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Art. 653c

220COFederal ActJan 1, 1912Original source
  1. If the shareholders are granted option rights in connection with contingent capital, the rules on the subscription right in the case of an ordinary capital increase applymutatis mutandis .
  2. If bonds or similar debt instruments to which conversion or option rights attach are issued in connection with contingent capital, they must be offered first to the shareholders for subscription in proportion to the shareholders’ existing participations.
  3. This priority subscription right may be restricted or cancelled if:
  4. there is good cause; or
  5. the shares listed on a stock exchange and the bonds or similar debt instruments are issued subject to appropriate conditions.
  6. No one may gain an undue advantage or suffer an undue disadvantage as a result of the restriction or cancellation of the subscription right or the priority subscription right.

1 commentary

N1.Vorwegzeichnungsrecht bei Wandelanleihen

Die Herausgabe von Wandelanleihen setzt unter anderem voraus, dass den bisherigen Aktionären im Rahmen der dafür beschlossenen bedingten Kapitalerhöhung ein Vorwegzeichnungsrecht eingeräumt wird (Art. 653c OR).

Eine Wandelanleihe ist eine in einem Wertpapier verbriefte verzinsliche Darlehensforderung, die im Rahmen einer – meist längerfristigen – Anleihe gestückelt öffentlich ausgegeben wird und bei denen die Gläubiger zu im Voraus festgelegten Bedingungen Beteiligungspapiere, Aktien oder Partizipationsscheine, erwerben können (vgl. dazu F ORSTMOSER/MEIER-HAYOZ/NOBEL, a.a.O., § 48 N 23- 27). Die Herausgabe solcher Wandelanleihen ist sowohl nach schweizerischem wie auch liechtensteinischem Recht an zahlreiche gesellschaftsrechtliche Vor- schriften geknüpft (Art. 653 ff. OR; Art. 297a ff. PGR Liechtenstein). Vorausset- zung bildet u.a. jeweils ein entsprechender Beschluss der Generalversammlung über eine bedingte Kapitalerhöhung und damit einhergehend eine Statutenände- rung (Art. 297a und 297c PGR bzw. Art. 653b OR), die Einräumung eines Vor- zeichnungsrechts an die bisherigen Aktionäre (Art. 297d PGR bzw. Art. 653c OR) sowie ein Prüfbericht eines Sachverständigen (Art. 297g PGR bzw. Art. 653f OR). Zudem ist es natürlichen und juristischen Personen, welche nicht dem Banken- gesetz unterstehen, untersagt, auf dem Gebiet der Schweiz Publikumseinlagen gewerbsmässig entgegenzunehmen (Art. 1 Abs. 2 BankG). Dies ist gemäss Art. 1 Abs. 1 BankG nur Banken und Sparkassen vorbehalten. All diese Vorschriften, und weitere mehr, hat der Beschuldigte missachtet und somit in Überschreitung seiner rechtlichen Kompetenzen ungültige Wandelanleihen verkauft.

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