Agricultural subsidy requires sufficient owned and leased farm size

ARGVP-1988-1168Administrative CourtNov 23, 1971Dismissed

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Omnilex summary

The applicant challenged the refusal of a cantonal contribution for farm-building rationalization. The Commission for Agriculture and Forestry and then the Regierungsrat denied the subsidy because the applicant’s own land was too small to constitute a sufficient farming base, and the necessary long-term leasehold contracts for the additional land were not realistically obtainable. The authority further held that the project would not improve agricultural structure and might even impede future consolidation. The applicant’s personal qualification as a farmer was considered irrelevant to the structural subsidy criteria.

Omnilex headnote

Public subsidies for agricultural building rationalization require an objectively sufficient operational basis: the holding must be suited to rational farming, of adequate size, and not topographically disadvantageous; the decisive criterion is structural improvement of the agricultural unit, not the personal merits of the current farmer. Leased land may only be taken into account where it is secured by durable lease arrangements; absent such security, the farm cannot be treated as having a sufficient basis for subsidized structural measures.

Full text

A. Entscheide des Regierungsrates 1167,1168 Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht für zulässig er­klärt. Dazu hat das Bundesgericht unmissverständlich festgestellt, dass die Verwaltungsgerichtsbeschwerde kein taugliches Mittel sei, um die Lö­schung eines Grundbucheintrages zu erwirken (vgl. BGE 98 la 186). RRB 15.5.1984 1168 Landw irtschaft. Voraussetzungen für die Ausrichtung eines Kantonsbei­trages an eine Gebäuderationalisierung. Die Kommission für Landwirtschaft und Forstwesen wies ein Gesuch um einen Kantonsbeitrag für eine Gebäuderationalisierung mit der Begrün­dung ab, die im Eigentum des Gesuchstellers stehende Betriebsfläche von knapp 3 ha sei ungenügend; die grosse Nachfrage nach Pachtland in jenem Gebiet lasse es als höchst ungewiss erscheinen, ob der in Frage ste­hende Betrieb auch in Zukunft lebensfähig sei. Der Regierungsrat bestätigte diesen Entscheid auf Grund seiner kon­stanten Praxis, die auf folgenden Überlegungen beruht: Die Bewilligung öffentlicher Mittel für Gebäuderationalisierungs-Pro- jekte hat im wesentlichen zur Voraussetzung, dass die in Frage stehende Liegenschaft den Anforderungen rationeller Betriebsführung genügt, eine ausreichende Grösse besitzt und auch - namentlich wenn sie relativ klein ist - in topographischer Beziehung nicht allzu ungünstig liegt. In je­dem Fall ist anzustreben, dass durch staatliche Beiträge die strukturellen Bedingungen der Landwirtschaft verbessert werden (Appenzell A.Rh. Ver­waltungspraxis, Heft XIII, S. 345f.). Auf Grund dieser Kriterien ist das vor­liegende Gesuch wie folgt zu beurteilen:1. Der Auffassung des Rekurrenten, dass eine Gesamtfläche von 10 ha für einen Familienbetrieb ausreichend sei, ist an und für sich beizupflichten; gestützt darauf Hesse sich eine Gebäuderationalisierung mit Hilfe öffent­licher Gelder rechtfertigen. Von dieser Gesamtfläche stehen aber nur 281 Aren im Eigentum des Gesuchstellers. Das Eigenland bietet also bei wei­tem keine ausreichende Betriebsgrösse und garantiert demzufolge auch keine rationelle Betriebsführung. Diese beiden Kriterien wären erst dann erfüllt, wenn die viel grössere Fläche des Pachtlandes mitberücksichtigt 257

A. Entscheide des Regierungsrates 1168,1169 werden könnte. Nun fehlen aber für das Pachtland langfristige Verträge (Mindestdauer 12 Jahre), wie sie in anderen Subventionsfällen regelmäs­sig vorausgesetzt wurden. Da in der Umgebung des Hofes Pachtland sehr gesucht ist, wird es auch in Zukunft für den Gesuchsteller praktisch un­möglich sein, mit seinen jetzigen Verpächtern langfristige Pachtverträge, wie sie für eine Gebäuderationalisierung mit Hilfe öffentlicher Gelder unbedingt erforderlich sind, abzuschliessen.2. Würde das vorliegende Gebäuderationalisierungsprojekt ausgeführt, so ergäbe sich daraus nicht nur keine Strukturverbesserung, sondern eine erwünschte zukünftige Arrondierung würde wesentlich erschwert. Es wi­derspräche den Zielen einer Landwirtschaftspolitik, die auf Strukturver­besserungen und grössere Betriebseinheiten ausgerichtet sein muss, wenn neu geschaffene Kapazitäten, sowohl hinsichtlich des Fassungsver­mögens von Scheune und Stall als auch hinsichtlich der bäuerlichen Arbeitskraft, brachliegen würden, weil in unmittelbarer Umgebung wie­derum grössere Betriebskapazitäten geschaffen werden. Das Pachtland wie das Eigenland des Gesuchstellers könnte ohne Schwierigkeiten vom nachbarlichen Betrieb aus bewirtschaftet werden.3. Die gute Qualifikation des Gesuchstellers wird keineswegs bestritten. Es liegt im Interesse des gesamten Berufsstandes, wenn tüchtige und initia­tive Bauern von der öffentlichen Hand unterstützt werden. Strukturelle Massnahmen müssen jedoch unabhängig von der Person des gegenwärti­gen Bewirtschafters vorgenommen werden. Im Vordergrund steht hier eine genügende betriebliche Grundlage; es erschiene wenig sinnvoll, neue, grosszügige Gebäude zu erstellen, die wegen der ungenügenden Betriebsgrösse nicht ausgelastet werden können. RRB 23.11.1971 1169 Landw irtschaft. Das Zweckentfremdungsverbot gemäss Landwirt­schaftsgesetz ist von Amtes wegen auf den Grundbuchblättern der Lie­genschaften im Einzugsgebiet der subventionierten Anlagen anzumerken (Art. 84 Abs. 1 des Landwirtschaftsgesetzes; SR 910.1). Eine im Eigentum der Gemeinde T. stehende Güterstrasse wurde mit Bei­trägen des Bundes und des Kantons von je 20 Prozent ausgebaut. Die land­ 258

Keywords

agricultural subsidystructural improvementfarm sizeleasehold securityrationalization

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Key legal question

Whether a cantonal subsidy for building rationalization should be granted despite limited owned land and uncertain long-term lease arrangements.

Extracted holding

No. The farm lacked a sufficient operational basis in owned land, and the leased land could not be counted because durable lease contracts were unlikely to be secured.

Extracted reasoning

Public funds for building rationalization require a property suited to rational farming, of adequate size and location. Here only 281 ares were owned, far short of a sufficient operating base; long-term leases were missing and could not realistically be obtained, so the project would not improve structure and could even hinder future consolidation.

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