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ARGVP-1988-3067 ΓÇó Costs in easement-of-necessity cases; insolvency security
ARGVP-1988-3067Supreme CourtFeb 1, 1983
The excerpt records two headnotes. First, in an action for establishment of a right of necessity, the ordinary cost rules do not apply; both court costs and party compensation are to be charged to the claimant, because the dispute is akin to an expropriation-type imposition of a servitude. Second, Art. 93 CPC is mentioned in connection with security for costs where a plaintiff or counterclaimant is insolvent, but the excerpt does not preserve the full definition or final application in the individual case.
Art. 81 ZPO; costs in actions for the establishment of a right of necessity. Owing to the compulsory character of the claim and its functional proximity to an expropriatory imposition of a servitude, the ordinary rules on allocation of costs are displaced; if the claim is upheld, court costs and party compensation are to be borne by the claimant, absent special circumstances. The defendant may contest the claim without incurring a general cost risk, save for plainly vexatious conduct. Art. 93 ZPO is invoked as to security for costs where the plaintiff or counterclaimant is insolvent.
C. Gerichtsentscheide 3067, 3068 3067 Kostenspruch. Bei Gutheissung eines Begehrens um Einräumung eines Notweges sind die Kosten in Abweichung von den allgemeinen Regeln dem Kläger aufzuerlegen (Art. 81 ZPO). Auch bei Einräumung eines Notweges sind die Kosten der klagenden Partei zu überbinden. Das Bundesgericht hatte bereits am 28. Mai 1959 zu dieser Frage ausgeführt, es entspreche der besonderen Art des Notwegstreites, die enteignungsrechtlichen Kostennormen heranzuziehen. - In ihrer Monographie überden Notweg, Bern, 1969, führt K. Caroni-Rudolf aus: «Die gewöhnlichen Grundsätze der Kostentragung werden dem Zwangscharakter des Anspruchs auf einen Notweg nicht gerecht, der im Ergebnis. . . der Auferlegung einer Dienstbarkeit im Enteignungsverfahren gleichkommt.»Im Notwegrechtsprozess soll es jedem Beklagten freistehen, sich ohne Kostenrisiko gegen einen Anspruch auf Mitbenützung seines Grundstückes zur Wehr zu setzen, von ausgesprochen trölerischen Begehren oder Bestreitungen abgesehen. Nach Auffassung des Obergerichts sind auch die üblichen Parteikosten von der Partei zu übernehmen, die den Notweg verlangt hat. Es sind Kosten, die durch sie notwendig geworden sind. OGer 1.2.1983 (RBer 1983/84, S. 36) 3068 Sicherheitsleistung. Begriff der Zahlungsunfähigkeit (Art. 93 ZPO). Nach Art. 93 der Zivilprozessordnung hat eine Partei, die als Klägerin oder Widerklägerin auftritt, nach Anordnung der Gerichtsleitung für die mutmasslichen amtlichen Kosten sowie für eine allfällige Parteientschädigung . . . Sicherheit zu leisten, «3. wenn sie zahlungsunfähig ist.» 425