Schuldbetreibungs. und Konkursrecht. No 17.
robjet d'une pnrsuite en realisation d'un gage immobilier.
Or si ces dispositions font rentrer dans les mesures qui in-
combent au gerant le payement des redevances couran-
tes )) teIles que celles qui sont dues (( pour l'eau, le gaz ou
l'electricite , c'est parce qu'elles partent precisement de
l'idee que ces installations, quand elles existent, contri-
buent a la valeur de l'immeuble et que le defaut de paye-
ment des redevances y relatives risquerait d'entrainer une
diminution du rendement de l'immeuble. Il va des lors de
soi que par redevances courantes )) au sens de ces dispo-
sitions, il faut entendre uniquement !es contributions qui
representent la remuneration des services speciaux dont
l'immeuble peut se trouver beneticier et dont la suppres-
sion
entrainerait une diminution de Ba valeur de rende-
ment.
En l'espece, l'Autorite cantonale a juge d'une maniere
qui He le Tribunal federal, car il s'agit Ia d'une question
relevant du droit cantonal, que l'impöt locatif de la com-
mune de La Chaux-de-Fonds ne correspond pas a. un ser-
vice particulier, qu'il n'a pas d'afiectation speciale et ne
se distingue en rien des autres impöts, autrement dit
qu'il sert, au meme titre que ceux-ci, a. couvrir les depenses
de la commune. Un tel impot ne saurait donc etre assimile
aux redevances prevues aux art. 17 et 94 ORI, et c'est a.
bon droit que l'office s'est refus6 a. en operer le payement
par prelevement sur les revenns des immeubles de la d6bi-
trice.
La Ghambre detJ Poor8'UitetJ et detJ FaillitetJ prononce :
Le recours est rejete.
17. BDtacheid vom 15. Kai 19S6 . i. S. Iobert Boach .1.-(1.
Ar res t i e run g von S c h w e i zer p a t e n t e n, der e n
I n
hab er i mAu s I a n d e wo h n t: Zuständig sind die
Behörden am Sitze des eidgenössischen Pa-
t e n t amt e s, gleichgültig ob anderswo in der Schweiz
Schuldbetreibungs. Und Konkursrecht. No 17.
ein Patentvertreter gemäss Art. 24 des Patentgesetzes bestellt
worden ist.
Art. 272 SchKG, 9 und 24 PatG.
Sequestre de brevet8 d'invention dont le titulaire habite a l'etranger :
Competence des autoriMs au siege du Bureau federal de la
proprieM intellectuelle, meme si un mandataire a 13M commis
ailleurs en Suisse, conformement a l'art. 24 de la loi sur les
brevets d'invention; (Art. 272 LP, 9 et 24 LBI).
Seque.stro di brevetti d 'invenzione svizzeri il cui titolare abita
all'estero : sono competenti le autorita della sede dell'ufficio
federale della proprieta intellettuale anche se un mandatario
e stato designato in conformitB. dell'art. 24 della legge sui
brevetti d'invenzione, in un'altra localitB. deUa Svizzera.
(Art. 272 LEF e 24 LBI).
Die Robert Bosch A.-G. in Stuttgart, deren Schweizer-
patente in Bern als dem Sitze des eidgenössischen Patent-
amtes arrestiert worden sind, beschwert sich über diese
Massnahme, weil als Arrestort nicht Bern, sondern Genf,
der Wohnort wes für die Schweiz bestellten Patentver-
treters, anzuerkennen sei. Von der kantonalen Aufsichts-
behörde mit Entscheid vom 27. April 1936 abgewiesen,
hat sie Rekurs an das Bundesgericht eingelegt.
Die Sck'lildbetreibungs-und Konkurskammer
zieht in Erwägung :
Schweizerpatente eines im Auslande wohnenden Inha-
bers gelten, wie bereits entschieden worden ist, als am
Sitze des eidgenössischen Patentamtes gelegen und sind
daher an diesem Orte zu arrestieren (BGE 1912 I 702 ff.
Sep.-Ausg. 282 ff.). Die Beschwerdeführerin hält eine Ab-
weichung von diesem Grundsatze für geboten, wenn der
Patentinhaber, wie es hier zutrifit, einen anderswo in der
Schweiz wohnenden Vertreter im Sinne von Art. 24 des
schweizerischen Patentgesetzes
vom 21. Juni 1907 bestellt
hat. Die angerufene Bestimmung bietet jedoch hierfür
keine
Handhabe, im Unterschied zu 12 des deutschen
Patentgesetzes
vom 7. April 1891/12. Dezember 1923, der
ausdrücklich bestimmt, der Wohnsitz des Patentvertreters
habe als der Ort, wo sich der Vermögensgegenstand be-
Schuldbetreibungs. und Konkursrecht. :No 17.
findet, zu gelten, womit dann auch nach 23 der deutschen
Zivilprozessordnung ein Gerichtsstand für vermögens-
rechtliche
Ansprüche irgendwelcher Art begründet ist,
gleichgültig
ob sie überhaupt mit Patenten zusammen-
hangen und in den Tätigkeitsbereich des Patentvertreters
fallen (vgl. dazu PIETZKER, Kommentar, 1929, zu 12 PatG
Anm. 7). Eine solche Regel ist im schweizerischen Gesetze
nicht aufgestellt, und es rechtfertigt sich auch nicht, sie
für das schweizerische Vollstreckungsrecht, das über den
Ort von Patentrechten nichts bestimmt, zu überneh-
men. Hat der Patentinhaber selber keinen Wohnsitz in
der Schweiz -wie hier, denn die Bestellung eines Patent-
vertreters schafft entgegen der von der Beschwerdeführerin
vertretenen Ansicht keinen Geschäftssitz am Wohnorte des
Vertreters -, so liegt es näher, auf den Sitz des eidgenös-
sischen
Patentamtes als auf den Wohnort eines allfälligen
Patentvertreters abzustellen. Denn während das Patent-
amt in allen Fällen von der Arrestierung benachrichtigt
werden muss und davon Vormerk zu nehmen hat zu Han-
den des Patentregisters (dessen Einträge gemäss Art. 9
PatG gutgläubigen Dritten gegenüber die Verfügungsbe-
rechtigung verbindlich ausweisen; Art. 9 Pat G), hat der
Patentvertreter als solcher mit dem Patentarrestierungs-
und dem darauffolgenden Betreibungsverfahren nichts zu
tun. Ihm liegt nach Art. 24 PatG nur ob die Vertretung
in dem nach Massgabe dieses Gesetzes stattfindenden
Verfahren, sowie in den das Patent betreffenden Streitig-
keiten , und demgemäss ist ein Gerichtsstand an seinem
Wohnort nur vorgesehen für die in solchen Rechtsstreitig-
keiten gegen den Patentinhaber anzustellenden Klagen .
Erstreckt sich also die Handlungsbefugnis des Patentver-
treters nicht auf ein Arrest-, Betreibungs-und Zivilstreit-
verfahren betreffend irgendwelche Forderungen, wofür
Patente nur als Vollstreckungssubstrat in Anspruch ge-
nommen werden, so stehen die Patentrechte augenschein-
lich
in näherer, für das Vollstreckungsverfahren wesent-
licherer
Beziehung zum Sitze des Amtes, wo auch das
Sohuldbetreibungs. rind Konkursrecht. N° 17.
Patentregister geführt wird. Daher ist die Arrestierung
von Schweizerpatenten eines im Auslande wohnenden
Inhabers ohne Rücksicht darauf, ob er irgendwo in der
Schweiz einen Patentvertreter hat, in Bern vorzunehmen.
Diese
Lösung hat, abgesehen von ihrer Einfachheit, den
Vorzug, das Vorgehen zu erleichtern, indem Nachfor-
schungen
nach einer Patentvertretung und deren Wohn-
sitz unterbleiben können. Dem Interesse des Patentin-
habers, dass sein allfälliger Patentvertreter möglichst bald
von einer Arrestierung Kenntnis erhalte, wird durch die
Mitteilung des
Patentamtes ohnehin Rechnung getragen;
übrigens wäre das Betreibungsamt des Wohnbezirks des
Vertreters gleichfalls
nicht verpflichtet, sich mit diesem
in Verbindung zu setzen, da er, wie dargetan, in diesem
Verfahren keine gesetzliche
Handlungsvollmacht hat.
Endlich sieht die Beschwerdeführerin in der angefochtenen
Entscheidung mit Unrecht eine ungleiche Behandlung von
Ausländern und damit eine Verletzung des mit Deutsch-
land am 31. Oktober 1910 abgeschlossenen Staatsvertrages
(eidgenössische Gesetzessammlung 1911 692); denn es
wird nur der schweizerische oder ausländische Wohnsitz
und nicht die Staatsangehörigkeit in Betracht gezogen.
Demnach erkennt die Schuldbeir.-u. Konkurskamnl,er :
Der Rekurs wird abgewiesen.
Siehe ferner Nr. 19 und 22. -Voir en outre N° 19 et 22.