weniger würdig als unter den früher als normal betrach-
tnten :' rhältnissen die aktive Teilnahme am Kampf um
die politIsche Macht. Das einfache Rechtsempfinden misst
solcher Flucht ins Ausland ohne jeden Zweifel politischen
harakter zu, und es rechtfertigt sich, die Praxis im Sinne
emer Anpassung an diese neuen Verhältnisse wieder zu
erweitern. Gerade in Auslieferungssachen darf sich der
Richter nicht zugunsten juristischer Konstruktionen von
jen? Empfindnn entfernen und muss die geschichtlich-
politl.sche EntWIcklung
berücksichtigen; wurde doch in
der zItierten Botschaft (S. 353) die Zuständigkeit des Bun-
dnsgerichns und sein freies Ermessen damit begründet, sie
boten dIe beste Gewähr dafür, dass der Entscheid stets
v?n dem im Volke lebenden Rechtsgefühle getragen und
n.Iemals durch ausserhalb des Rechtsgebiets liegende Rück-
SIChten getrübt werde . Die neuere Praxis ist insofern zu
eng, als sie den relativ politischen Charakter eines Deliktes
von sener Begehung im Rahmen eines Kampfes um die
Manht 1m Staate abhängig macht; er ist auch denjenigen
Delikten zuzuerkennen, welche verübt werden, um sich
dem wan ?ines jede Opposition und damit den Kampf
um dIe pohtISche Macht von vornherein ausschliessenden
Staates zu entziehen.
Anch hiefür gilt indessen das schon von der bisherigen
PraXIS aufgestellte Erfordernis, dass zwischen dem Zweck
und den für seine Verwirklichung verwendeten Mitt-eln
ein gewisses Verhältnis besteht, dergestalt, dass die an den
weck sic knüpfenden idealen Interessen stark genug
smd, um dIe mIt der Tat verbundene Schädigung privater
Rechtsgüter, wenn nicht als gerechtfertigt, so doch als
entschuldbar und den Täter als des Asylschutzes würdig
erscheinen zu lassen (BGE 56 I 462/63 und dort zitierte
frühere Entscheidungen, nicht publiziertes Urteil vom
5. Mai 1949 i.S. Hoter, S. 10). Als ideales Interesse in diesem
Sinne ist auch dasjenige an der Freiheit vom Zwang eines
totalitären Staates zu betrachten. Im vorliegenden Falle
ist jenes Verhältnis zweifellos gegeben; denn einerseits
Verfahren. N° 6.
sind die durch die Nötigung und die kurze Zeit dauernde
Freiheitsberaubung gegenüber dem Funker Zivkovic be-
gangenen Rechtsverletzungen nicht besonders schwer,
anderseits stand für die Einsprecher die politische Freiheit
und wohl sogar die künftige Existenz auf dem Spiele und
konnten nur durch die Verübung jener Vergehen erlangt
bzw. gewahrt werden.
Diese
sind somit relativ politische Delikte im engeren
Sinne, weshalb die Auslieferung dafür nicht bewilligt wer-
den kann.
Demnach erkennt das Bundesgericht:
Die Einsprachen von Ivan Kavic, Milan Bjelanovic und
Dragoljub Arsenijevic gegen ihre Auslieferung an Jugo-
slavien werden gutgeheissen. Die Auslieferung hat dem-
nach nicht stattzufinden.
V. VERFAHREN
PROCEDURE
6. Arr t du 27 feuier 1952 dans la cause Dineley Dowding Ud.
contre Tavaro S.A. et Cour de Justice du Canton dc Geneve.
Recours de droit public. Constitue une decision finale (art. 87 OJ)
130 decision de demiere instance cantonale accordant ou refusant
130 mainlevoo provisoire ou definitive de l'opposition au com-
mandement de payer.
Staatsrechtliche Beschwerde. Der Entscheid, durch den die letzte
kantonale Instanz die provisorische ode:-definitive Re.chns
öffnung bewilligt oder verweigert, stellt emen Endentscheid lID
Sinne von Art. 87 OG dar.
Ricorso di diritto pubblico. La sentenza dell'ulnim giurisni?ne
cantonale ehe accorda 0 rifiuta, a titol0 proVVlsorlO 0 definitivo,
il rigetto dell'opposizione al precetto esecutivo, e una decisione
finale (art. 87 OG).
66 Staatsrecht.
Risume des faits :
La societe Dineley Dowding Ltd a requis la main-
levee de l'opposition formee par Tavaro S. A. contre un
commandement de payer les interets d'nne somme depuis
une certaine date.
En seconde instance cantonale, la Cour de Justice de
Geneve a accorde la mainlevee provisoire, mais seulement
depuis
une date posterieure a celle proposee par la crean-
ciere.
Contre le refus partiel de la mainlevee, la societe crean-
ciere
a forme nn recours de droit public.
L'intimee a conclu a ce que le recours soit d6clare
irrecevable, parce que l'arret attaque ne serait pas une
d6cision finale.
Le Tribunal federal est entre en matiere.
Motifs:
Une decision est finale lorsqu'elle termine une instance.
Le Tribunal federal a juge que c'est le cas de la mainlevee
provisoire prononcee par le juge cantonal du dernier
degre de juridiction, bien que le debiteur ait la possibilite,
en intentant l'action en liberation de dette, de faire discuter
a nouveau devant le juge ordinaire les questions deja
soumises au juge de mainlevee apropos de la meme
creance
(arret Corn Exchange National Bank Trust
Company c. Neuchatel, Cour de cassation, 14 mars 1951,
consid. 2).
Le creancier qui se voit refuser la mainlevee
provisoire ou definitive peut obtenir le meine resultat en
intentant l'action en reconnaissance de la dette. Mais
cette action, pas plus que l'action en liberation de dette,
ne se presente comme la continuation de l'instance de
mainlevee ; elle
constitue un proces distinct, qui vise a
atteindre par les moyens ordinaires de la procedure un
but tout different : la reconnaissance du droit materiel,
tandis que la procedure de mainlevee a le caractere d'un
incident de la poursuite, Oll il s'agit de decider rapidement,
.
Bundesrechtliehe Abgaben. N° 7.
sur la base des pieces produites et en une forme sommaire,
si la poursuite peut etre acheminee vers sa fin. Des lors
que le juge cantonal de derniere instance refuse ou accorde
la mainlevee, son prononce donne ouverture au recours
de
droit public. Il est clair que le creancier qui ne peut
faire tout de suite proceder a l'ex6cution ou le debiteur
qui y est tout de suite soumis sont dans le cas d'etre
leses par le jugement sur mainlevee (art. 88 OJ).
B. VERWALTUNGS
UND DISZIPLINARRECHT
DROIT ADMINISTRATIF
ET DISCIPLINAIRE
- BUNDESRECHTLICHE ABGABEN
CONTRIBUTIONS DE DROIT FEDERAL
- Auszug aus dem Urteil vom 25. Januar 1952 i. S. Gebr.
Ryffel gegen Eidg. Amt für Verkehr.
Rückerstattung eidgenössischer Abgaben: ..
1 Beschwerden über die Erledigung von Bngenn auf .. Rncke
. stattung eidgenössischer Abgaben falle In dIe Zustandigkeit
des Bundesgerichts als VerwaltungsgerlChtshof.
- Auf Grund rechtskräftiger Veranlagung bez?gene Abgaben
können nur zurückerstattet werden, wenn die Vernagung
nachträglich abgeändert werden muss. Voraussetzung 1St das
Vorliegen eines Revisionsgrundes.
Restitution de contributions federales : . . d
Les recours contre les dooisions relatives a la restItut:on e
.
contributions fed ales rentre?t. dans .la competence du Tribunal
federal comme tribunal adroIlllstratlf.