Treatment plan is not an appealable object

AGVE_2013_9Administrative Court / Chamber 1Dec 31, 2013Inadmissible

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Omnilex summary

J.F. appealed against a treatment plan issued by the clinic's senior physician. The Administrative Court held that the treatment plan itself is not a valid object of appeal. Although Article 439(1)(4) ZGB and § 67q(1)(e) EG ZGB permit judicial review of treatment without consent, they do not create a separate appealability of the plan as such. The complaint was therefore inadmissible.

Omnilex headnote

Art. 439 Abs. 1 Ziff. 4 ZGB; § 67q Abs. 1 lit. e EG ZGB: Behandlungsplan als solcher kein selbständig anfechtbares Anfechtungsobjekt. Die gerichtliche Überprüfung betrifft die zwangsweise Behandlung bzw. den Entscheid über die Behandlung ohne Zustimmung; der Behandlungsplan bildet lediglich die medizinisch-organisatorische Grundlage und stellt keine selbständige Verfügung dar. Gegen ihn ist daher kein Rechtsmittel gegeben (E. 2).

Full text

2013 Strassenverkehrsrecht 51

I. Strassenverkehrsrecht

9 Vorsorglicher Sicherungsentzug Kostenregelung bei Gegenstandslosigkeit eines Verfahrens betreffend vorsorglicher Sicherungsentzug des Führerausweises (Präzisierung von AGVE 2009, S. 280 ff.) vgl. AGVE 2013 54 345

2013 Fürsorgerische Unterbringung 53 II. Fürsorgerische Unterbringung

10 Behandlungsplan Ein Behandlungsplan als solcher ist kein gültiges Anfechtungsobjekt und demnach nicht mit Beschwerde anfechtbar. Urteil des Verwaltungsgerichts, 1. Kammer, vom 15. Januar 2013 in Sachen J.F. gegen den Behandlungsplan der Klinik Königsfelden (WBE.2013.10; publiziert in: CAN – Zeitschrift für kantonale Rechtsprechung 2013 Nr. 56 S. 140). Aus den Erwägungen

1.

Des Weiteren erhob die Beschwerdeführerin Beschwerde gegen den am 1. Januar 2013 vom zuständigen Kaderarzt X. erstellten Behandlungsplan. Zu prüfen ist, ob gegen den Behandlungsplan als solchen Beschwerde erhoben werden kann, mithin ob dieser einen gültigen Anfechtungsgegenstand darstellt.

2.

Art. 439 Abs. 1 Ziff. 4 ZGB sieht vor, dass eine betroffene Person bei Behandlung einer psychischen Störung ohne Zustimmung innert 10 Tagen seit Mitteilung des Entscheids schriftlich das zuständige Gericht anrufen kann. Das Verwaltungsgericht beurteilt Beschwerden gegen die Behandlung einer psychischen Störung ohne Zustimmung (§ 67q Abs. 1 lit. e EG ZGB). Fraglich ist, ob gestützt auf diese Bestimmung ein Behandlungsplan als solcher beim Verwaltungsgericht angefochten werden kann.

Keywords

treatment planappealabilityinvoluntary treatmentmental disorderinadmissibility

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Key legal question

Whether a treatment plan constitutes a valid object of appeal before the Administrative Court.

Extracted holding

A treatment plan as such is not an independently appealable object.

Extracted reasoning

Article 439(1)(4) ZGB and § 67q(1)(e) EG ZGB allow judicial review of treatment of a mental disorder without consent, but they do not make the treatment plan itself a separate appealable decision.

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