Schuldbetreibungs. und Konkursrooht. N0 20.
L'AutoriM cantonale de surveillance, statuant le 4 avril
1951, a debouM le plaignant.
G. -,-Contre cette decision notifiee le 20 avril 1951
Piret recourt au Tribunal federal pnr acte du 25 mai. :ri
invoque notamment le fait que la poursuite dont il s'agit
a eM retiree par un contre-ordre absolument clair donne
par la creanciere le 22 ferner 1951. TI ne s'agirait pas seu-
lement, comme le dit Ie Prepose, d'un retrait de la requi-
sition de vente. L'AutoriM cantonale aurait commis un
deni de justice en passant sous silenGe les arguments du
recourant.
Le Tribunal federal a admis le recours et renvoye la
cause a I'AutoriM cantonale pour qu'elle statue anouveau.
Extrait des motifs:
Dans sa seconde plainte, le debiteur a expressement in-
voque le fait que la creanciere avait retire sa poursuite,
raison pour laquelle il avait abandonne sa premiere plainte.
Effectivement,
figure au dossier une formule contre-
ordre , signee par l'avocat de la creanciere et dans la-
quelle, parmi les diverses mentions (vente, saisie, inven-
taire, etc.), seule est remplie', par l'indication de la date,
la mention relative a la requisition de poursuite. On pour-
rait en deduire que Ia poursuite a, comme telle, eM retiree.
Si tel etait le cas, tous les actes de continuation seraient
nuls. L'AutoriM cantonale devait donc se prononcer sur le
retrait allegue. TI est vrai qu'on lit sur le contre-ordre
l'inscription
a la main pour la requisition de vente seule-
ment qui, d'apres le recourant, aurait eM ajoutee apres
coup par le Prepose. Mais, il s'agirait de savoir si c'est a la
suite d'une precision donnee au moment du retrait par la
creanciere elle-meme. Dans sa determination, l'Office des
poursuites
ne s'explique pas a ce sujet. D'autre part, si la
creanciere a reellement retire la poursuite N0 49757, cela
peut etre sous l'empire d'une erreur de fait. Mais l'AutoriM
cantonale ne pouvait pour autant faire abstraction du
contre-ordre; elle devait verifier 1'existence de cette
Schuldbetreibungs. und Konkursrooht. N° 21.
erreur, si plausible fUt-elle, et en examiner laportOO du
point de vue du droit des poursuites.
Le recours au Tribunal federal a eM forme trop tard.
L'omission par l' AutoriM cantonale de statuer sur un moyen
du plaignant ne constitue pas a proprement parler un deni
de justice qui ournrait la voie a une plainte hors delai
conformement a l'art. 19 a1. 2 LP. Toutefois le Tribunal
federal est fonde a intervenir, car la nulliM radicale des
operations
de poursuite peut etre relevee en tout temps
devant les autorites de surveillance de tout degre. TI y a
lieu
en consequence de renvoyer la cause a l' Autorite
cantonale pour qu'elle elucide las circonstances dans les-
quelles
la creancü3re a donne le contre-ordre du 22 ferner
1951 et qu'elle decide si le debiteur peut exciper du retrait
de la poursuite et, sinon, pour quelles raisons.
21. Entscheid vom 19. April 1951 i. S. SchwegJer.
Grenzen des Beschwerderechts nach Abschluss der Betreibung.
Art. 17 und 21 SchKG.
Der Schuldner kann zu beliebiger Zeit eine Abschrift der SchlusS-
rechnung gegen Gebührenvorschuss verlangen. Art. 144 SchKG.
Limites du droit de plainte apres clotura da la poursuite. Art. 17
at 21 LP.
Le debiteur peut en tout tamps, moyennant I'avance de l'emolu-
ment, exiger une copia du compte final. Art. 144 LP.
Limiti deI diritto di reclamo posteriormente alla ebiusura dell'ese
enzione. Art. 17 e 21 LEF.
11 debitore pub ehiedere quando vuole una copia deI eonto finale
antieipandone la tassa. Art. 144 LEF.
A. -In mehreren Betreibungen gegen Anton Schwegler
wurde mangels
andern pfändbaren Vermögens Lohn ge-
pfandet. Erst nach Erledigung dieser Betreibungen ausser
Nr. 327 beschwerte sich der Schuldner über das Vorgehen
des Betreibungsamtes
bei der Fortsetzung, besonders beim
Pfändungsvollzug.
Auch die Betreibung Nr. 327 wurde am
28. Februar 1951 (durch Zahlung) erledigt. Deshalb trat
78 Schuldbetreibungs. und KnnkU1'B1'eOht. N0 21.
die untere Aufsichtsbehörde auf die Beschwerde mangels
eines hinreichenden Beschwerdeinteresses nicht ein.
B. -Der Schuldner legte Rekurs ein. Auf eine Bemer-
kung des erstinstanzlichen Entscheides anspielend, wonach
der Arbeitgeber laut Bericht des Betreibungsamtes per
31. Dezember 1950 eine detaillierte Abrechnung erhalten
habe, brachte er vor, er selbst habe keine solche erhalten.
O. -Nach Abweisung durch Entscheid der obern kanto-
nalen Aufsichtsbehörde vom 5. April 1951 legte der Schuld-
ner Rekurs an das Bundesgericht ein.
Die 8chuldbetreibungs-und Konkurskammer
zieht in Erwägung:
- -Dass nach Abschluss einer Betreibung auch Nich-
tigkeitsgriinde nicht mehr zur Beschwerde hinreichende
Veranlassung geben
können (so BGE 44 m 195, wovon der
angefochtene Entscheid ausgeht), trifft zwar nach der
neuern Rechtsprechung nicht unbedingt zu (BGE 72 III 42,
73 III 23). Voraussetzung des Beschwerderechtes ist jedoch
stets die Möglichkeit der wirksamen Berichtigung der ange-
fochtenen
Amtshandlungen (vgl. Art. 21SchKG). Daran
fehlt es im vorliegenden Falle, wo die Beschwerde gar
nicht darauf abzielt, das Ergebnis der Betreibungen rück-
gängig zu machen. Die mit der Beschwerde erhobenen
Rügen könnten, sofern sie für begründet befunden würden
nur zur Feststellung unrichtigen Vorgehens des Betrei-
bungsamtes führen, ohne dass der Gang des Verfahrens
nachträglich beeinflusst würde. Unter diesen Umständen
ermangelt eine Beschwerde des hinreichenden Interesses.
Als solches
kann auch nicht etwa die Erleichterung einer
allfälligen Verantwortlichkeitsklage nach Art. 5 SchKG
gelten (BGE 41 III 35 Erw. 1).
-
Auf die im Rekurs an die vorinstanzliche Behörde
aufgegriffene Frage, ob ,er nicht eine Abrechnung bekom-
men sollte (wie sie laut dem Amtsbericht seinem Arbeit-
geber zugestellt worden war), kommt der Schuldner im
Rekurs an das Bundesgericht nicht zurück, abgesehen von
Schuldbetreibungs. und KonkU1'B1'eOht. N0 22. 79
einer Bemerkung über fehlende Quittungen l . übrigens
hat er nach den Akten bisher beim Betreibungsamt eine
solche
Abrechnung nicht verlangt und sich auch nicht bei
der untern Aufsichtsbehörde darüber beschwert, dass das
Amt ihm keine zugesandt habe. Es ist ihm jedoch vorbe-
halten, zu beliebiger Zeit Einsicht in die Abrechnung zu
nehmen oder eine Abschrift davon zu verlangen, gegen
(vorschussweise )
Entrichtung der dafür geschuldeten Ge-
bühr. Nur so kommt er in die Lage, anders als bloss auf
Grund einer Vermutung Ansprüche gegenüber dem Amte
zu erheben, sei es auf Herausgabe eines ihm zugute kom-
menden Überschusses, sei es auf Nachzahlung an den zu
Verlust gekommenen Gläubiger, unter entsprechender Be-
richtigung des Verlustscheins. In diesem Sinne ist der
Ansicht J.AEGERS, dem Schuldner sei in allen Fällen eine
Schlussrechnung zuzustellen
(Art. 144 SchKG N. 8 letzter
Absatz), beizutreten; von Amtes wegen braucht dies nicht
zu geschehen.
Demnach erkennt die Schuldbetr.-u. KonkuTskammeT:
Der Rekurs wird im Sinne der Erwägungen abgewiesen.
22. Entscheid vom 28. Juni 1951 i. S. E. Suter A.-G.
Art. 260 SchKG.
- Wanri. sind Abtretungsoogehren verwirkt 1
- Hat ein streitiger Anfeohtungsanspruch der Masse nach Art.
285 ff. SchKG nicht Gegenstand eines Gläubigerbeschlusses
gebildet, so können die Gläubiger während der ganzen Dauer
des Konkurses verlangen, dass dies nachgeholt werde. . ,
- Lehnt die Konkursverwaltung ein solches Begehren ledighch
deshalb ab, weil sie den Anspruch nicht für begründet hält, so
kann sich der Gesuchsteller darüber jederzeit wegen Rechtsver
weigerung beschweren. Art. 17 ff. SchKG., .
- Konkurrierende Anfeohtungsanspruche. VerzlChtet die Masse
auf Geltendmachung, so ist den Gläubnrn die Abtret?U aller
in Betracht fallenden Anspruche anzubieten, und es Ist ilmen
zu überlassen, gegen wen sie vorgehen wollen. Art. 285 ff.
SchKG.