Entscheidungen der Schuldbetreibungs-
de chemins de fer et de navigation a celle desautres
debiteurs fondes a se prevaloir egalement de l' ordon-
nance du 20 fevrier 1918, une difference importante
apparait deja quant ala maniere dont s'engage la pro-
eedure
dans un cas et dans l'autre. Alors ql1e les seconds
ont la faculte de convoquer l'assemblee de leurs erean-
eiers, pour ainsi dire de leur propre autorite,le jour qui
leur parait opportun, il resulte, au contraire, de l' art. 20
de
l' ordonnance, dans sa teneur actuelle (cf. arrete du
25 avril 1919), que les 'entreprises de chemins de fer et
de navigation sont tenues, quant a eIles, de solliciter au
prealable l'autorisation du Tribunal
federal et qu'il
appartient a ce dernier, suivarit le resultat de son examen,
ou de donner suite a la requete ou de renvoyer l' entre-
prise a agir suivant les formes de la loi federale du 25 sep-
tembre 1917. Ce contröle a Iui seul aurait pu, semble-t-il,
constituer
deja une garantie suffisante contre une utili-
sation abusive du sursis.
Mais iIidependamment de ce fait,
il convient de relever
surtout que si, jusqu'a: l'entree en vigueur de l'arrete
du 28 decembre 1920, les debiteurs autres que les dites
entreprises n'avaient aucun texte dont se prevaloir pour
se mettre au benefice du sursis, et qu'a leur egard, par.
eonsequent, I'art. 8 bis presente un interet incontes-
table, les motifs qui l'ont fait naitre etaient depourvus
de
toute portee quant aux.entreprises de chemins de fer
et de navigation, attendu precisement que l'art. 29
precite? a son alinea 3, prevoyait alors deja expressement
la faculte pour le Tribunal federal de Ieur octroyer un
sursis pour la duree de la procedure, par application
de I'art. 55 de la loi du 25 septembre 1917. Faute ainsi,
d'une part, de la ratio legis et vu, d'autre part, l'etroite
correlation qui existe entre les
deux parties de l'art. 8 bis,
on doit
necessairementadmettre que l'art. 29 de 1'0),-
donnance qui n'a. subi d'ailleurs aucune modifieation,
eontinue de regir,a l'exclusion de l'art. 8 bis, les condi-
tions . d'application dusursis aux dites entreprises, et
I
und Konkurskammer. N° 14. 43
qu'il appartient ainsi au Tribunal federal de juger dans
chaque cas, librement, c'est-a-dire independamment de
toute question de delai, le point de savoir s'il se justifie
ou non de donner suite
a la requete.
14. Entscheid vom 21. Februar 1921
i. S. Schwe . Annoncen-Expedition Publicitas,. A.-G.
gegen Sachwalter der Appenzellerbahn.
VZEG Art. 52 Ziff. 1 u. 54. Abs. 2 : Begriff der Kosten des
Nachlassverfahrens. -Die Kosten der Publikationen
zwecks Einberufung der Generalversammlung der Aktio-
näre zur Beschlussfassung über das Nachlassgesuch sind
im Nachlassvertrag als Kurrentschulden zu behandeln,
Am 5. Juni 1920 erteilte die Appenzellerbahn
der Publicitas A.-G., Schweiz. Annoncenexpedition,
den Auftrag,
am 7. und 21. Juni in verschiedenen
Zeitungen ein Inserat zwecks Einberufung der
or-
dentlichen Generalversammlung ihrer Aktionäre auf
den 28. Juni einrücken zu lassen, welcher, wie im
Inserat angegeben wurde,
unter anderem auch die
B'eschlussfassung über den Antrag des Verwaltungsrates
auf Einreichung eines Nachlassbegehrens beim Bundes-
gericht
oblag. Durch Beschluss der Schuldbetreibungs-
und KOl1kurskammer des Bundesgerichts vom 8. Juli
wurde der Appenzellerbahn die Nachlasstundung be-
willigt.
Am 31. Juli stellte die Publicitas Rechnung
im Betrage von 355 Fr., die nicht bestritten ist, verlangte
in der Folge deren sofortige volle Bezahlung und führte,
als der Sachwalter dieses Begehren
mit der Begründung
abwies, es handle sich
um ein schon vor der Bewilligung
der Nachlasstundung entstandenes Guthaben,
recht-
zeitig Beschwerde beim Bundesgericht mit dem Antrage,
es sei ihre Forderung
als Massaschuld resp. . Massa-
Entscheidungen der Schuldbetreibungs-
kosten voll und ganz anzuerkennen und zu bezahlen .
Sie macht geltend: Da es gemäss Art. 54 VZEG für
die Gültigkeit des Nachlassgesuches einer Aktiengesell-
schaft des Beschlusses der Generalversammlung der
Aktionäre bedürfe
und diese durch die statutarischen
Publikationsorgane einberufen werden müsse, recht-
fertige es sich, die Kosten dieser Publikation gleichwie
diejenigen der Publikationen
im Nachlass-und Kon-
kursverfahren als Kosten des Nachlassverfahrens aus
dem Massavermögen voll zu bezahlen; andernfalls wäre
die Einberufung
der Generalversammlung geradezu un-
möglich, sofern die
Unternehmung die Publikations-
k-osten nicht bar zu bezahlen oder sicherzustellen ver-
möge.
Die Schuldbetreibungs-und Konkurskammer zieht
in Erwägung:
Wie das Bundesgericht bereits ausgesprochen hat,
dürfen während des Nachlassverfahrens über eine Eisen-
bahnunternehmung
nur die in Art. 52 VZEG genannten
Schulden bezahlt werden (BGE
44 III S. 71 f.) Hiezu
gehören
in erster Linie die Kosten des N achlassver-
fahrens (Ziff. 1). Zu diesen können aber der
Natur der
Sache nach
nur solche Auslagen gerechnet werden,
welche für die Eröffnung
und Durchführung des Nach-
lassverfahrens bei der Nachlassbehörde oder beim Sach-
walter erwachsen, nicht aber Auslagen, welche der
Nachlasschuldner selbst
im Hinblick auf das Nachlass-
verfahren macht, zumal
vor dessen Eröffnung. Dass
aber ihre Forderung
unter eine andere der in Art. 52
VZEG genannten Kategorien falle, behauptet die Be-
schwerdeführerin -
mit Recht -selbst nicht. Ob auch
weitere, in Art. 52
VZEG nicht genannte Schulden als
Massaschulden angesehen werden können
mit der Mass-
gabe, dass sie nicht
unter den Nachlassvertrag fallen
und daher Anrecht auf unverkürzte Bezahlung haben,
braucht nicht geprüft zu werden, da hiefür jedenfalls
und Konkurskammer. N° 14.
nur vom Sachwalter selbst für Rechnung der Bahn
kontrahierte Schulden in Betracht kämen, gleichwie
im Konkursverfahren nur von der Konkursverwaltung
kontrahierte Schulden Massaschulden sind (vgl.
JiEGER,
Note 2 zu Art. 262; BLUMENSTEIN, S. 673). Somit ist die
volle Bezahlung der Forderung der Beschwerdeführerin
gleichwie aller übrigen, von der
Bahn vor der Stun-
dungsbewilligung eingegangenen Schulden unzulässig.
Das von
ihr geäusserte Bedenken, die Nichtanerken-
nung der Kosten der Publikation
der Einberufung der
Generalversammlung der Aktionäre
zur Beschlussfassung
über das Nachlassgesuch
,als voll zu bezahlender Massa-
schuld, könnte allenfalls die
Unmöglichkeit dieser Ein-
berufung
und daher der Einleitung des Nachlassver-
fahrens selbst
zur Folge haben, erledigt sich durch die
Ueberlegung, dass die Durchführung desselben ja auch
dann unterbleibt, wenn die Bahn den vom Sachwalter
gemäss Art. 55
i. f. VZEG verlangten Kostenvorschuss
nicht leistet.
Demnach erkennt die Schuldbetr.-und Konkurskammer :
Die Beschwerde wird abgewiesen.