Schuldbetreibungs und Konkursrecht. N° 18.
.requenr du tribunal son expulsion immediate, et qu'il
pourrait en outre, a l'expiration de vingt jours apres la
notification dudit commandement, requerir la continua-
tinnde la poursuite.
Le debiteur a fait opposition a ce commandement de
payer dans le delai imparti.
B. -Par plainte du 19 mai 1947, il a en outre demande
l'annulation de la poursuite pour loyers et fermages,
par le motif qu'une teIle poursuite ne peut etre notifiee
que pour un Ioyer, mais non pour une indemnite, celle-ci
ne pouvant etre reclamee que par la voie d'une poursuite
ordinaire.
L'autorite genevoise de surveillance a rejete la plainte.
O. -Le plaignant recourt au Tribunal federal contre
cette decision en reprenant ses conclusions.
Oonsiderant en droit:
- -Le reeourant soutient que la poursuite ne peut
pas etre eontinuee, le eommandement de payer eontenant
un avis eomminatoire d'expulsion qui ne saurait yavoir
plaee puisque, d'apres la poursuivante, la creanee en
poursuite n'est pas une ereance pour loyer mais une
indemnite pour oecupation illicite des locaux.
Une creanee de ce genre ne represente pas un loyer
proprement dito Cependant elle en tient lieu et Iui est
eomparable a beaueoup d'egards. :Le Tribunal federal a
en effet assimile l'indemnite a. la quelle le bailleur peut
pretendre pour l'oecupation des locaux apres l'expiration
du bai! (oecupation a bien plaire ou illieite) a une creanee
de loyer, et il a admis que cette ereance d'indemniM est
garantie par le droit de retention (RO 63 II 363). En
vertu de eette jurisprudence, il n'est pas douteux qu'une
poursuite en realisation du droit de retention pourrait
etre exercee pour une ereance de ce genre dans les formes
qui
sont prevues pour les loyers proprement dits.
Cela etant, on ne voit pas pourquoi l'avis commina-
toire d'expulsion ne pourrait pas etre insere dans une
Schuldbetreibungs und Konkursrecht. N° 19.
poursuite (ordinaire ou en realisation de gage) tendant au
paiement d'une indemnite d'occupation. Le proprietaire
peut d'ailleurs tout, aussi bien notifier un tel avis en dehors
de la poursuite. Dans un cas comme dans "autre, il appar-
tient au juge de l'expulsion de se prononcer sur sa legi-
timite.
L'occupation illicite des locaux peut meme justifier
une demande d'expulsion immediate, dans les formes
prevues
par les lois de procedure civile. Le debiteur a
tout interet a ce que le creancier ne formule cette menace
d'expulsion que
pour certaines eventualites (defaut de
paiement, absence d'opposition) et en fixant un delai,
eomme l'intimee l'a fait dans le commandement de payer.
TI n'y a done aucune raison d'annuler la presente pour-
suite.
La Ohambre des poursuites et des faiUites
rejette le reeours.
19. Entscheid vom 24. Juni 1947 i. S. Konkursamt Basel-Stadt.
Das Konkursamt kann Sachen besehl.agna.bmen. an denen ein
Dritter unselbständigen Besitz (Pfandbesitz) und der Gemein-
schuldner selbständigen Besitz hat, oder die im Mitbesitz des
Gemeinschuldners und eines Dritten stehen.
L'office des faillites a le droit de frapper d'indisponibilite les bie,ns
sur lesquels un tiers a une possession derivee (a titre de crea.nCler
gagiste) et le failli unt; possession orine! de m J;1e que eeux
qui sont en la posseBSlon commune du failli et du tIers.
L'ufficio dei fallimenti ha il diritto di eolpire 'indisponbilitit. !
beni, sui quali un terzo ha un possesso derIva . (a Itolo di
creditore pignoratizio) e il fallito un possesso onlgmarlo. come
pure i heni ehe sono in possesso comune deI faUito edel terzo.
A. -Die Weleome Lederwarenfabrik A. G. in Basel
sandte der Dana Lederwarenfabrik 'GmbH. in Therwil
im September 1946 ca. 40 000 unüberzogene Brillenetuis
zur Bearbeitung. Pro forma stellte sie ihr dafür Rech-
nung.
Am 17. Dezember 1946 schrieb sie ihr, sie trete
von ihrem Guthaben bei ih1," einen Betrag von
Fr. 15,000.-an die Optiea A. G. in Basel ab; Es gehen
a Schuldbetreibungs-und Konkursrecht N° 19.
somit für diesen Betrag Rohkörper in das Eigentum der
Optica A. G. über .
jJ. -Nachdem die Welcome A. G. im Januar 1947 in
Konkurs gefallen war, belegte das Konkursamt Binningen
auf Ersuchen des Konkursamtes Basel-Stadt am 22. Ja-
nuar 1947 alle Etuis, die die Dana GmbH. von der Ge-
meinschuldnerin erhalten hatte, mit Konkursbeschlag,
indem es
der Dana GmbH. bei Straffolge untersagte,
ohne konkursamtliche Bewilligung
darüber zu verfügen.
Die
Dana GmbH. machte daran ein Faustpfandrecht
gegenüber der Gemeinschuldnerin geltend. Auf ihre Mit-
teilung vom 28. Januar, dass von den bei ihr liegenden
Etuis ca. 28000 Stück Eigentum der Optica A. G. und
daher ihres Erachtens von der Beschlagnahme nicht
betroffen seien, antwortete das Konkursamt Binningen
am 29. Januar 1947, diese Massnahme erstrecke sich
auch auf die angeblich der Optica A. G. gehörenden Etuis.
0 -Auf Beschwerde der Dana GmbH. hin hat ,die
kantonale Aufsichtsbehörde am 30. Mai 1947 die Beschlag-
nahme der eben erwähnten ca. 28 000 Etuis aufgehoben.
,t'" ',' f' 1 '
DieSEm Entscheid hat das Konkursamt Basel-Stadt an das
Blliidesgni-icht weitergezogen.
Die Schuldbetreibung8-und Konkurskammer
zieht
in Erwägung :
- -Ob die Beschwerdeführerin Dana GmbH. durch
die angefochtene Beschlagnahme überhaupt in ihren recht-
lichen Interessen getroffen wird und daher zur Beschwerde
legitimiert ist,
kann dahiiigestnJ.it bleiben, da sich die
streitige Massnahme
auf jeden Fall als gerechtfertigt
erweist.
-
Der Vorinstanz ist darin Recht zu geben, dass
die Konkursverwaltung Sachen,
von denen nach den
Belitzesffigeln zu vermuten ist, dass sie im Eigentum
eine8 Dritten stehen, erst beschlagnahmen darf, wenn
gerichtlich festgestellt ist, dass sie zur Masse gehören
(BGE 50
III 3, 52 III 10). Im vorliegenden Falle besteht je-
Sohuldbetreibungs-und Konkursrecht. N° 19.
doch keine Vermutung für Dritteigentum. Die Beschwerde-
führerin beansprucht an den beschlagnahmten Etuis für
sich nicht das Eigentum, sondern nur ein Pfandrecht.
Ihr (unselbständiger) Besitz begründete also zunächst
keine andere Eigentumsvermutung als eine solche
zu-
gunsten der Welcome A. G., von der sie die Etuis emp.,.
fangen hatte (Art. 931 Abs. 1 ZGB). Die Anzeige vom
17. Dezember 1946
konnte für sich allein nicht bewirken,
dass der selbständige Besitz (Art. 920 ZGB) mit Bezug
auf 28 000 Etuis von der Welcome A. G. auf die Optica
A. G. überging. Hiezu wäre ausserdem nötig gewesen,
dass die Beschwerdeführerin die
der Optica A. G. zu-
kommenden Stücke aus dem Gesamtbestande der von der
Welcome A. G. erhaltenen Etuis ausgeschieden hätte.
Eine solche Ausscheidung hatte, wie aus dem Requisi-
tionsberichte des Konkursamtes Binningen und den Fest-
stellungen der Vorinstanz hervorgeht, zur Zeit der Beschlag-
nahme noch nicht stattgefunden. Damals bestanden also
immer noch die ursprünglichen Besitzesverhältnisse und
die d rin begründete Vermutung für das Eigentum der
Welcome A. G. bezw. ihrer Konkursmasse.
Wollte
man übrigens annehmen, dass das Schreiben
vom 17. Dezember 1946 die Besitzesverhältnisse
urlmittel-
bar beeinflusst habe, so könnte der Optica A. d; doch
höchstens zugestanden weiden, dass sie
an den bei der
Beschwerdeführerin liegerlden Etuis fortan Mitbesitz hatte,
und zwar zusamrilert mit der Welcome A. G. Mitbesitz
des Gemeinschuldiiers genügt aber,
um die Beschlag-
nahme zu rechtfertigen.
Die Vorschrift von Art. 232 Ziff. 4 SchKG, wonach die
Personen, welche Sachen des Gemeinschuldners als Pfand-
gläubiger oder aus andern Gründen besitzen, in der
Konkfirspublikation unter Straf drohung aufzufötdern sind,
sie
dem Konkursamte zur Verfügung zu stellertl wird
entgegen
der AuffaMung der Vorinstanz keineswegs sinn-
los, wenn dem Konkursamte die Befugnis eingeräumt
wird, solche Sachen zu beschlagnahmen. Die Zulässigkeit
6 AS 73 ur -1947
82 Schuldbetreibungs. und Konkursrecht. N° 20.
der Beschlagnahme macht die Aufforderung im Sinne von
Art. 232 Ziff. 4 SchKG schon deshalb nicht überflüssig,
weH mit dem Vorhandensein von Vermögensstücken zu
rechnen ist, von denen das Konkursamt zunächst gar
nichts weiss.
Da die Beschwerdeführerin an den Etuis kein Eigentum
beansprucht, ist von vornherein ausgeschlossen, dass ihr
durch die Beschlagnahme die Klägerrolle in einem all-
fälligen Prozess
um die Herausgabe der Etuis aufge-
zwungen werden
könnte. Dass über ihr Pfandrecht durch
Kollokationsverfügung entschieden wird, und dass sie
unter Umständen genötigt sein wird, ihr Recht durch
Kollokationsklage geltend zu machen, ist einfach die
unvermeidliche Folge
davon, dass die Welcome A. G. in
Konkurs gefallen ist. Im übi-igen ist eine Kollokations-
verfügung
über das Pfandrecht der Beschwerdeführerin
erst nach rechtskräftiger Abweisung der Eigentumsan-
sprache der Optica A. G. zu treffen, wenn diese eine
solche
Ansprache erhoben hat (Art. 53 KV).
Demnach erkennt die 8chuldbetr.-u. Konkurskammer .-
Der Rekurs wird gutgeheissen, der angefochtene Ent-
scheid aufgehoben und die Beschwerde der Dana GmbH
abgewiesen.
20. Auet du 26 jain 1947 dans la cause Demierre.
Execution jorck entre epoux. L'epoux auquel des depens sont
alloues par un jugement prononyant la separation de biens
peut se prevaloir de l'excention pr6vue a I'art. 176 al. 1 CO.
Zu-angsvoUstreckung unter Ehegatten. Der Ehegatte, dem im Güter-
trennu,ngsurteil eine Prozessentschädigung zuerkannt worden
ist, kann dafür die Ausnahme des Art. 176
ZGB in Anspruch
nehmen.
Esecuzione jorzata tra coniugi. Il coniuge, al quale una sentenza
ehe pronuncia la separazione dei beni accorda un'indennita
a titolo di l'ipetibiIi, pub invocare l'eccezione prevista daU'art.
176 cp. 1, (,'C.
Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. N° 20.
Par arret du 22 octobre 1946, que le Tribunal fMeral
a confirme le 17 mars 1947, la Cour d'appel du canton
de Fribourg a prononce la separation de corps et de biens,
pour une duree indeterminee, entre les epoux Demierre-
Richoz
et condamne le mari a payer a sa femme 2206 fr.
a titre de depens. Dame Demierre lui a fait notifier un
commandement de payer cette somme. Invoquant l'art.
173 CC, le debiteur aporte plainte a l' AutoriM de sur-
veillance,
qui a annule la poursuite.
Dame Demierre a defere cette decision au Tribunal
fMera!.
Considerant en droit .-
L'autorit6 cantonale a donne suite a la plainte, parce
qu'elle a estime que les depens alloues a la creanciere
ne tombaient pas sous la notion de subsides au sens de
l'art. 176 al. 2 CC. Elle a perdu de vue que, par son arret
du 22 octobre 1946, la Cour d'appel a aussi prononce
la separation de biens entre les parties, de sorte que
c'est l'art. 176 al. 1 qui s'applique. S'il est loisible aux
epoux de recourir mutuellement a l'execution forcee aux
fins de realiser la separation de biens, on ne voit pas
pourquoi
la creance que le jugement de separation attri-
bue a l'un d'eux, en ce qui concerne les frais de proces,
ne pourrait pas etre l'objet d'une poursuite. Il n'y a, en
effet, aucune raison d'exclure cette creance de la liqui-
dation du regime matrimonial (art. 189 CC), liquidation
qui -'--s'agissant d'une separation de biens legale ou
judiciaire -echappe a la regle de l'art. 173 CC.
La Chambre des pour.mites et des faiUites
admet le recours et reforme la decision attaquee en ce
sens que la plainte du debiteur est rejet6e.