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W260 2242145-1•Bundesverwaltungsgericht W260 2242145-1
W260 2242145-1Federal Administrative CourtApr 21, 2022
Verfahrenseinstellung Zurückziehung
W260 2242145-1/8E
BESCHLUSS
Das Bundesverwaltungsgericht hat durch den Richter Mag. Markus BELFIN als Vorsitzender und die fachkundige Laienrichterin Mag. Anna FUCHS sowie den fachkundigen Laienrichter Alexander WIRTH als Beisitzer über die Beschwerde von XXXX , geboren am XXXX , vertreten durch Mag. Hubert WAGNER, LL.M., Rechtsanwalt in 1130 Wien, gegen den Bescheid des Arbeitsmarktservice Wien Esteplatz vom 28.04.2020 betreffend Widerruf des Bezuges von Arbeitslosengeld für die Zeiträume 28.02.2018 – 04.03.2018, 08.03.2018, 20.03.2018 – 17.04.2018, 22.04.2018 - 30.04.2018, 01.05.2018 - 07.05.2018, 10.05.2018 - 11.05.2018, 24.05.2018 - 03.06.2018, 07.06.2018 - 05.07.2018, 07.07.2018 - 27.08.2018 und 29.08.2018 - 23.09.2018 gemäß § 24 Abs. 2 Arbeitslosenversicherungsgesetz (AlVG - BGBl Nr 609/1977) und Verpflichtung zum Rückersatz des unberechtigt empfangenen Arbeitslosengeld in der Höhe von € 3.544,23 gemäß §25 Abs. 1 AlVG, sowie gegen den Bescheid des Arbeitsmarktservice Wien Esteplatz vom 28.04.2020 betreffend Widerruf des Bezuges von Notstandshilfe für die Zeiträume 29.12.2018 - 31.12.2018, 01.01.2019 - 14.01.2019, 16.01.2019 - 17.04.2019, 19.04.2019 - 06.05.2019, 07.06.2019 - 18.07.2019, 31.07.2019 - 19.08.2019, 21.08.2019 - 30.09.2019, 02.10.2019 - 16.10.2019, 12.11.2019 - 16.12.2019 und 09.01.2020 - 31.01.2020 gemäß §38 in Verbindung mit §24 Ab. 2 AlVG und Verpflichtung zum Rückersatz der unberechtigt empfangenen Notstandshilfe in der Höhe von € 7.043,36 gemäß §38 in Verbindung mit §25 Abs. 1 Arbeitslosenversicherungsgesetz (AlVG), nach Beschwerdevorentscheidung vom 26.02.2021, WF 2020-0566-9-003272, wonach die Beschwerde gemäß §§ 7 Abs 4 1. Satz und 14 Verwaltungsgerichtsverfahrensgesetz (VwGVG - BGBl I Nr 33/2013) in Verbindung mit § 56 Arbeitslosenversicherungsgesetz (AlVG - BGBl Nr 609/1977), beide in geltender Fassung, als verspätet zurückgewiesen wird, beschlossen:
A)
Das Verfahren wird eingestellt.
B)
Die Revision ist gemäß Art. 133 Abs. 4 B-VG nicht zulässig.
Begründung:
I. Verfahrensgang:
1. Mit Beschwerdevorentscheidung vom 26.02.2021, WF 2020-0566-9-003272, des Arbeitsmarktservice Wien Esteplatz (im Folgenden „belangte Behörde“), wurde die verfahrensgegenständliche Beschwerde des Beschwerdeführers vom 23.12.2020 gegen den Bescheid des Arbeitsmarktservice Wien Esteplatz vom 28.04.2020 betreffend Widerruf des Bezuges von Arbeitslosengeld für die Zeiträume 28.02.2018 – 04.03.2018, 20.03.2018 – 17.04.2018, 22.04.2018 - 30.04.2018, 01.05.2018 - 07.05.2018, 10.05.2018 - 11.05.2018, 24.05.2018 - 03.06.2018, 07.06.2018, 05.07.2018, 07.07.2018, 27.08.2018 und 29.08.2018-23.09.2018 gemäß § 24 Abs. 2 Arbeitslosenversicherungsgesetz (AlVG - BGBl Nr 609/1977) und Verpflichtung zum Rückersatz des unberechtigt empfangenen Arbeitslosengeld in der Höhe von € 3.544,23 gemäß §25 Abs. 1 AlVG und den Bescheid des Arbeitsmarktservice Wien Esteplatz vom 28.04.2020 betreffend Widerruf des Bezuges von Notstandshilfe für die Zeiträume 29.12.2018 - 31.12.2018, 01.01.2019 - 14.01.2019, 16.01.2019 - 17.04.2019, 19.04.2019 - 06.05.2019, 07.06.2019 - 18.07.2019, 31.07.2019 - 19.08.2019, 21.08.2019 - 30.09.2019, 02.10.2019 - 16.10.2019, 12.11.2019 - 16.12.2019 und 09.01.2020 - 31.01.2020 gemäß §38 in Verbindung mit §24 Ab. 2 AlVG und Verpflichtung zum Rückersatz der unberechtigt empfangenen Notstandshilfe in der Höhe von € 7.043,36 gemäß §38 in Verbindung mit §25 Abs. 1 AlVG gemäß §§ 7 Abs 4 1. Satz und 14 Verwaltungsgerichtsverfahrensgesetz (VwGVG - BGBl I Nr 33/2013) in Verbindung mit § 56 Arbeitslosenversicherungsgesetz (AlVG - BGBl Nr 609/1977), beide in geltender Fassung, als verspätet zurückgewiesen.
2. Der Beschwerdeführer begehrte folglich die Vorlage an das Bundesverwaltungsgericht.
3. Der bezughabende Verwaltungsakt wurde dem Bundesverwaltungsgericht mit Schreiben vom 04.05.2021 zur Vorlage übermittelt.
4. Mit Schreiben vom 07.03.2022 wurde für 25.05.2022 eine mündliche Verhandlung vor dem Bundesverwaltungsgericht anberaumt.
5. Mit Schreiben vom 11.04.2022 gab der anwaltliche Vertreter des Beschwerdeführers bekannt, dass er die Beschwerde zurückziehe.
II. Das Bundesverwaltungsgericht hat erwogen:
Der Beschwerdeführer hat namens seines anwaltlichen Vertreters mit Schreiben vom 11.04.2022 seine Beschwerde gegen die Bescheide des Arbeitsmarktservice Wien Esteplatz vom 28.04.2020, nach Beschwerdevorentscheidung vom 26.02.2021, WF 2020-0566-9-003272, betreffend Zurückweisung der Beschwerde gemäß §§ 7 Abs 4 1. Satz und 14 Verwaltungsgerichtsverfahrensgesetz (VwGVG - BGBl I Nr 33/2013) in Verbindung mit § 56 Arbeitslosenversicherungsgesetz (AlVG - BGBl Nr 609/1977), zurückgezogen.
Das Schreiben vom 11.04.2022 ist eindeutig formuliert und es besteht kein Zweifel am Willen des Beschwerdeführers, die Beschwerde zurückziehen zu wollen.
Zu Spruchteil A)
Gemäß § 28 Abs. 1 VwGVG hat das Verwaltungsgericht, sofern die Beschwerde nicht zurückzuweisen oder das Verfahren einzustellen ist, die Rechtssache durch Erkenntnis zu erledigen.
Gemäß § 31 Abs. 1 VwGVG erfolgen die Entscheidungen und Anordnungen durch Beschluss, soweit nicht ein Erkenntnis zu fällen ist.
Gemäß § 29 Abs. 1 zweiter Satz VwGVG sind die Erkenntnisse zu begründen. Für Beschlüsse ergibt sich aus § 31 Abs. 3 VwGVG eine sinngemäße Anwendung.
Die Zurückziehung der Beschwerde ist in jeder Lage des Verfahrens ab Einbringung der Beschwerde bis zur Erlassung der Entscheidung möglich (§ 7 Abs. 2 VwGVG, § 17 VwGVG iVm § 13 Abs. 7 AVG).
Mit der mit Schreiben vom 11.04.2022 erfolgten ausdrücklichen Zurückziehung der Beschwerde durch die anwaltliche Vertretung des Beschwerdeführers ist der Sachentscheidung des Bundesverwaltungsgerichts die Grundlage entzogen (vgl. Fister/Fuchs/Sachs, Verwaltungsgerichtsverfahren, Anmerkung 5 zu § 28 VwGVG, mit Verweis auf Hengstschläger/Leeb AVG III § 66 Rz 56f), weshalb nunmehr die Einstellung des Beschwerdeverfahrens auszusprechen ist.
Zu B) Unzulässigkeit der Revision:
Gemäß § 25a Abs. 1 VwGG hat das Verwaltungsgericht im Spruch seines Erkenntnisses oder Beschlusses auszusprechen, ob die Revision gemäß Art. 133 Abs. 4 B-VG zulässig ist. Der Ausspruch ist kurz zu begründen.
Die Revision ist gemäß Art. 133 Abs. 4 B-VG nicht zulässig, weil die Entscheidung nicht von der Lösung einer Rechtsfrage abhängt, der grundsätzliche Bedeutung zukommt. Weder weicht die gegenständliche Entscheidung von der bisherigen Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes ab, noch fehlt es an einer Rechtsprechung; weiters ist die vorliegende Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes auch nicht als uneinheitlich zu beurteilen. Das Bundesverwaltungsgericht konnte sich im vorliegenden Fall auf eine ohnehin klare Rechtslage stützen. Diese wird durch die Erläuterungen (ErlRV 2009 BlgNR XXIV. GP, 7) gestützt, wonach eine Einstellung des Verfahrens durch Beschluss zu erfolgen hat.
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