Sehuldbetreibungs und Konkursrecht. N 1.
4. dass die beim Verlust einer Karte anzuferti-
gende
Ersatzkarte deutlich als solche gekennzeichnet
werde.
Wir ersuchen Sie, dies vorzumerken.
La circulaire no 31 du 12 juillet 1949 ATF 75, III,
33 et suiv., FF 1949, II, 579) dispose sous chiffre II, 4,
que les fiches tenant lieu du registre des poursuites doivent
etre numerotees d'avance suivant une numerotation con-
tinue. Cette mesure s'est revelee presque impraticable dans
les offices de quelque importance. Elle entra!ne du moins
des inconvenients
tels que nous avons decide de renoncer
a l'imposer. Les autres dispositions de l'ordonnance parais-
sent suffisantes et peuvent du reste etre completees au
besoin par les autorites superieures de surveillance.
La disposition selon laquelle les fiches de remplacement
doivent etre clairement designees comme telles en acquiert
ainsi plus d'importance et doit des lors etre observee en
tout cas.
En consequence le chiffre 4 de la section II de la circu-
laire no
31 a desormais la teneur suivante :
(( 4. a ce que, dans le cas ou une fiche viendrait a
disparaitre, celle qui sera etablie a sa place soit designee
clairement comme fiche de remplacement. ))
Nous vous prions de prendre note de ce qui precede.
La circolare n. 31 del 12 luglio 1949 (STF 75, III, 33 e
segg., Foglio federale 1949,
810) prescrive, alla cifra II 4,
ehe le schede
sostituenti il registro delle esecuzioni deb-
bono essere
numerate progressivamente seguendo una
serie continua. Questo provvedimento si e rivelato quasi
inattuabile negli uffici. di una certa importanza. Esso
comporta ad ogni modo degli inconvenienti tali, da indurci
Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. N 2.
a rinunciare ad esigere ehe sia applicato. Le altre dispo-
sizioni dell'ordinanza appaiono sufficienti e possono del
resto essere completate,
per quanto occorra, dalle autorita
cantonali di vigilanza.
La disposizione, secondo cui le schede ehe sostituiscono
quelle originali debbono essere designate chiaramente come
tali, acquista pertanto maggiore importanza e dovra essere
osservata in ogni caso.
Di conseguenza, la cifra 4 del capo secondo della circo-
lare avra ormai il seguente tenore: .
4° ehe se una scheda andasse persa, quella nuova
indichi chiaramente ehe sostituisce !'originale''
Vi
preghiamo di prender nota di quanto precede.
II. ENTSCHEIDUNGEN DER SCHULD-
BETREIBUNGS-UND KONKURSKAMMER
ARRETS DE LA CHAMBRE DES POURSUITES
ET DES F AILLITES
2. Entscheid vom 21. Januar 1953 i.S. Intercontrol A.-G.
Kann die Arrestierung künftiger Guthaben durch Beschwerde als
unzulässig angefochten werden ? Beschwerdelegitimation des
Drittschuldners ? Ist der .Arrestvollzug als nichtig von Amtes
wegen aufzuheben ?
Est-il possible d'attaquer par la voie de la plainte pour cause
d'inadmissibilite le sequestre de creances futures ? Le tiers debi-
teur est-il recevable a porter plainte ? Le sequestre doit-il etre
annule d'office ?
Si puo impugnare con reclamo il sequestro di crediti futuri, pel
motivo ch'esso non sarebbe ammissibile ? Il terzo debitore ha
veste per interporre reclamo ? Il sequestro dev'essere annullato
d'ufficio ?
Auf Grund der von der Arrestbehörde Basel-Stadt am
2. und 4. Dezember 1952 gegen Nandor Löwenheim in
Sohuldbetreibungs und Konkursrecht. N° 2.
Montreal erlassenen Arrestbefehle arrestierte das Betrei-
bungsamt Basel-Stadt bei der Intercontrol A.G. in Basel
u.a. folgende Gegenstände: Zukünftig entstehende Divi-
denden, Honorare, Verwaltungsratstantiemen, Ansprüche
aus Liquidation der Intercontrol A.G. zu Gunsten des
Arrestschuldners bei der Intercontrol A.G. )). Die Inter-
control A.G. führte Beschwerde mit dem Antrag, die
Arrestierung dieser künftigen Guthaben sei aufzuheben.
Die kantonale Aufsichtsbehörde hat am 30. Dezember
1952 erkannt, auf die Beschwerde werde nicht eingetreten,
weil die Intercontrol A.G. am Arrestverfahren nicht direkt
beteiligt sei und durch die Arrestlegung nicht beschwert
werde, sodass sie zur Beschwerde gegen den Arrestvollzug
nicht legitimiert sei. Diesen Entscheid hat die Intercontrol
A.G. an das Bundesgericht weitergezogen. Sie anerkennt,
dass sie als Drittschuldnerin am Arrestverfahren nicht
direkt beteiligt sei, macht jedoch geltend, der Arrestvollzug
sei nichtig, weil die
Arrestierung künftiger Forderungen
unzulässig sei (BGE 38 I 796); gegen nfohtige Betreibungs-
handlungen könne sich auch der Dritte beschweren ;
überdies werde sie
durch die Arrestierung eventueller
künftiger Ansprüche des Schuldners gegen sie beschwert,
weil
leicht möglich sei, dass der Arrest bei ihr vor der
Entstehung der fraglichen Ansprüche in Vergessenheit
gerate, sodass sie der Gefahr der Doppelzahlung ausge-
setzt sei.
Die SchuUbetreibungs-und Konkurskammer
zieht in Erwägung :
- -Ob die im Streite stehenden Guthaben deswegen,
weil es sich
dabei bloss um künftige Guthaben handelt,
nicht der Zwangsvollstreckung unterworfen werden dürfen,
ist eine Frage des sog. materiellen Pfändungsrechts, die
schon die Arrestbehörde zu prüfen hatte. Das Betreibungs-
amt ist nach der neuern Rechtsprechung als vollziehendes
Organ der Arrestbehörde untergeordnet (BGE 64 III 129,
III 73, 75 III 26). Bei dieser Sachlage lässt sich die Auf-
Sohuldbetreibungs-und Konkursrecht. No 2.
fassung vertreten, das Betreibungsamt sei beim Arrestvoll-
zug überhaupt nicht befugt gewesen, jene Frage zu prüfen,
sondern habe sich in dieser Hinsicht einfach an den Arrest-
befehl halten müssen. Nimmt man dies an, so erweist es
sich von vornherein als unzulässig, gegen den Arrestvollzug
mit der Begründung Beschwerde zu führen, dass das Be-
treibungsamt die im Arrestbefehl genannten Guthaben im
Hinblick auf ihre Bezeichnung als künftige Guthaben nicht
hätte arrestieren dürfen. Der Nichteintretensentscheid der
Vorinstanz lässt sich jedoch auch dann nicht als bundes-
rechtswidrig beanstanden, wenn man davon ausgeht, es
sei
an sich zulässig, gegen den Arrestvollzug mit der
erwähnten Begründung Beschwerde zu führen, sodass es
nicht nötig ist, die Frage der Entscheidungsbefugnis der
Betreibungsbehörden abschliessend zu beurteilen.
2. -Zur Beschwerde legitimiert ist nur, wer durch die
angefochtene Verfügung in seinen rechtlich geschützten
Interessen verletzt wird. Die Rekurrentin ist am Arrest-
verfahren, das eine Angelegenheit des Gläubigers und des
Schuldners ist (vgl. BGE 70 III 21, JAEGER N. 2 zu Art. 17
SchKG ), nicht beteiligt. Die Gründe, die sie vorbringt, um
darzutun, dass sie durch den Arrestvollzug gleichwohl
beschwert werde,
sind offensichtlich nicht stichhaltig.
Wenn sie in ihren Geschäften Ordnung hält, was von ihr
erwartet werden darf, riskiert sie keine Doppelzahlung.
Ähnliche Diligenz wie bei
der Arrestierung von künftigen
Guthaben, wie sie hier in Frage stehen, muss der Dritt-
schuldner auch bei der ohne Zweifel zulässigen Arrestierung
oder Pfändung von Guthaben walten lassen, die zwar
bereits entstanden sind, aber erst später fällig werden,
zumal wenn die Fälligkeit nicht auf einmal, sondern suk-
zessiv eintritt. Die Rekurrentin wird also durch den Arrest-
vollzug nicht in einem rechtlich geschützten Interesse ver-
letzt und ist deshalb zur Beschwerde dagegen nicht legi-
timiert.
3. -Ohne Rücksicht darauf, ob eine zur Beschwerde
legitimierte
Person rechtzeitig Beschwerde geführt habe,
Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. No 3.
wäre die angefochtene Verfügung des Betreibungsamtes
von Amtes wegen aufzuheben, wenn sie nichtig wäre. Das
träfe zu, wenn sie gegen eine Vorschrift verstiesse, die
(wie z.B. die Vorschriften
über die sachliche Zuständigkeit,
vgl. BGE 30 I 183 Sep.ausg. 7 S. 39, 52 III II oben,
76 III 50) schlechthin zWingend ist oder durch deren
Missachtung im konkreten Fall öffentliche Interessen oder
Interessen dritter, am Verfahren nicht beteiligter Personen
verletzt werden (vgl. BGE 68 III 33). Mit einem solchen
Falle hat man es hier nicht zu tun. Die angefochtene Ver-
fügung verstösst, wenn sie auch diskutabel sein mag, doch
nicht gegen eine zwingende Vorschrift. Dass die Interessen
des Drittschuldners dadurch nicht verletzt werden, wurde
bereits dargetan. Inwiefern Interessen anderer Dritter oder
gar öffentliche Interessen verletzt sein könnten, ist nicht
ersichtlich.
Demnach erkennt die Scku'ldbetr.-u. Konkurskammer:
Der Rekurs wird abgewiesen.
3. Entscheid vom 18. März 1953 i.S. Konkursmasse Bumax-
Werke A.-G.
Nichtige Verfügungen. Unter welchen Voraussetzungen sind die
kantonalen Aufsichtsbehörden und das Bundesgericht befugt.
fehlerhafte Verfügungen von Amtes wegen aufzuheben?
(Art. 13, 15 SchKG).
Abtretung von Rechtsansprüchen der Konkursmasse (Art. 260 SchKG ).
Beschwerde-und Rekurslegitimation des Dritten, gegen den
der abgetretene Anspruch sich richtet. Nichtigkeit einer Ab-
tretung, die ausgestellt wurde, ohne dass zuvor die Mehrheit
der Gläubiger auf die Geltendmachung des Anspruchs für die
Masse verzichtet hätte und allen Gläubigern Gelegenheit zur
Stellung von Abtretungsbegehren gegeben worden wäre.
Decisions nulks. A quelles conditions les autorites de surveillance
cantonales et le Tribunal fäderal sont-ils autorises a annuler
d'office des decisions irregulieres ? (art. 13, 15 LP).
Oession des pretentions de la masse (art. 260 LP). Le tiers contre
lequel est dirigee la pretention cedee a-t-il qualite pour porter
plainte et pour recourir? Nullite d'une cession intervenue sans
Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. No 3. 7
que la majorite des creanciers ait renonce au prealable a faire
valoir la pretention pour le compte de la masse et sans que
l'occasion ait ete donnee a tous les creanciers de presenter une
demande de cession.
Decisioni infirmate da nUllitd. A quali condizioni le autorita
cantonali di vigilanza e il Tribunale federale possono annullare
d'?fficio.le decisioni infirmate da irregolarita ? (art. 13, 15 LEF).
Oesswne di pretese della massa (art. 260 LEF). Il terzo, eontro il
quale e diretta la pretesa ceduta, ha veste per interporre reclamo
e rieorso ? Nullita di una eessione intervenuta senza ehe la
maggioranza dei ereditori avesse previamente rinunciato a far
valere la pretesa pel eonto della massa e senza ehe fasse stata
data a tutti i creditori la possibilita di ehiedere la cessione.
A. -Am II. Juni 1949 erhob die Hoch-und TiefbauA.G.
in Erstfeld beim Bezirksgerichte Kulm gegen die Konkurs-
masse der Bumax-Werke A.G. Klage auf Anerkennung und
Kollozierung einer Forderung von Fr. 70,592.45. Am
8. November 1949 eröffnete das Landgericht Uri über die
Hoch-
und Tiefbau A.G. den Konkurs. Daraufhin sistierte
das Bezirksgericht Kulm am 15. November 1949 den Kollo-
kationsprozess,
bis die Gläubigerversammlung, eventuell
die Konkursverwaltung im Konkurs über die Klägerin
(Hoch-und Tiefbau A.G.) darüber Beschluss gefasst hat,
ob sie den Prozess fortführen wolle oder nicht . Am 26. No-
vember 1949 ordnete das Landgericht Uri die Durchfüh-
rung des summarischen Verfahrens an.
B. -Am 10. September 1951 trat das Konkursamt Uri
die streitige Forderung gegen die Konkursmasse der
Bumax-Werke A.G. gemäss Art. 260 SchKG ii an Edwin
Scotoni, den einzigen Verwaltungsrat und Alleinaktionär
der Hoch-und Tiefbau A.G. ab, der im Konkurs über diese
laut Abtretungsurkunde mit einer Forderung von Fr. 750.-
in 5. Klasse zugelassen ist. Scotoni hatte für diese Abtre-
tung Fr. 650.-zu bezahlen.
0. -Mit Eingabe vo 17. Oktober 1952 stellte Rechts-
anwalt Dr. Kurt Spitz namens der Konkursmasse der
Bumax-Werke A.G. bei der Aufsichtsbehörde in Schuld-
betreibungs-
und Konkurssachen des Kantons Uri das
Begehren, es sei von Amtes wegen festzustellen, dass die
Abtretung vom 10. September 1951 nichtig sei. Er n;iachte