Guardian’s objection to payment order is valid

BGE 50 III 125Federal Supreme Court Official Reports (BGE) / Band IIIJun 25, 1924Dismissed

Summary

J. Feigenwinter challenged the validity of an objection filed by Dr. Joseph Braun, acting as guardian of the debtor Karl Abt, after a payment order had been personally served on Abt. The creditor argued that the guardian lacked standing because the debt arose from Abt’s authorized business activity and no appeal had been made against the service. The Federal Court held that, where a ward hands the payment order to his guardian, the guardian’s general representative authority supports the presumption that he was empowered to lodge objection. The creditor failed to rebut that presumption. The appeal was dismissed.

Regest

Art. 74 SchKG; validity of an objection lodged by a guardian after personal service on the ward. Where a payment order is personally served on a ward and the ward hands it to his guardian, the comprehensive representative relationship of guardianship justifies the presumption that the guardian was authorized to protect the debtor’s interests and to file objection. The objection is not invalid merely because the guardian refers to his office as such; an express mention of the mandate or authorization is not required. In the absence of circumstances rebutting the presumption, the objection must be treated as effective (consid. 1).

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124 Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. N° 29. pas ecoule lorsque les feries ont pris fin, l'art. 63 LP ne serait pas applicable si on le prend a Ia lettre et le recours depose le 18 juin serait tardif. Mais il est dans l'esprit de la loi d'interpreter l'art. 63 dans ce sens que le debi- teur doit avoir trois jours pleins pour agir, a compter de l'echeance des feries (le 15 juin en l'espece) non seule- . ment dans le cas Oll les delais expirent pendant les feries (RO 4 III p. 5), mais encore dans les cas Oll; ayant commence de courir pendant les firies, ils expirent le lendemain ou le surlendemain de la fin des feries, lots- qu'il s'agit d'un delai fixe par la loi ou l'autorite de pour- suite pour accomplir un certain acte (JAEGER, Note 5 B sur art. 63 LP). C'est par cette interpretation seule- ment que l'on procure au debiteur les trois jours pleins que le legislateur a v )Ulu lui accorder. Le recours de Currat, depose le troisieme jour apres l'echeance des fenes, n'est donc pas tardif. 2. -Les decisions relatives a la saisissabilite ne sont revisables, a raison de changements qui peuvent, sur- venir dans la situation du debiteur, qu'en matiere de salaires ou d'autres revenus provenant d'emploi, c'est.. a-dire dans les cas prevus a l'art. 93 LP. Elles ne le sont pas lorsqu'il s'agit des biens enumeres a l'art. 92. n n'y a aucun doute a cet egard quand les decisions inter- viennent a l'occasion de la saisie et il est de jurisprudence constante que, pour decider si un onjet est saisissable ou non, on doit se reporter au moment de l'execution de la saisie (v. JAEGER, Note 1 E sur art. 92 LP). Il faut adopter la mnme solution lorsqu'il s'agit d'un sequestre. L'art. 275 LP renvoie expressement a l'art. 92 LP, ce qui implique non seulement que le sequestre ne peut porter que sur des biens saisissables, mais encore que les contestations relatives a la saisissabiliM doivent se vider au moment de l'execution du sequestre (v. JAEGER, Note 1 F sur art.92 LP; RO M. spOO. 16 p. 46 et sv.). Ce qui a eM valablement sequestre peut aussi tre saisi -si la poursuite consecutive etablit la qualite Scholdbetreibungs-und Konkursrecht. N° st). 125 de creancier du sequestrant -sans que le debiteur puisse invoquer une insaisissabilite survenue apres coup. Un temperament ne pourrait Hre apporte acette regle que dans le sens indique par Je' commentaire de M. JAEGER (Notes 1 F sur art. 92; 1 B sur art. 275 et 2 sur .art. 280 LP; objets devenus insaisissables dans l'inter- valle entre le sequestre et la saisie, sans qu'il y eftt u faute imputable au debiteur). Mais u,ne derogation ne se justifie pas en l'espece. Il s'agit en effet, en la personne du recourant, d'un debiteur qui s'est mis lui-mnme dans le cas de ne pouvoir invoquer le benefice des disposi- tions de rart. 92 LP. En fuite depuis plusieurs mois .au moment de l'execution des sequestres pratiques a son prnjudice les 5 et 6 octobre 1923, il n'avait plus l'emploi des objets de menage et des instruments de travall sequestres. Il ne peut l'imputer qu'a luinmne s'il n'est pas admis ales reclamer aujourd'hui pour reprendre l'exercice d'une profession abandonnee et reconstituer un menage. La Chombre des Poursuiies et de FaiUites prononce: Le recours est rejete. 30. Intscheic1 vom 19. September 1924 i. S. leigmwinter. ()bergibt der für eine Schuld aus von der Vonuundschafts- behörde gestattetem Gewerbebetrieb persönlich betriebene Bevonuundete den Zahlungsbefehl dem Vonuund. so 1st der von diesem als Vonuund erhobene Rechtsvorschlag wirksam. A. -Der in Basel unter Vormundschaft stehende Karl Abt betreibt seit 1920 mit Bewilligung der Vormundschaftsbehörde in Muttenz selbständig efuen Handel mit Automobilen und Flugzeugen. Am 25. Juni 1924liess der Rekurrent J. Feigenwinter durch das Be- treibungsamt Arlesheim dem Abt persönlich einen Zah- lungsbefehl für 1184 Fr. Mietzins für Halle und Schopf zur Unterbringung von zwei Flugzeugen und Motoren im

126 Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. N° 30. Jahre 1921, sowie für benütztes, verbrauchtes und mit- genommenes Werkzeug zustellen. Am 2. Juli schrieb der Vormund des Abt, Dr. Joseph Braun in Base , an das Betreibungsamt : In der Betreibungssache Joseph Feigenwinter gegen Charles Abt... erhebe ich hiermit als Vormund des Schuldners Rechtsvorschlag. Auf 6Iie Mitteilung dieses Rechtsvorschlages hin führte der Gläubiger am 11. Juli Beschwerde mit dem Antrag, der Rechtsvorschlag sei aufzuheben und das Betreibungsamt anzuweisen, ihm ein Doppel des Zahlungsbefehls mit dem Vermerk, dass ein gültiger Rechtsvorschlag nicht erhoben wurde, auszuhändigen. Zur Begründung brachte er wesentlich an: Dadurch, dass weder der Betriebene. noch dessen Vormund Beschwerde gegen den Betrei- bungsort oder gegen die Zustellung des Zahlungsbefehls an jenen persönlich führten, haben sie anerkannt, dass die in Betreibung gesetzte Forderung aus dem von der Vormundschaftsbehörde gebilligten Geschäftsbetrieb her- rühre. Gegen eine derartige Betreibung Rechtsvorschlag zu erheben, sei der Vormund als solcher nicht legitimiert. B. -Durch Entscheid vom 25. Juli hat die Aufsichts- behörde über Schuldbetreibung und Konkurs des Kan- tons Basel-Landschaft die Beschwerde abgewiesen. C. -Diesen am 28. Juli zugestellten Entscheid hat der Rekurrent am 7. August an das Bundesgericht weitergezogen. Die Schuldbetreibungs-und Konkurskammer zieht in Erwägung:

  1. -Die Vorinstanz hat die Behauptung des Dr. Braun, er habe den Zahlungsbefehl vom Schuldner selbst er- halten, II nach dem Lauf der Dinge als richtig angenom- men und hieraus den Schluss gezogen, der Schuldner habe dem Dr. Braun Auftrag zur Bestreitung der Be- treibung erteilt oder doch die Vornahme oder Nichtvor- nahme dieser Rechtshandlung der freien Entscheidung desselben übertragen , und infolgedessen den Rechtsvor- schlag als gültig erachtet. Diese Auffassung lässt einen Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. N° 30. 127 Rechtsirrtum nicht erkeIinen. Zunächst ist es eine für das Bundesgericht verbindliche tatsächliche Feststellung, dass der Schuldner den Zahlungsbefehl dem Dr. Braun übergeben habe. Nun würde es freilich wohl nicht an- gehen, aus der Übergabe des Zahlungsbefehls durch den Schuldner an einen Dritten während der Rechts- vorschlagsfrist allgemein einen Schluss zu ziehen auf den Auftrag, Rechtsvorschlag zu erheben, oder auch nur auf die Ermächtigung, dies nach eigenem Gutfinden all- fällig zu tun. übergibt aber ein Mündel den ihm per- sönlich zugestellten Zahlungsbefehl seinem Vormund, so rechtfertigt das durch die Vormundschaft begründete . umfassende Vertretungsverhältnis die Vermutung, der Schuldner habe es darauf abgesehen, dass der Vormund seine Interessen wabre. Anhaltspunkte, welche diese Vermutung im vorliegenden Fall zu erschüttern ver- möchten, hat der Rekurrent nicht angeführt. Insbeson- dere kann er daraus nichts herleiten, dass Dr. Braun als Vormund des Schuldners Rechtsvorschlag er- hoben hat. Denn die Bezugnahme auf sein Amt als Vor- mund lässt nur erkennen, dass er glaubte, die Legiti- mation zum Rechtsvorschlag ergebe sich ohne weiteres aus jenem Amt; dagegen lässt sie sich nicht als Zuge- ständnis auslegen, dass es an einem Auftrag bezw. an einer Ermächtigung im angegebenen Sinne gefehlt habe. Einer ausdrücklichen Bezugnahme auf den Auftrag bezw. die Ermächtigung bei Abgabe der Rechtsvorschlags- erklärung aber bedurfte es zu ihrer Gültigkeit nach ständiger Rechtsprechung nicht (vgl. JAEGER, Note 3 zu Art. 74). Erweist sich sonach die Beschwerde schon aus den von der Vorinstanz angeführten Gründen als unbegründet, so braucht auf die Prüfung des vom Re- kurrenten geltend gemachten Beschwerdegrundes nicht eingetreten zu werden. Demnach erkennt die Schuldbetr.-und Konkllrskammer: Der Rekurs wird abgewiesen.

Keywords

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