- Tarif fibel' die Entschädigungen an die Gegenpartei flir das
Verfahren vor dem Bundesgericht.
(Vom 21. Dezember 1949.)
Das Bundesgericht
in Ausführung von Art. 160 des Bundesgesetzes über die
Organisation der Bundesrechtspflege vom 16. Dezember
1943 (OG) und Art. 245 Abs. 4 des Bundesgesetzes über die
Bundesstrafrechtspflege
vom 15. Juni 1934 (BStP)
beschliesst :
ART. 1.
Ilädi-Die Höhe der Entschädigung an die Gegenpartei für
ent-
gung
ts-
das Verfahren vor dem Bundesgericht bestimmt sich nach
dem vorliegenden Tarif.
Die Entschädigung setzt sich zusammen aus der Par-
teientschädigung an die Gegenpartei und aus deren An-
waltskosten. Die Entschädigung soll alle durch den
Rechtsstreit verursachten notwendigen Kosten decken
(Art. 159 Abs. 2 OG).
ART. 2.
Die Parteientschädigung umfasst den Ersatz der effek-
tiven Auslagen der Gegenpartei (ProzessvorschÜS8e, not-
wendige Reisekosten, Porti, Telephonspesen usw.).
Wo besondere Verhältnisse dies rechtfertigen, kann das
Gericht eine angemessene Entschädigung für weitere
durch den Prozess verursachte Umtriebe zusprechen.
ART. 3.
Die Anwaltskosten umfassen das Honorar, den Ersatz
der Auslagen, die Reiseentschädigung und die Vergütung
für Abschriften.
Prozessrecht. N0 39 .
. In der Regel .wird kein Honorar zugesprochen, wenn
der Anwalt in einem Dienstverhältnis zu seiner Partei
steht.
ART. 4.
Das Honorar richtet sich in der Regel nach dem Streit-a) Hoom
wert. Es wird im Rahmen des in diesem Tarif vorgese-
henen Höchst-und Mindestbetrags nach der Wichtigkeit
der Streitsache, ihrer Schwierigkeit sowie dem Umfang
der Arbeitsleistung und dem Zeitaufwand des Anwaltes
bemessen.
Für die Ermittlung des Streitwertes ist in der Regel der
Wert der Klage-und der Widerklagebegehren zusammen-
zurechnen.
.
Hat eine Partei eine offenbar übersetzte Forderung
geltend gemacht, so ist das Honorar ihres Anwaltes nach
dem Betrage zu bemessen, den sie in guten Trauen hätte
einklagen dürfen.
Lässt sich der Streitwert nicht ziffernmässig bestimmen,
so wird
das Honorar nach den übrigen in Abs. 1 hievor
genannten Bemessungselementen frei bestimmt.
ART. 5.
In den Streitsachen, in denen das Bundesgericht als Das Ban.
. rlehtalse
einzige Instanz urteilt, wird das Honorar wie folgt be-Instanz
stimmt:
- In den direkten Zivilprozessen (Art. 41 und 42 OG) :
Bei einem Streitwert von
unter Fr. 4,000.-. . . . Fr. 300.-bis 800.-
Fr. 4,000.-bis 8,000.-Fr. 400.-bis 1,000.-
Fr. 8,000.-bis 20,000.-Fr. 600.-bis 1,500.-
Fr. 20,000.-bis 50,000.-Fr. 800.-bis 3,000.-
Fr. 50,000.-bis 100,000.-Fr. 1,000.-bis 5,000.-
Fr. 100,000.-bis 500,000.-Fr. 1,500.-bis 10,000.-
über Fr. 500,000.-. . . . Fr. 2,OOO. bis 2 %.
mIes-
als
Igs-und
lrde
- Für staatsrechtliche Klagen (Art. 83 OG) und in direk-
ten Prozessen in öffentlich-und verwaltungsrechtlichen
Streitigkeiten
(Art. 1l0-112 OG):
Fr. 100.-bis 10,000.-.
Handelt es sich um Klagen vorwiegend vermögens-
rechtlicher Natur und findet eine mündliche Verhand-
lung statt, so kann der Tarif für direkte Zivilprozesse
angewendet werden.
In Strafsachen:
Vor den Bundesassisen, vor dem Bundesstrafgericht und
der Kriminalkammer :
Fr. 500.-bis 5000.-.
Urteilt das Gericht gleichzeitig über den Zivilanspruch,
so
kann der Tarif für direkte Zivilprozesse angewendet
werden.
ART. 6.
In den Streitigkeiten, in denen das Bundesgericht als
Berufungs-
oder Beschwerdeinstanz urteilt, wird das An-
waltshonorar wie folgt bestimmt:
- Für Berufungen (Art. 43 ff. OG) :
Fr. 300.-bis 3000.-.
Findet in Berufungssachen mit einem Streitwert von
über Fr. 8000.-keine Parteiverhandlung statt, so ist
das Honorar entsprechend herabzusetzen.
- Für staatsrechtliche Beschwerden (Art. 84 und 85 OG),
für Nichtigkeitsbeschwerden in Zivilsachen (Art. 68
OG),
für Verwaltungsgerichtsbeschwerden (Art. 97 ff.
OG) und für Disziplinarbeschwerden (Art. 117 OG) :
Fr. 100.-bis 1000.-.
Findet eine Parteiverhandlung statt oder ist die Streit-
sache vorwiegend vermögensrechtlicher Natur, so kann
der Tarif für Berufungssachen angewendet werden.
- In Strafsachen:
Für Nichtigkeitsbeschwerden an den ausserordentlichen
Kassationshof und an den Kassationshof, für Beschwer-
Prozessrooht. N0 39.
den, Rekurse und andere Verfahren vor der Anklage-
kammer :
Fr. 100.-bis 1000.-.
Urteilt das Bundesgericht gleichzeitig über den Zivil-
anspruch, so kann der Tarif für Berufungssachen ange-
wendet werden.
4.
Für Gesuche um Revision oder Erläuterung bundes-
gerichtlicher Urteile :
Fr. 100.-bis 1000.-.
ART. 7.
In Streitsachen, die aussergewöhnlich viel Arbeit bean-
spruchten, namentlich bei langwieriger und schwieriger
Sammlung oder Zusammenstellung des Beweismaterials,
bei umfangreichem
Aktenmaterial, bei besonders ver-
wickelten tatbeständlichen oder rechtlichen Verhältnissen
usw.,
kann das BundesgericLt in der Bemessung des Hono-
rars über die Ansätze des vorstehenden Tarifs hinausgehen.
Besteht zwischen dem Streitwert und dem Interesse der
Parteien am Prozess oder zwischen dem nach vorliegendem
Tarif anwendbaren Ansatz und der vom Anwalt tatsäch-
lich geleisteten Arbeit ein offenbares Missverhältnis, so
kann das Bundesgericht das Honorar unter den Minimal-
ansatz herabsetzen.
Im Falle von Prozessabstand, Rückzug des Rechtsmit-
tels, Vergleich, Nichteilltreten und allgemein wenn der
Prozess nicht mit einem Sachurteil endet, kann das Hono
rar entsprechend gekürzt werden.
ART. 8.
Die übrigen Anwaltskosten umfassen:
-
die Auslagen des Anwaltes (Prozessvorschüsse, Porti,
Telephonspesen usw.);
-
seine Reisekosten, nämlich das Eisenbahnbillet II. Klas-
se sowie eine Entschädigung von Fr. 25.-für den hal-
ben Tag und von Fr. 20.-für die Nacht;
AusnaJm
b) Ausla
Relse
steno
AhschJ
-
ewe Vergütung für Abschriften von Aktenstücken, .die
für die Führung des Prozesses notwendig waren und
von denen ihm nicht ein Doppel vom Gericht oder von
der Gegennrtei übergeben worden ist.
ART. 9.
mole Vor der Urteilsfällung ist bei der Bundesgerichtskanzlei
l-
I6biel
ttre-
eine Kostennote einzureichen, welche getrennt die ver-
langte Parteientschädigung, das Honorar des Anwaltes
sowie seine Auslagen, Reiseentschädigung
und Vergütung
für Abschriften anführt.
Mangels Einreichung einer Kostennote bestimmt das
Bundesgericht die Entschadigung auf Grund der Akten
und im Rahmen des vorliegenden Tarifs.
ART.I0.
In Enteignungssachen und in allen andern Fällen, für
welche die Bundesgesetzgebung dem Bundesgericht ge-
richtliche
Kompetenzen erteilt, wendet dieses den vorlie-
genden Tarif entsprechend an.
ART. 1l.
Im Fall der Anwendung des vorliegenden Tarifs auf die
vom Bundesgericht amtlich bestellten Anwälte (Art: 152
OG und 36 BStP) wird das Honorar angemessen herabge-
setzt. Es kann unter dem Mindestansatz festgesetzt werden.
ART. 12.
Der vorliegende Tarif ist nicht anwendbar auf das Ver-
hältnis zwischen dem Anwalt und seiner eigenen Partei.
Dieses wird durch die Bestimmungen des Obligationen-
rechts über den Auftrag geregelt; vorbehalten bleibt
Art. 161 OG.
ABT.13.
Der vorliegende Tarif tritt am 1. Januar 1950 in Kraft.
Lausanne, den 21. Dezember 1949.
.,
I
Prozessreoht. N° 39.
TarH pour les depens aIIoues a la partie adverse dans les
eauses
ponees devant le Tribunal federal.
(Du 21 decembre 1949.)
Le Tribunal federal,
en execution des articles 160 de 10. loi federale d'organisa-
tion judiciaire du 16 decembre 1943 (OJ) et 245, 4
e
alinea,
de 10. loi federale sur 10. procedure penale du 15 juin
1934 (PPF)
arrete :
ARTIOLE PREMIER.
Les depans alloues a la partie adverse dans les nauses 1. Depen
portees devant le Tribunal federal sont fixes par 1e present
tarif.
Les
depens comprennent l'indemnite ala partie adverse
et ses frais d'avocat. Ils doivent couvrir tous les frais indis-
pensables
occasionnes par le litige (art. 1590.1. 2 OJ).
ART. 2.
L'indemnite allouee a 10. partie adverse comprend le
remboursement de ses debours effectifs (avances de proce-
dure, frais de deplacement necessaires, ports, telephones
etc.).
Lorsque
des circonstances particulieres le justifient, le
Tribunal peut en outre allouer une indemnite pour perte
de temps ou de gain.
ART.3.
Les frais d'avocat comprennent les honoraires, 1es d6bours,
l'indemnite de deplacement et les emoluments de copie.
En regle generale, des honoraires ne sont pas alloues
lorsque
l'avocat se trouve dans un rapport de dependance
avec son client (contrat de travail, eta.).
2. Indem
la pari
verse
3. Frais
cal
Prozessrooht. N° 39.
ART. 4.
'aires Les honoraires sont, en regle generale, proportionnels a
ud fe-
idic-
ue
la valeur litiginuse. Ds sont fixes, entre le maximum et le
minimum prevus par le tarif, en raison de l'importance de
. la cause, de ses difficulMs, de l'ampleur du travail et du
temps employe par l'avocat.
La valeur litigieuse est determin6e, en regle generale,
par l'addition de la demande et de la demande reconven-
tionnelle.
Si les conclusions d'une partie sont manifestement
exager6es, les honoraires de son avocat sont fixes d'apres
les conclusions que cette partie eut du prendre de bonne
foi.
Lorsque
la valeur litigieuse ne peut etre exprim6e en
chifires, les honoraires sont fixes librement, d'apres les
autres elements d'appreciation enumeres au premier
alinea.
ART. 5.
Dans les causes dont le Tribunal federal connait comme
juridiction unique, les honoraires
sont fixes comme suit :
- Dans les proces directs en matiere civile (art. 41 et
42 OJ):
Si la valeur litigieuse n'atteint pas
4000 fr ..... .
de 4000 a 8000 fr. . .
de 8000 a 20 000 fr. .
de 20000 a 50000 fr.
de 50 000 a 100 000 fr.
de 100000 a 500000 fr.
au -dessus de 500 000 fr.
300 a 800 fr.
400 a 1000 fr.
600 a 1 500 fr.
800 a 3 000 fr.
1000 a 5 000 fr.
1500 a 10000 fr.
2000 fr. a 2 %.
- Dans les reclamations de droit public (art. 83 OJ) et
dans les pro ces directs en matiere de droit public et
administratif (art. 110 a 112 OJ) :
100 a 10 000 fr.
I
I
S'il s'agit de reclamations de nature essentiellement
poouniaire et que la cause est plaid6e, le tarif prevu
pour les proces directs en matiere civile peut etre
applique.
3. En matiere penale:
Devant les Assises federales, la Cour penaJe federale
et la Chambre criminelle:
500 a 5 000 fr.
Lorsque le
Tribunal statue Bur ,l'action civile, le tarif
prevu pour les proces directs en matiere civile peut etre
applique.
ART. 6.
Dans les causes dont le Tribunal federal connait comme Le Trib
deral
juridiction de recours, les honoraires sont fixes comme suit: tion de
- Dans les recours en reforme (art. 43 ss. OJ) :
300 a 3000 fr.
Si la valeur litigieuse depasse 8000 fr. et que la cause
n'est pas plaid6e, les honoraires sont reduits en conse-
quence.
- Dans les recours de droit public (art. 84 et 85 OJ),
dans les recours en nulliM en matiere civile (art. 68 OJ);
dans les recours dedroit administratif (art. 97 ss. OJ)
et dans les recours en matiere disciplinaire (art. 117 OJ) :
100 a 1000 fr.
Si la cause est plaid6e ou si elle est de nature essen-
tiellement pecuniaire, le
tarif prevu pour le recours en
reforme peut etre applique.
- En matiere penale:
Dans les pourvois en nuHiM devant la Cour de cassa-
tion extraordinaire et devant la Cour de cassation
penale,
dans les plaintes, recours et autres procedures
devant la Chambre d'accusation:
100 a 1000 fr.
Si le Tribunal federal statue sur l'action civile, le tarif
prevu pour les recours en reforme peut etre applique.
266 Prozessreoht. N° 39.
4. Dans les demandes de revision et d'interpretation des
jugements
du Tribunal federal:
100 a. 1000 fr.
ART.7.
Dans les causes qui ont neoossiM un travail extraordi-
naire,
notamment lorsque les moyens de preuve ont eM
longs et difficiles a. reunir ou a. coordonner, que le dossier
a pris une ampleur considemble, que les questions de fait
ou de droit ont eM particulierement compliquees etc., le
Tribunal
federal peut accorder des honomires d'un mon-
tant superieur aux taux ci-dessus.
Lorsqu'il y
a disproportion manifeste entre la valeur
litigieuse et l'interet des parties au proces ou encore entre
I
le taux applicable d'apres le pr6sent tarif et le travail
efiectif de l'avocat, le Tribunal fedeml peut reduire les
honomires en dessous du taux minimum.
En cas de desistement, de retrait de recours, de trans-
action, de non-entree en matiere et d'une maniere generale
lorsque la cause ne se termine pas par un jugement au
fond, les honoraires peuvent etre reduits en consequence.
ART. 8.
Sont compris dans les frais d'avocat :
:0-1. ses debours (avances de procedure, frais de port, de
telephone, etc.);
2. pour ses frais de deplacement, le billet de chemin de
fer en seconde classe et une indemniM de 25 fr. par
demi -journee et de 20 fr. par nuit ;
3. un emolument de copie pour les pieces necessaires a. la
conduite du proces et dont un double ne lui a pas eM
communique par le Tribunal ou par la partie adverse.
ART.9.
A vant le prononce final du Tribunal fedeml, un etat
des frais sera produit au grefie, indiquant separement
Prozessreoht. N° 39.
l'indemniM r6clamee par la partie, les honoraires de
l'avocat, ainsi que les debours de ce dernier, les indem-
nites de deplacement et les emoluments de copie.
Ace defaut, le Tribunal federal fixe les deMns d'apres
le dossier et dans les limites du pr6sent tarif.
ART. 10.
En matiere d'expropriation et dans tous les autres cas
on la legislation fedemle attribue des competences judi-
ciaires au Tribunal fedeml, celui-ci applique le present
tarif par analogie.
ART. 11.
En cas d'application du present tarif aux avocats
d'office
designes par le Tribunal federal (art. 152 OJ et
36 PPF), les honoraires seront reduits dans une mesure
appropriee. TIs pourront etre fixes en dessous du taux
minimum.
ART. 12.
Le present tarif ne s'applique pas aux rapports entre
l'avocat et son propre client, qui sont regis par les dispo-
sitions du code des obligations BUr le mandat; l'art. 161
OJ est reserve.
ART.13.
5. Chan
pIIcs'
Le pr6sent tarif entre en vigueur le l
er
janvier 1950. 6.
Lausanne, le 21 decembre 1949.
Tariffa delle spese ripetibiIi accordate aIla eontroparte nelle
eause davanti aI Tribunale federale.
(DeI 21 dicembre 1949.)
Il Tribunale federale,
in esecuzione degli art. 160 della legge federale 16 dicembre
1943 sull'organizzazione giudiziaria (OG) e 245, capoverso
quarto, della legge federale 15 giugno 1934 sulla procedura
penale (PPF),
decreta:
ART. 1.
L'ammontare delle spese ripetibili accordate alla contro-
. parte nelle cause davanti al Tribunale federale e fissato
a
norma della seguente tarifla.
Le spese ripetibili comprendono !'indennita. alla contro-
parte e le sue spese di patrocinio. Debbono corrispondere
alle spese indispensabili
causate dalla contestazione
(art. 159 cp.
2 OG).
ART. 2.
L'indennita. alla eontroparte comprende il rimborso dei
te suoi disborsi eflettivi (anticipi processuali, spese di tra-
sferta necessarie, spese postali e telefuniehe, ecc.).
Se speeiali cireostanze 10 giustificano, il Tribunale puo
accordare altresi un'adeguata indennita per ulteriori spese
e
danni causati dalla lite.
ART.3.
Le spese di patrocinio comprendono l'onorario, i di-
sborsi, l'indennita di trasferta e quella per le copie.
Di regola, non si accorda onorario, quando l'avvocato
e vincolato da un rapporto d'impiego eol suo cliente
(contratto di lavoro, ecc.).
Prozessrooht. N° 39.
ART. 4.
Di regola, l'onorario e proporzionale al valore litigioso.
Viene fissato
tra il massimo e il minimo previsti dalla
presente tariffa, secondo l'importanza della lite, delle sue
difficolta, dell'ampiezza deI lavoro e deI tempo impiegato
dall'avvocato.
Di regola, il valore litigioso e ealeolato sommando il
valore delle domande della petizione con quello della
domanda riconvenzionale.
Se le conelusioni d'una parte sono manifestamente
esagerate, l'onorario deI suo avvocato e fissato secondo
le conclusioni ehe
avrebbe dovuto presentare giusta i
princlpi della
buona fede.
Quando il valore litigioso non puo essere espresso in
eifre, l'onorario e fissato liberamente, secondo gli altri
elementi d'apprezzamento enumerati nel primo capoverso.
ART. 5.
Nelle cause giudicate dal Tribunale federale in istanza
unica gli onorari sono fissati come segue :
- Nelle cause dirette di diritto civile (art. 41 e 42 OG) :
Se i1 valore litigioso non rag-
giunge
4000 fr., l'onorario va . da 300 a 800 fr.
Se il valore litigioso varia
tra 4000 e 8000 fr., l'onorario va da 400 a 1000 fr.
tra 8000 e 20 000 fr. .
tra 20 000 e 50 000 fr.
tra 50 000 e 100 000 fr.
tra 100000 e 500000 fr.
oltre i 500 000 fr.
da 600 a 1 500 fr.
da 800 a 3 000 fr.
da 1000 a 5000 fr.
da 1500 a 10 000 fr.
da 2000 fr. al 2 %.
- Nelle azioni di diritto pubblico (art. 83 OG) e nelle
cause
dirette in materia di diritto pubblico e in materia
di diritto amministrativo (art. nO-ll2 OG), l'onorario
varia
da 100 a 10000 fr.
a) Ono,
D Trit
federd
sdlzion
2'10
Se si tratta di contestazioni di natura essenzialmente
pecuniaria e se ha luogo un dibattimento, puo essere
applicata la tariffa prevista per le cause dirette.
3. Nei processi penali :
Davanti alle Aasise federali, alla Corte penale federale
e
alla Camera criminale, l'onorario varia
da 500 a 5000 fr.
Quando il Tribunale si pronuncia anche sulle pretese
di diritto civile, puo essere applicata la tarlffa prevista
per le cause dirette in materia civile.
ART. 6.
Nelle cause che il Tribunale federale giudica in
istanza di rioorso, l'onorario e fissato oome segue:
- Nei ricorsi per riforma (art. 43 e seg. OG), l'onorario
varia
da 300 a 3000 fr.
Se il valore litigioso supera i 8000 fr. e non ha Iuogo un
dibattimento, l'onorario subisce un'adeguata riduzione.
- Nei ricorsi di diritto pubblico (art .. 84 e 85 OG), nei
rioorsi per nullita. in procedimenti civili (art. 68 OG),
nei rioorsi di diritto amministrativo (art. 97 e seg. OG)
e nei ricorsi in materia disciplinare (art. 117 OG),
l'onorario varia
da 100 a 1000 fr.
Se ha luogo un dibattimento 0 se Ia causa e di natura
essenzialmente pecuniaria, e applicabile la tariffa
prevista pel ricorso per riforma.
- Nei processi penali :
Nei ricorsi
per nullita. alla Corte di cassazione straor-
dinaria e alla Corte di cassazione, nei reclami, ricorsi e
in altre procedure davanti alla Camera d'accusa,
l'onorario varia
da 100 a 1000 fr.
Se il Tribunale federale si pronuncia anche sulle pre-
tese di diritto civile, puo essere applicata Ia tariffa
prevista peI rioorso per riforma.
I
Prozessreoht. N° 39.
- Nelle domande di revisione e d'interpretazione delle
sentenze deI Tribunale federale, l'onorario varia
da 100 a 1000 fr.
ART. 7.
Nelle cause che hanno riehiesto un lavoro straordinario, Eeeezion
segnatamente quando e stato lungo e diffieile racoogliere
o coordinare i mezzi
di prova, quando gli atti deU'inserto
sono voluminosi,
quando le questioni di fatto e di diritto
sono state partieolarmente eomplesse, ece., il Tribunale
federale puo acoordare onorari superiori a quelli previsti
dalla presente tariffa.
Se esiste una manifesta disproporzione tra il valore
litigioso e l'interesse delle
parti in causa 0 tra l'ammontare
applicabile a norma della presente tarlffa e il lavoro
effettivo dell'avvocato, il Tribunale federale puo ridurre
gli onorari al disotto dell'ammontare minimo.
In caso di desistenza, di ritiro deI ricorso, di transazione,
d'irricevibilita. e, in generale, quando Ia eausa non termina
con un giudizio di merito, l'onorario puo subire un'ade-
guata riduzione.
ART. 8.
NeUe spese di patrociriio sono inelusi :
- i disborsi dell'avvoeato (anticipi processuali, spese b) Disbo
trasfel
postali e telefoniehe, ecc.) ; eopie
- le spese di trasferta, ossia il prezzo deI biglietto ferro-
viario di seoonda classe e un'indennita. di 25 fr. per
mezza giornata e di 20 fr. per notte ;
un'indennita. per le copie degli atti necessarie alla
trattazione della causa, dei quali non e stato fornito un
duplo dal Tribunale 0 dalla controparte.
ART. 9.
Prima della sentenza, una' nota delle spese dev'essere 4. Nota
prodotta alla Cancelleria deI Tribunale federale che indichi spese
di
zione
one
separatamente l'indennita chiesta dalla parte, l'onorario
dell'avvocato, come pure i di lui disborsi, l'indennita di
trasferta e quella per le copie.
In mancanz di questa nota, il Tribunale federale fissa
l'indennita sulla base degli atti ed entro i limiti della
presente tarüia.
ART. 10.
Nelle causa d'espropriazione e in tutti gli altri casi in
cui la legislazione federale gli attribuisce competenze
giudiziarie,
il Tribunale federale applica la presente
tariffa per analogia.
ART. 11.
Nei casi in cui ja presente tariffa si applica agli avvocati
d'ufficio designati dal Tribunale federale (art. 152 OG e
36 PPF), l'onorario sara ridotto in misura adeguata;
potra essere fissato al disotto dell'ammontare minimo.
ART. 12.
La presente tarüia non si applica alle relazioni tra
l'avvocato e il suo cliente ehe sono disciplinate dalle
norme deI diritto delle obbligazioni sul mandato; resta
riservato l'art. 161 OG.'
ART. 13.
La presente tariffa entra in vigore il I gennaio 1950.
Losanna, 21 dicembre 1949.
Vgl. auch Nr. 30, 37. -Voir aussi nOS 30, 37.
IMPRIIIIERms REUNms s. A., LAUSANNE
I. PERSONENRECHT
DROIT DES PERSONNES
Vgl. Nr. 45. -Voir n° 45.
II. FAMILIENRECHT
DROIT DE LA FAMILLE
40. Urteil der ll. ZivllabteßUDg vom 30. September 1949
i. S. Meier gegen Schwarz.
Güterrechtliche Auseinandersetzung bei Scheidung, Art. 154 ZGB.
- Eigengut des Mannes: Bei EJ;werb ener Liegenschaft mi.t dem
Erlös einer vom Manne in die Ehe emge! rS ?hten und m. der
Folge veräusserten ist Ersatzanschaffung (dingliche SubrogatlOn)
nicht anzunehmen, wenn Verkauf und Kauf nicht Zwecke
der Neuanlage des investierten Kapitals, sondern llll Rahmen
der wirtschaftlichen T igkeit der Eheleute erfolgt (Art. 154,
Aha. I, 196 Aha. 2 ZGB). . .
Wie der auf der neuen Liegenschaft erzIelte Gewmn, geht der
. beim Verkauf der alten erlittene Verlust auf Rechnung des
ehelichen Vermögens (als Vor-bzw. Rückschlag).
3. Verkehrswert: ist nicht der übersetzte Wert, der llenfalls.von
einem Käufer unter Ausnützung seiner UnkenntnIS zu erZIelen
wäre.
LÜjuidation des biens apres divorce. Art. 154 ee.
- Propres du mari: L'achat d'un immeuble av,ec des fonds pro-
venant de la vente d'un immeuble aI?porte .par le man n
constitue pas un remploi (subrogation reelle) SI la vente a ete
faite dans le cadre da l'activite econ?mine de .epoux. et non ,pas
a titre de placement du capital qUl avalt ete mvesti dans lllll-
meuble vendu (art. 154, 195 al. 1, 196 3;1. 2. CO). .,
- La perte subie lors de vente u prnmler lIDllleuble dOlt etre
portre au compte des bIens matnmomaux tnlUt comme la plus-
value acquise par le nouvel immeuble (a tltre de perte et de
benefice). . b . d'
- Valeur venale: Le prix exager;e qu'on pourralt ,0 temr un
acheteur en profitant de son 19norance ne represente pas la
valeur venale de l'immeuble.
18 AS 75 II -1949