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Art. 129

916.401TSVFederal Council OrdinanceSep 1, 1995Original source
  1. Der Tierhalter meldet jeden Abort von Tieren der Rindergattung, die drei Monate oder mehr trächtig waren, sowie jedes Verwerfen von Tieren der Schaf‑, Ziegen‑, und Schweinegattung einem Tierarzt.1
  2. Der Tierarzt muss eine Untersuchung durchführen, wenn sich ein Abort in einer Tierhaltung eines Viehhändlers oder während der Sömmerung ereignet hat oder wenn in einem Klauentierbestand mehr als ein Tier innert vier Monaten verworfen hat.2
  3. Die Untersuchung umfasst:
    1. bei Tieren der Rindergattung, Büffeln und Bisons: Bovine-Virus-Diarrhoe,Brucella abortus, B. melitensis undB. suis ,Coxiella burnetii sowie Infektiöse bovine Rhinotracheitis und Infektiöse pustulöse Vulvovaginitis;
    2. bei Schafen und Ziegen:Brucella abortus, B. melitensis undB. suis, Coxiella burnetii sowieChlamydia abortus ;
    3. bei Schweinen:Brucella abortus, B. melitensis undB. suis, Porcines reproduktives und respiratorisches Syndrom sowie Aujeszkysche Krankheit.3
  4. Der Tierarzt veranlasst die Untersuchung von Nachgeburten und abortierten Föten. Von Muttertieren, die verworfen haben, sind dem Laboratorium zusätzlich Blutproben einzusenden.4
  5. Der Kantonstierarzt ordnet von Fall zu Fall weitere Untersuchungen an.

Footnotes

  1. Fassung gemäss Ziff. 1 der V vom 30. Nov. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2012 6859).

  2. Fassung gemäss Ziff. I der V vom 6. Dez. 2024, in Kraft seit 1. Febr. 2025 (AS 2024 790).

  3. Fassung gemäss Ziff. I der V vom 31. Aug. 2022, in Kraft seit 1. Nov. 2022 (AS 2022 487).

  4. Fassung gemäss Ziff. I der V vom 20. Juni 2014, in Kraft seit 1. Aug. 2014 (AS 2014 2243).

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