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Art. 10

814.680CSOFederal Council OrdinanceOct 1, 1998Original source
  1. Subject to paragraph 1bis, a polluted site is deemed to be in need of monitoring to protect the surface waters, if:1
    1. any of the concentration values specified in Annex 1 is exceeded in the eluate of the material at the site which is susceptible of affecting surface waters; or
    2. in water that flows into surface waters, a concentration value specified in Annex 1 is exceeded for substances originating from the site.
  2. If after several years of monitoring a site, it is established that, considering the evolution of pollutant concentrations and the characteristics of the site, it is highly probable that the site will not need remediation under paragraph 2, the site is deemed no longer to be in need of monitoring.2
  3. For the protection of surface waters, a polluted site is deemed to be in need of remediation if:
    1. in water that flows into surface waters, the concentration of substances originating from the site exceeds by tenfold a concentration value specified in Annex 1; or
    2. it is in need of monitoring in accordance with paragraph 1 letter a, and owing to insufficient retention capacity, or degradation of substances originating at the site, there is a real danger of pollution of surface waters.

Footnotes

  1. Amended by No I of the O of 9 May 2012, in force since 1 Aug. 2012 (AS 2012 2905).

  2. Inserted by No I of the O of 9 May 2012, in force since 1 Aug. 2012 (AS 2012 2905).

1 commentary

N1.Grenzwerte in Anhang 1 massgebend

Für den Schutz oberirdischer Gewässer bezieht sich die Beurteilung der Überwachungs‑ bzw. Sanierungsbedürftigkeit auf die in Anhang 1 der AltlV festgelegten Konzentrationswerte. Sind die gemessenen Konzentrationen unterhalb dieser Werte, begründet dies nach den zitierten Entscheiden und Ausführungen keine Überwachungs‑ oder Sanierungsbedürftigkeit; erst Überschreitungen dieser Grenzwerte führen zu entsprechenden Pflichten.

00128 Seite 96 auf belastete Sedimente beziehe, zutreffen mag [vgl. a.a.O., S. 4, 18], jedoch die Vollzugshilfe "Belastete Standorte und Oberflächengewässer", in welche die fragliche Methodik wie auch die Kriterien zur Gefährdungsabschätzung [act. 19.2] übernommen wurden, ausdrücklich auf "Abfallablagerungen, zum Teil aus benachbarten Betriebsstandorten, oftmals auch in Form von Seeuf- erschüttungen zur damaligen Melioration und Landgewinnung" Bezug nimmt [vgl. Vollzugshilfe, S. 8]). Ein entsprechendes Vorgehen stimmt denn auch mit den generellen Vorgaben des Altlastenrechts überein, sieht doch die Alt- lastenverordnung bezüglich der (der Ausarbeitung eines Sanierungsprojekts vorgelagerten) Detailuntersuchung vor, dass dabei u.a. Art, Lage, Menge und Konzentration der am belasteten Standort vorhandenen umweltgefähr- denden Stoffe detailliert zu ermitteln sind (Art. 14 Abs. 1 lit. a AltlV; vgl. auch bereits Art. 7 Abs. 4 AltlV zur Teil der Voruntersuchung bildenden techni- schen Untersuchung sowie Art. 10 AltlV, der hinsichtlich des Schutzguts "oberirdisches Gewässer" für die Überwachungs- und Sanierungsbedürftig- keit auf die Konzentrationswerte nach Anhang 1 Bezug nimmt).
Das AWA zweifelt an, ob die einer Drainageleitung entnommene Wasserprobe überhaupt aussagekräftig ist, weil nicht klar sei, wo der Be­schwerdeführer die Probe entnommen habe und welche Fläche durch die Leitung drainiert werde (Vernehmlassung AWA S. 4, Akten BVE pag. 21). Ob diese Zweifel berechtigt sind, kann offenbleiben. Die gemessenen Schwermetallkonzentrationen liegen unterhalb der Werte in Anhang 1 der AltlV, die eine Überwachung oder eine Sanierung erfordern würden. Nur wenn diese Grenzwerte überschritten werden, ist ein belasteter Standort überwachungs- oder gar sanierungsbedürftig (vgl. Art. 10 AltlV). Für Nickel beträgt der Grenzwert 0,7 mg/l, für Zink 5 mg/l. Die vom Beschwerdeführer eingereichte Wasserprobe weist wesentlich tiefere Werte auf (vgl. vorne E. 3.3).