutional or federal-law error. It therefore did not enter into the appeal, decided the matter in simplified procedure, declared the request for suspensive effect moot, and waived court costs.

Omnilex headnote

Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG; Eintretensvoraussetzungen der Beschwerde an das Bundesgericht. Eine Eingabe genügt den Begründungsanforderungen nur, wenn sie sich mit den tragenden Erwägungen des angefochtenen Entscheids auseinandersetzt und in gedrängter Form aufzeigt, inwiefern dieser Recht verletzt; blosse allgemeine Kritik oder appellatorische Beanstandungen genügen nicht. Ist der Mangel offensichtlich, kann im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG auf die Beschwerde nicht eingetreten werden. Bei diesen Umständen kann von der Erhebung von Kosten abgesehen werden (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Full text

{T 0/2}
1B_271/2009

Urteil vom 30. September 2009
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Féraud, Präsident,
Gerichtsschreiber Bopp.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Strafkammer des Kantonsgerichts St. Gallen, Präsident, 9001 St. Gallen.

Gegenstand
Strafverfahren (unentgeltliche Prozessführung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Präsidenten
der Strafkammer des Kantonsgerichts St. Gallen vom 11. August 2009.

In Erwägung,
dass der Präsident der Strafkammer des Kantonsgerichts St. Gallen mit Entscheid vom 11. August 2009 einen von X.________ erhobenen Rekurs abgewiesen hat;
dass X.________ gegen diesen Entscheid mit Eingabe vom 21. September 2009 der Sache nach Beschwerde in Strafsachen ans Bundesgericht führt;
dass das Bundesgericht davon abgesehen hat, beim Präsidenten der Strafkammer eine Vernehmlassung einzuholen;
dass der Beschwerdeführer den angefochtenen Entscheid ganz allgemein kritisiert, dabei aber nicht darlegt, inwiefern die diesem zugrunde liegende Begründung bzw. der Entscheid im Ergebnis rechts- bzw. verfassungswidrig sein soll;
dass die Beschwerde daher den gesetzlichen Formerfordernissen (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG, s. in diesem Zusammenhang BGE 134 I 313 E. 2 S. 315 sowie 134 II 349 E. 3 S. 351 f.; 133 II 249 insb. E. 1.4 S. 254) nicht zu genügen vermag, weshalb auf sie nicht einzutreten ist;
dass mit dem vorliegenden Entscheid das Gesuch um Gewährung der aufschiebenden Wirkung gegenstandslos geworden ist;
dass der genannte Mangel offensichtlich ist, weshalb über die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG entschieden werden kann;
dass es sich bei den gegebenen Verhältnissen rechtfertigt, keine Kosten zu erheben (Art. 66 Abs. 1 BGG);

wird erkannt:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Kosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer und dem Präsidenten der Strafkammer des Kantonsgerichts St. Gallen schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 30. September 2009

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Féraud Bopp

Keywords

inadmissibilityreasoning requirementscriminal procedurelegal aidsimplified procedurecourt costs

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the appeal met the Federal Supreme Court's reasoning requirements under Art. 42(2) and Art. 106(2) BGG.

Extracted holding

The appeal was not sufficiently reasoned and therefore could not be considered.

Extracted reasoning

The appellant merely criticized the challenged decision in general terms without showing why its reasoning or outcome violated federal or constitutional law.

Key legal question

Whether court costs should be charged.

Extracted holding

No costs were imposed in view of the circumstances.

Extracted reasoning

Because the defect was obvious and the case was decided in simplified procedure, the Court refrained from charging costs.

Continue your research in ChatGPT or Claude

Connect Omnilex to search the legal corpus from your AI assistant.