Late filing of victim assistance appeal leads to non-entry

1A.252/2003Federal Supreme Court / Public Law Division INov 26, 2003Inadmissible

Extracted by Omnilex

Omnilex summary

X.________ appealed a Schwyz Administrative Court decision in a victim-assistance case to the Federal Supreme Court. The federal appeal was only handed in at the Swiss Consulate in Los Angeles on 2003-10-24, although the challenged decision had been served on 2003-04-16. The court held that the 30-day filing period under the OG had expired and was not extendable. It therefore did not enter into the appeal and, considering the circumstances, imposed no costs.

Omnilex headnote

Art. 106 OG in Verbindung mit Art. 32 und 33 Abs. 1 OG; Frist zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde und verspätete Einreichung. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen seit Zustellung des angefochtenen Entscheids beim Bundesgericht einzureichen bzw. spätestens am letzten Tag der Frist der Post oder einer schweizerischen diplomatischen/konsularischen Vertretung zu übergeben. Diese Frist ist nicht erstreckbar. Wird die Eingabe erst nach Fristablauf eingereicht, ist auf die Beschwerde nicht einzutreten (consid. 1). Kosten können ausnahmsweise erlassen werden, wenn die Umstände dies rechtfertigen (consid. 2).

Full text

{T 0/2}
1A.252/2003 /sta

Urteil vom 26. November 2003
I. Öffentlichrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesgerichtspräsident Aemisegger, Präsident,
Bundesrichter Aeschlimann, Fonjallaz,
Gerichtsschreiber Bopp.

Parteien
X.________, Beschwerdeführer,

gegen

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz, Kammer III, Kollegiumstrasse 28, Postfach 2266, 6431 Schwyz.

Gegenstand
Opferhilfe,

Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Schwyz, Kammer III, vom 9. April 2003.

Das Bundesgericht hat in Erwägung,
dass die Kammer III des Verwaltungsgerichts des Kantons Schwyz eine von X.________ in einem Opferhilfeverfahren erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 9. April 2003 abwies, soweit sie darauf eintrat;

dass X.________ gegen diesen Entscheid der diesem beigefügten Rechtsmittelbelehrung entsprechend mit Schreiben vom 24. Oktober 2003 Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht erhoben hat;

dass nach Art. 106 OG die Beschwerde innert 30 Tagen seit Zustellung des angefochtenen Entscheids beim Bundesgericht einzureichen bzw. nach Art. 32 OG spätestens am letzten Tag der Frist zu Handen des Gerichts der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung zu übergeben ist;

dass diese gesetzliche Frist nicht erstreckbar ist (Art. 33 Abs. 1 OG);

dass der Beschwerdeführer bzw. sein damaliger Rechtsvertreter den angefochtenen Entscheid am 16. April 2003 zugestellt erhalten hat;

dass deshalb die gemäss Schreiben des Schweizerischen Generalkonsulats in Los Angeles vom 28. Oktober 2003 dort erst am 24. Oktober 2003 übergebene Beschwerde klarerweise verspätet eingereicht worden ist;

dass demgemäss auf die Beschwerde nicht einzutreten ist;

dass es sich unter den gegebenen Umständen rechtfertigt, keine Kosten zu erheben;

im Verfahren nach Art. 36a OG erkannt:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Es werden keine Kosten erhoben.
3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer und dem Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz, Kammer III, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 26. November 2003
Im Namen der I. öffentlichrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Keywords

victim assistanceappeal deadlinenon-entrylate filingcourt costs

Extracted by Omnilex

Key legal question

Whether the administrative law appeal was filed within the non-extendable statutory time limit.

Extracted holding

The appeal was filed out of time because the challenged decision had been served on 2003-04-16 and the appeal was only submitted on 2003-10-24.

Extracted reasoning

Under Art. 106 OG, read with Art. 32 OG, the appeal had to be lodged within 30 days of service, and the deadline cannot be extended under Art. 33(1) OG. The filing in Los Angeles on 2003-10-24 was therefore clearly late.

Key legal question

Whether court costs should be charged despite the non-entry decision.

Extracted holding

No costs were imposed in light of the circumstances.

Extracted reasoning

The court found it appropriate not to levy costs under the circumstances of the case.

Continue your research in ChatGPT or Claude

Connect Omnilex to search the legal corpus from your AI assistant.