d'action etait imminente en Suisse, s'est declare regu
lierement saisi.
Par arret du 14 septembre 1938, le Tribunal cantonal
vaudois, reformant cette decision, a juge que le Tribunal
de premiere instance aurait du admettre l'exception de
litispendance et se dessaisfr de 1 'affaire.
Dame Tensi a forme contre cet arret un recours de
. droit civil en invoquant les dispositions sous chiffres I,
2 et 3 de l'art. 87 OJF.
Le Tribunal federal a rejete le recours.
Extrait des moti/s :
A l'appui de son recours de droit civil, la recourante
invoque la violation de l'art. 87 OJF.
Le. cas prevu au . chiffre premier de cette disposition
n'est 6videmment pas realise en l'espece.
En ce qui concerne le casprevu auchifIre 2, il ne l'est
pas davantage. C'est a tort que la recourante se plaint
que le Tribunal cantonal ait meconnu les dispositions des
art. 7 h et 7 i de la loi federale sur les rapports de droit
civil des citoyens etablis o en: sejour. Ces dispositions
sont etrangeres au litige. La Cour cantonale n'avait
aucunement a rechercher si dame Tensi, en sa . quaIite
d'etrangere, etait recevable a ouvrir action en Suisse. Ce
point n'etait pas conteste. Ce qu'on lui a object6, c'est
qu'une action ayant le meme objet etait deja pendante
devant un tribunal italien, egalement competent. Mais
des l'instant on l'on admet que l'action pouvaitetre
port6e aussi bien devant la juridiction jtalienne que
devant le tribunal suisse, -et effectivement la compe-
tence des tribunaux italiens ne saurait etre serieusement
contesWe au regard des dispositions de la Convention -
iI est evident que le Iitige ne dependait plus que du merite
de l'exception de Iitispendance, point sur Iequel le Tri-
bunal federal n'a pas a se prononcer. C'esten vain qu'on
voudrait argumenter acepropos de la decisioil rendue
par le Tribunal federal dans la cause Dupre (RO 64 II
.Fa.rniJienre("hL Ku 55.
p. 71). En effet, si le Tribunal federal a alors aborde la
question de litispendance, c'est uniquement parce que la
question de competence, de la solution de laquelle depen-
dait la solution de la premiere, etait elle-meme en dis-
cussion. Or il n'en est pas de meme en l'espece. Comme
on l'a deja releve, I'arret attaque ne s'est pas refuse a
reconnaitre la competence de la juridiction suisse; il
s'est borne a dire que cette juridiction ne pouvait etre
valablement saisie puisque la meme action etait deja
pendante devant UD tribunal italien. Une teIle decision
ne comporte aucune violation de la loi sur les rapports
de droit civil.
Quant au cas vise au chiffre 3 de l'art. 87, il ne saurait
etre invoque non plus. Aucune regle de for du droit federal
n'a etC violee en l'espece.
55. Urteil der II. ZivUabteilung vom 9. November 1935
i. S. leUer
gegen Belirkarat und VOrD1udachaftsbehörde Zürich.
Kantonaler Instanzenzug in Vormund-
schaftssachen :
Die Beschränkung des kantonalen Instanzenzuges auf die in
Art. 361 ZGB zulässig erklärte Zahl von zwei Instanzen der
Aufsichtsbehörde gilt nur für die kraft eidgenös8ischen Rechtes
den vormundoohaftlichen Behörden übertragenen Obliegen-
heiten.
ZGB Art. 361 u. z. B. Art.. 283, 284 im Unterschied zu Art. 285,
287, 288.
Der Beschwerdeführer Albert Zeller stellte bei den
Zürcher Behörden das Gesuch, es sei die ihm entzogene
elterliche Gewalt über seine drei Kinder wieder herzu-
stellen. Auf Antrag der Vormundschaftsbehörde wies der
Bezirksrat dieses Gesuch ab, ebenso mit Verfügung vom
- Oktober 1938 die Justizdirektion des Kantons Zürich,
an die Zell er rekurrierte. Gegen diese Verfügung hat
Zeller die zivilrechtliche Beschwerde an das Bundes-
gericht erhoben.
Dtts Bu.ndesgericht zieht in Enoägung :
Die
zidlrnchtli('he Beschwerde ist nur zulässig gegen
ntscheide der letzten kantonalen Instanz (Art. 86 des
Gesetzes über die Organisation der Bundesrechtspßege).
Die Justizdirektion des Kantons Zürich, welche die ange-
fochtene
Verfügung erlassen hat, wäre letzte Instanz,
wenn es sich heim vorliegenden Streit um eine Vormulld-
schaftssache handeln 'würde : denn da sie die zweite vor-
mundschaftliche Aufsichtsbehörde
ist, wäre nach der Aus-
legung, die
Art. 361 ZGB durch die Praxis gefunden hat,
'in Veiterzug an eine dritte kantonale Instanz von Bun-
desrechts wegen unzulässig (BGE 47 II 17 E. 2). Diese
Besehränkung des Instanzenzuges gilt indessen nur für
die kraft eidgenössischen Rechtes den vormundschaftliehpll
Behörden ühertragenen Obliegenheiten. VällI'('nd dip!,
für die Killdesschutzmassnahmen im Sinne von Art. 2H:.l
und für die Versorgung der Kinder gemäss Art. 284 ZGB
zutrifft,
i :t mit Bezug auf die Entziehung und Tiederher-
stellung der elterlichen C'..ewalt den Kantonen die Inzeich
nung der zuständigen Behörden freigestellt (ZGB Art. 285,
287 und 288). Sie können Verwaltungs-oder Gerichts-
behörden oder in der Instanzenordnung auch beide zu-
sammen damit betrauen, wie Zürich es hinsichtlich des
Entzuges der elterlichen Gewalt getan hat ( 70 EG zum
ZGB). Sie können diese Aufgabe aber auch den vormund-
schaftlichen Behörden überlassen, wie es in Zürich gemäss
71 des EG zum ZGB für Entscheidungen über die Wie-
derherstellung der elterlichen Gewalt der Fall ist. Sind
dergestalt die vormundschaftlichen Behörden zuständig
erklärt, RO sind ihre Massllahmen dennoch keine vormund-
schaftlichen im Sinne des eidgenössischen Rechtes, und
eine Einschränkung des kantonalen Instanzenzuges auf
die in Art. 3m bezeichneten Organe kann für sie nicht
Platz greifen. Anders sind auch die Ausführungen in
BGE 47 II 17 E.2, die in Verbindung mit der Erwägung 1
das Gegenteil auszusprechen scheinen, nicht zu verstehen;
jenes Urteil befasste sich zwar ebenfalls mit der Frage der
elterlichen Gewalt, doch war formell der kantonale Ent-
scheid als Vormundschaftssache ausgestaltet. Die vor-
liegend angefochtene
Verfügung hingegen betrifft formell
und sachlich nur die Frage der Wiederherstellung der
elterlichen Gewalt; sie hätte gemäss 13 des zürcherischen
Gesetzes
über die Organisation und Geschäftsführung des
Regierungsrates vom 26. Februar 1899 (Sammelband I
S. 178) noch an den Gesamtregierungsrat weiternezogen
werden können. Einen letztinstanzlichen EntscheId stellt
sie somit nicht dar.
Demnach erkennt das Bundesgericht:
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
Vgl. auch NI'. 65. -Voir aussi n° 65.
II. ERBRECHT
DROIT DES SUCCESSIONS
56.
Urteil der 11. Zivila.bteilung Tom 27. Oktober 1938
i. So Oederlin gegen Koeradorff und Weiss.
Erbeinsetzungs-und Vermächtnisvertrag;
I
'11' V rf"gung' Anfor-
einseitige Aufhebl.mg durch etztWl Ige e u ,
derungen an den Inhalt dieser Verfügung; Auslegung der-
selben.
ZGB Art. 513 ; 494 Abs. 3 ; 478.
Am 6. Juli 1934 starb in Zürich Frau Lilly Oederlin
geb. Moersdorff.
Als gesetzliche Enhen hin.terlins sie
ihren Ehemann Edmund Oederlin, nut dem SIe se1t 1933
im Scheidungsprozess stand, und ihre heiden Kinder
Sonja und Rosmarie Oederlin. Mit ihrem Ehemann hatte
sie am 9. Juli 1925 einen Erbvertrag abgeschlossen, durch